Streitereien bei Wohnungsübergabe

30. Oktober 2008 | von

Auseinandersetzungen zwischen Mieter und Vermieter im Rahmen der Wohnungsübergabe bei Auszug sind de facto keine Seltenheit. Dabei gibt es eine klare Regelung über Form und Zustand der Wohnung. So ist der Mieter verpflichtet, die Wohnung besenrein zu übergeben. Außerdem muss er sämtliche seiner eigenen Möbel und etwaige Einrichtungsgegenstände entfernen, von ihm verursachte Schäden beseitigen, erforderliche Schönheitsreparaturen durchführen und sämtliche Schlüssel an den Vermieter zurückgeben.

Mieter erfüllen vor dem Gesetz ihre Rückgabepflicht nicht, wenn Gegenstände zurückbleiben – etwa die Einbauküche oder der Einbauschrank im Badezimmer. Dies wird aber in der Regel im Übergabeprotokoll mit dem Vermieter geklärt. Für die Rückgabe an sich spielt es aber keine Rolle, in welchem Zustand sich die Wohnung befindet. So kann der Vermieter die Rücknahme nicht verweigern, nur weil der Mieter vereinbarte Schönheitsreparaturen nicht durchgeführt hat.

Vermieter sind in so einem Fall auf Schadensersatzansprüche beschränkt. Häufige Streitigkeiten entstehen zum Beispiel darüber, ob Schäden im Parkett bereits vor Einzug vorhanden waren. Der Vermieter liegt dann in der Beweispflicht, dass die Wohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zu Beginn des Wohnverhältnisses übergeben wurde. Vermieter und Mieter sind also gut beraten, bei sämtlichen Übergaben ein sogenanntes Wohnungsübergabe-Protokoll aufzusetzen, dass von beiden Seiten unterschrieben wird.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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