Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Immobilien-Zwangsversteigerungen in Deutschland zurückgegangen. Nach Angaben des Fachverlages Argetra, der alle Zwangsversteigerungs-Termine der Amtsgerichten registriert, gab es ingesamt 88.379 Versteigerungstermine, was einer Reduzierung um 3,7% im Vergleich zu 2007 entspricht. Gleichzeitig sank auch der durchschnittliche Wert der Objekte auf knapp 174.000 Euro.
Spitzenreiter bei den versteigerten Immobilien waren Eigentumswohnungen mit knapp 33% aller Objekte, dicht gefolgt von Ein-und Zweifamilienhäusern. Rund 28%der Objekte, die unter den Hammer kamen, waren Gewerbeimmobilien sowie Wohn- und Geschäftshäuser.
Eine Zunahme der Zwangsversteigerungen durch die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise ist allerdings erst im Jahr 2010 zu erwarten, da vom Zeitpunkt der Beschlagnahmung einer Immobilie bis zum Versteigerungstermin oft ein Jahr vergehe.
Hauptgründe für die Immobilien-Notverkäufe sind Arbeitslosigkeit, in deren Folge die Kredite nicht mehr abbezahlt werden können, Ehescheidungen und Erbstreitigkeiten.





