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    Ist der Energieausweis ein Flop?

    12. Januar 2009 in Kaufen, Mieten, Ratgeber. Einen Kommentar verfassen.

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    Seit dem 1. Januar ist er Pflicht für alle Wohngebäude: der Energieausweis. Bislang ist dieser aber aus Sicht der Verbraucherzentrale und des Mieterbundes weitgehend ohne Wirkung geblieben. Beide Verbände fordern nun Änderungen an dem Papier.

    Das eingeführte Pflichtpapier soll Bewohnern eine Orientierung über den Energieverbrauch –und bedarf in einem Gebäude geben. Viele Eigentümer und Mieter – aber auch Aufsichtsbehörden – hätten bislang aber keinerlei Ahnung von der Pflicht zum Energieausweis, so die Verbraucherzentrale.

    Laut dem Deutschen Mieterbund sind dringend Änderungen in dem zugrundeliegenden Gesetz nötig. Aktuell  bestehen zwei Möglichkeiten laut Gesetz, den Energieausweis zu erstellen: entweder den Bedarfsausweis oder den Verbrauchsausweis. Laut DMB sage aber der Verbrauchsausweis nichts über das Objekt aus.  So führen leerstehende oder nicht geheizte Wohnungen zu einem besonders günstigen Energie-Verbrauchsausweis. Dies könne dem Nachmieter oder Käufer dieser Wohnung keinerlei Aussagekraft und Orientierung geben. Daher fordern beide Verbände die Abschaffung dieser Option.

    Der von den Verbänden präferierte Bedarfsausweis ist dagegen eine detailliertere und zudem von Fachleuten erstellte Lösung. Preislich liegt er mit mehr als 200 Euro aber deutlich höher als der Verbrauchsausweis, den es online schon für 20 – 50 Euro gibt. Kann ein Energieausweis nicht vorgelegt werden oder ist falsch ausgestellt, so drohen Bußgelder von bis zu 15.000 Euro. Zuständig hierfür sind die Bauaufsichtsbehörden in den Kreisen und Kommunen. Laut Verbraucherzentrale weiß allerdings circa die Hälfte der Behörden gar nichts von einer Zuständigkeit.


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    Artikel geschrieben von rdhead am 12. Januar 2009 .
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    3 Responses to “Ist der Energieausweis ein Flop?”

    1. energiepass sagt:

      Das stimmt so nicht. Der Leerstand oder dauerhaft unbeheizte WE werden natürlich im Verbrauchsausweis berücksichtigt. Auch das oft gebrachte Argument des Nutzereinflusses wird überbewertet: In der Praxis haben Untersuchungen gezeigt, dass der Einfluss kleiner als 20% ist

    2. [...] Noch nicht auf Resonanz gestoßen obwohl er mittlerweile verpflichtend ist: der Energieausweis für Wohngebäude ab dem Baujahr 1966. Der Pass soll Verbrauchern einen besseren Überblick und Orientierung über den Energieverbrauch eines Wohngebäudes geben. Kann man diesen als Vermieter oder Eigentümer nicht vorlegen, drohen hohe Strafen. Diesen Artikel bookmarken bei: [...]

    3. Alex sagt:

      Servus,
      den Bedarfsausweis gibt es übrigens auch kostenlos. Eine Münchner Bausparkasse bieten den in Verbindung mit der Hypo-Vereinsbank an.
      Einfach mal schauen: http://www.vvb-energieausweis.de und http://www.hvb.de/energieausweis
      Dann stelt sich nicht mehr die Frage mit dem Preis!
      Gruß
      Alex

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