Obwohl die Mietpreise über ganz Deutschland gemittelt nur um 2 Prozent gestiegen sind, haben viele Mieter ein deutlich anderes Gefühl und deutlich andere Zahlen auf ihren Konten. Woran liegt also die Diskrepanz zwischen öffentlichen Zahlen zur Preissteigerung und der gefühlten Mietpreiserhöhung? Und warum steigen Mieten in Zeiten der Immobilienkrise überhaupt?
- Alle deutschlandweiten Mietspiegelerhebungen sind Mittelwerte, die strukturschwache Gebiete genauso wie Boomgebiete betrachten. Daher kann es in begehrten Gegenden durchaus zu viel stärkeren Anstiegen kommen.
- Besonders Stadtwohnungen werden teurer, da sie immer begehrter und darüber hinaus vor allem sehr begrenzt sind.
- Der Wohnungsbau ist in Deutschland 2007 auf dem geringsten Stand seit dem Krieg angekommen: Lediglich 157.000 neue Wohnungen wurden gebaut.
- In Deutschland wird gleichzeitig mehr Wohnraum abgerissen als in anderen Ländern. Dies trägt zur Verminderung der Ressource “Wohnung” bei.
- Durch die zunehmende Zahl von alleinwohnenden Singles, kleiner Familien und Wochenendpendlern werden mehr Wohnungen gebraucht als noch vor einigen Jahrzehnten.
All diese Entwicklungen machen Wohnungen zu einem raren, begehrten Gut und bringen die Mietpreise - gerade in beliebten Gegenden - trotz Immobilienkrise zum Steigen. Für 2009 wird von Experten eine deutschlandweite Mietpreissteigerung von 8 Prozent erwartet - der höchste Wert seit 10 Jahren!
Artikel geschrieben von immobilo am 29. September 2008 .
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