110 Milliarden Euro Verlust durch Krise

6. Januar 2009 | von

Deutschland muss den Gürtel enger schnallen: erst zum zweiten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik ist das Geldvermögen der Deutschen in einem Jahr gesunken. Im Jahr 2002 im Zuge der geplatzten Internetblase und nun 2008 durch den weltweiten Finanzkollaps – insgesamt büßten die privaten Haushalte 110 Mrd. Euro ein – eine starke Abneigung gegen risikofreudige Anlagen inbegriffen.

Nach Berechnungen der Allianz betrug das Geldvermögen demnach knapp 4,5 Billionen Euro – rund 2,5 Prozent weniger als noch 2007. Das Minus fällt im Verhältnis zu 2002 noch drastischer aus: damals schrumpfte das Gesamtvermögen nur um etwa einen Prozentpunkt. Allerdings, so der Branchenprimus, habe sich die Sparquote erhöht. Die Deutschen legten im abgelaufenen Jahr 11,4 Prozent ihres Geldes auf die hohe Kante – 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies habe allerdings nicht ausgereicht, die Bewertungsverluste des Geldvermögens abzufedern.

Mit mehr als einem Drittel aller Anlagen waren Sicht-, Termin- und Sparanlagen die beliebteste, weil sicherste, Anlageform 2008. Einen so hohen Anteil eher konservativer Anlageformen verzeichneten Banken und Sparkassen letztmals vor zehn Jahren. Kapitalmarktprodukte mit mehr Risiko, also Aktien, Fonds oder Anleihen, verloren hingegen und lagen Ende 2008 bei einer Anlagequote von 28 Prozent – 2006 lag der Wert noch fast gleichauf mit den konservativeren Sparanlagen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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