Das Kehrmonopol – ein rein deutsches “Problem”?

12. Januar 2009 | von

Lange konnten sie ihr einzigartiges Monopol halten, die Gilde der Schornsteinfeger. Im Sturm von Marktliberalisierung, freier Arbeitsplatzwahl und der Angebotsfreiheit von Dienstleistungen hielten die Lobbyisten der vermeintlichen „Glücksbringer mit Besen und Hut“ ihr Schiff auf Kurs und schotteten sie zuverlässig vom Wettbewerb um deutsche Dächer und Schornsteine ab. Nicht nur vor Mitstreitern aus dem Ausland schützte das Kehrmonopol, auch unliebsame Konkurrenz aus Nachbarorten brauchte der Schornsteinfeger nicht fürchten. In seinem Bezirk – sofern er diesen nach rund 12 Jahren Wartezeit erhalten hatte – war er alleiniger Herr der Öfen, bis zu seiner Rente. Erst als die EU im Jahre 2003 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland einleitete, kam Bewegung ins starre Schornsteinfegerbusiness.

Die Liberalisierung – eine Mogelpackung?

Vor allzu großen Veränderungen brauchen sich die Kehrmänner trotz des am 26. November 2008 beschlossenen „Gesetzes zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens“ freilich nicht fürchten. Ab 2009 dürfen die Bürger zwar auch die Dienste ausländischer Schornsteinfeger in Anspruch nehmen, was sich allerdings durch die Inrechnungstellung der Anfahrtswege wohl zumeist nur für grenznah wohnende Deutsche lohnen wird – wenn überhaupt. Und so ist für viele Ofenbesitzer, die sich durch die Vertreter der Schornsteinfegerzunft gegängelt fühlen, der Schritt zu mehr Wettbewerb wohl eher symbolischer Natur. Sie dürfen jetzt zwar Mess- und Wartungsaufgaben von Dienstleistern durchführen lassen, der Schornsteinfeger wird in Zukunft trotzdem einmal im Jahr klingeln – mindestens. Kontrollen und die Feuerstättenbeschau bleiben ihnen weiterhin konkurrenzlos überlassen. Wirtschaftsminister Glos weiß auch, warum: „Das Schornsteinfegerhandwerk leistet einen wichtigen Beitrag für die Feuersicherheit und den Umweltschutz in Deutschland“.

Schornsteinfeger – der alleinige Herr über sichere Öfen?

Viele Hausbesitzer, die mit den schwarzen Männern auf Kriegsfuß stehen, sehen das freilich anders. Moderne, wartungsarme Öfen würden auch ohne die jährliche Beschau sicher und umweltschonend arbeiten, anstehende Kontrollen könnten auch von anderen Fachleuten ausgeführt werden. Das Monopol diene weder Sicherheit noch Umwelt, sondern nur, damit sie die elitäre Kaste der Feger die Pfründe sichern kann. Auf Schornsteinfeger-kritischen Webseiten wie www.schornsteinfegermonopol.de lassen sich dann auch haarsträubende Geschichten von selbstherrlichen Fegemeistern nachlesen, die ihre Kundschaft ihm sicheren Hafen der Konkurrenzlosigkeit ziemlich dreist behandelten. Kundenorientierung und Dienstleistungsgedanke? Bei so manchen scheinen das selbst im Jahre 2009 noch Fremdwörter zu sein. Auch nur so ist es zu erklären, dass sich einige Schornsteinfeger vor den neuen Mitbewerbern fürchten. Der Iserlohner Obermeister Knaup befürchtet: „Wenn wir jetzt im Wettbewerb wären und müssten den Kunden behalten, dann müssten wir vielleicht Gefälligkeitsbescheinigungen ausschreiben und dadurch würde die Sicherheit den Bach runtergehen.“ Diese Haltung liest sich in Zeiten der Globalisierung wie ein Relikt aus der Steinzeit. Aber längst nicht alle Schornsteinfeger begreifen den Verlust des Protektorates als Gefahr für Geschäft und Sicherheit. Thomas Klaube, Schornsteinfeger aus dem Sachsen-Anhaltinischen Sangerhausen, sieht auch die Chancen des neuen Gesetzes: „Die Liberalisierung wird sich hoffentlich auf die Qualität niederschlagen und den schon vorhanden hohen Standard in vielen Betrieben noch erhöhen.“ Und weiter: “Ein weiterer Vorteil für das Schornsteinfegerhandwerk ist es, dass man nun endlich betriebswirtschaftliches Wissen nutzen kann, um die Dienstleistungsvielfalt ausweiten und damit Umsätze und Gewinne erhöhen.“

