Vorschlag der Kanzlerin stößt auf Zustimmung

19. Dezember 2008 | von

Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angebrachte Vorstoß, eine energetische Gebäudesanierung in das Mietrecht zu integrieren, stößt bei der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) auf positive Resonanz. Lutz Freitag, Vorsitzender der BSI und Präsident des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnung- und Immobilienunternehmen erläutert, dass es nicht darum gehe, zusätzliche Lasten für Mieter zu schaffen, sondern die bestehenden Regelungen so anzupassen, dass diese praktikabel sind und eine Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter darüber herstellen, wie Investitionskosten bei energetischen Sanierungen umgelegt werden können.

Laut Freitag können Mieter dadurch Betriebskosten sparen und Vermieter die Zukunftsfähigkeit ihres Bestandes erhöhen. Dieser positive Effekt solle durch das Mietrecht unterstützt werden und nicht Quertreibern die Möglichkeit geben, sinnvolle Maßnahmen zu verhindern, so Freitag.

Mieter kann Sanierung derzeit blockieren

Derzeit müssen Mieter beispielsweise nicht alle sinnvollen energetischen Modernisierungen dulden. Es besteht für sie die Möglichkeit, bei Baumaßnahmen die Miete um bis zu 100 Prozent zu kürzen, sodass eine Sanierung ein erhebliches wirtschaftliches Risiko für private Eigentümer wie auch Wohnungsunternehmen entsteht. Im schlechtesten Fall könnte dies bedeuten, dass Mieter einer Einheit in einem Mehrfamilienhaus oder Wohnsiedlung den kompletten Sanierungsplan zunichte machen könnte, wenn er dem Plan nicht zustimmt. Außerdem gebe es zwar auf dem Papier die Möglichkeit, elf Prozent der anstehen Kosten der Maßnahmen auf die Jahresmiete umzulegen, praktisch seien aber die formellen Anforderungen derart kompliziert, dass diese unrealistisch wären.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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