Aufbruch statt Jammern

Und so erscheint es einem, das vor allem diejenigen um ihre Existenz fürchten, die sich zu lange auf ihrem Monopol ausgeruht haben, denen die Kundenzufriedenheit egal war und die sich der neuen Situation nicht stellen wollen oder können. Diese Befürchtung hat Thomas Klaube nicht, im Gegenteil. Lediglich ein verschwindend geringer Prozentsatz von 0,5% sei mit der Zwangsüberprüfung in der Vergangenheit unglücklich gewesen, eine große Mehrzahl von 85% dagegen sei sehr zufrieden. Zudem habe noch niemand aus seinem Kundenkreis signalisiert, den Dienstleister zu wechseln, im Gegenteil, Fremdkunden haben ihn angesprochen, die Schornsteinfegerarbeiten zu übernehmen.

Und wie steht er zur Gesetzesnovelle? Thomas Klaube: „Es ist gut, dass die Gesetzesänderung nun vollzogen ist, die Unklarheit der letzten Jahre hat viele Kollegen verunsichert.“ Und so rechne er zwar noch mit einigen Anpassungen und Optimierungen, bringt es aber dann treffend auf den (Schluss)Punkt: „Ich sehe der Zukunft positiv entgegen. Im traditionellen Outfit möchte ich innovativ in die Zukunft gehen.“


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15 Kommentare zu Das Kehrmonopol – ein rein deutsches “Problem”?

  1. Bei allem Verständnis für mehr Wettbewerb, aber Wartung und Kontrolle dürfen auf keinen Fall in einer Hand liegen! Denn was bringt ein Gesetz oder festgelegte Grenzwerte, wenn ich meine eigene Arbeit (die Wartung) hinterher selbst überprüfen ( Messung) kann?! Ich bescheinige mir doch stets “ganz hervorragende Arbeit”, egal wie die Werte tatsächlich aussehen.
    Ein neutraler Begutachter ist für die sinnvolle Ausführung solcher Umwelt-, Brand- und Sicherheitsgesetze deshalb zwingend notwendig. Das man sich einen Schornsteinfeger demnächst grundsätzlich aussuchen kann, ist zu begrüßen. Dass man aber SHK-Handwerk, als ausführendes Gewerbe, und Schornsteinfeger-Handwerk, als neutraler Begutachter, vermischen will, ist der falsche Weg und schadet sowohl der Umwelt als auch der Brandsicherheit. Denn der Kunde wird sich stets denjenigen Handwerker aussuchen, der seine Anlage (egal in welchem Zustand) stets “durchkommen” lassen wird….

    Bilder aus der täglichen Arbeit eines Schornsteinfegers, die zeigen wie wichtig diese Arbeit auch heute noch ist :

    http://www.schornsteinfeger-maengel.de

    Und sehr aktuell zum Thema Schornsteinbrand:

    http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1160320

  2. Schornsteinfeger – Gesetz gegen die Bevölkerung?

    Am 28.11.08 wurde im Bundesgesetzblatt das “Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens” bekannt gegeben. Die Einteilung Deutschlands in Kehrbezirke für Schornsteinfeger aus dem Jahre 1935 bleibt erhalten. Haben damit die „Bezirksschornsteinfegermeister“ ihre finanziellen Interessen gegen den Rest der Bevölkerung durchgesetzt?

    Die Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol , Sektion Bayern, fordert die Bevölkerung auf, sich weiter gegen das Schornsteinfegermonopol zu wehren.

    Allen Einwendungen zum Trotz hat sich die Schornsteinfegerlobby durchgesetzt. Gegen die Meinung vieler Ingenieure und Naturwissenschaftler und gegen die Meinung großer Verbände wurde die in der NS-Zeit eingeführte Einteilung Deutschlands in Kehrbezirke für Schornsteinfeger fortgeschrieben. Unsere Demokratie wird so zum Abkassiermodell für straff organisierte Lobby-Gruppen. Prof. Dr. Helmut Seitz, TU Dresden, Empirische Finanzwissenschaft und Finanzpolitik, spricht von massiver Lobby-Tätigkeit der Schornsteinfeger.
    Siehe Seite 19:
    http://www.bundestag.de/parlament/gremien/foederalismus2/drucksachen/kdrs075.pdf

    Hier einige negative Aussagen aus der Bevölkerung zur Schornsteinfeger – Tätigkeit:

    A) Satire

    – Kabarettist Ramon Chormann : “Er zürnt über teure Schornsteinfeger: “Der braucht drei Minute um festzustellen, dass mein Heizung funktioniert, obwohl er durch die warme Wohnung geschlappt ist. Und dafür kassiert er 33,88!” So nimmt er Alltägliches auf die Schippe, Situationen eben, die jeder im Publikum kennt und nachvollziehen kann.”
    Siehe:
    http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3530297

    – Roger Boyes Buch “How to be a Kraut” Deutschland-Korrespondent der London Times : “Zehn Berufe, die es nur in Deutschland geben kann”:

    “Schornsteinfeger: ein Berufsstand, der in allen anderen europäischen Ländern langsam ausstirbt. Nicht so in Deutschland. Dank der mafiösen Strukturen des Verbandes, der sich immer noch auf ein 1937 unter Himmler eingeführtes Gesetz beruft, dürfen diese zwielichtigen, schwarzgewandeten deutschen Glückssymbole jederzeit in Ihre Wohnung eindringen und Ihren Schornstein inspizieren- selbst wenn Sie gar keinen haben.”
    Siehe Seite 4:
    http://rogerboyes.com.dd13706.kasserver.com/WP/wp-content/uploads/2008/05/howtobe.pdf

    B) Ingenieure und Naturwissenschaftler

    – Herfurth Dirk- Gunter Dipl.- Ing. Bundesweit bekanntgegebener Sachverständiger nach § 29 a BImSchG

    “Wo keine Feuergefahr (die ein Schornsteinfeger verhindern könnte) besteht, wie z. B. bei modernen Öl- oder Gas- Feuerstätten, braucht ein Schornsteinfeger auch nicht für Feuersicherheit zu sorgen.”

    – Luther Gerhard, Dipl. Physiker, Dr., in der Verbandszeitung der Ingenieure ( VDI-Nachrichten )

    Vorschlag : “Die Messungen nach 1.BImSchV werden aufgegeben oder zumindest stark zurückgefahren.”

    C) Verbände

    – Bund der Energieverbraucher e.V.

    ” … hat der Bund der Energieverbraucher e.V. die oft unsinnigen und überzogenen Schornsteinfegerarbeiten kritisiert. Der staatliche Zwang zur Messung sei für häusliche Gas- und Ölheizungen zumindest in jährlichen Intervallen nicht zu rechtfertigen.”
    Siehe:
    http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=9914

    – GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

    “Man hätte das Monopol dieses Berufsstandes komplett aufheben müssen. Damit hätten Vermieter und Mieter viele Millionen Euro gespart.” … “Der Schornsteinfeger ist dann so überflüssig wie der Heizer auf der E-Lok.”
    Siehe:
    http://www.sueddeutsche.de/858383/478/2651396/Ueberfluessig-wie-der-Heizer-auf-der-E-Lok.html

    – Die bayerischen Eigentümerverbände kritisieren die Neuregelung des Schornsteinfegerwesens:

    “Die Neuregelungen erzeugen ein riesiges Bürokratiemonster, weil die Kehrarbeiten jetzt nochmals überprüft werden müssen”
    Siehe:
    http://www.sueddeutsche.de/055381/647/2651397/Ein-Schuss-in-den-Ofen.html

    D) Parteien

    FDP :
    Bürgerforum “Schornsteinfeger raus aus meinem Haus!”
    “Seit Jahren gibt es kaum noch Schornsteine zu fegen, trotzdem werden Sie mehrfach zur Kasse gebeten. Es entbehrt jeder Vernunft, …”

    Grüne :
    Künast als Verbraucherschutzministerien 2005 :
    “Schornsteinfegermonopol komplett abschaffen!“

    E) Heizungshandwerk (SHK)

    ZSHK – Zentralverband Sanitär Heizung Klima

    … “Möglichkeit, die unsinnigen Doppelmessungen nach BImSchV, die den Bürger mit mehr als 240 Mio. Euro jährlich unnötig belasten, durch die Anerkennung der Messung autorisierter Fachbetriebe zu ersetzen.”

    Hans-Udo Granzner, Innungsobermeister der SHK-Innung
    “Findet der Goldgräber kein Gold mehr in seinem Claim, dann verlässt er ihn. Findet der Schornsteinfeger keinen Ruß mehr in seinem Kehrbezirk, dann lassen sich andere etwas für ihn einfallen”

    F) Interessengemeinschaften

    Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol – http://www.kontra-schornsteinfeger.de
    Interessengemeinschaft für ein zeitgemässes Schornsteinfegerwesen – http://www.schornsteinfegermonopol.de

    Deutschland wandelt sich von einer repräsentativen Demokratie zum Lobby-Staat. Wenn es so weiter geht, werden in Deutschland bald die Lobbyisten Gesetze schreiben, die die Parlamentarier nur noch abnicken. Vielleicht sind wir auch schon so weit. Die politische Verantwortung an der Beibehaltung der Bezirke aus der NS-Zeit und der Pfründe der Bezirksschornsteinfegermeister tragen unserer Meinung nach CDU / CSU und SPD.

    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker

    Cecilie-Vogt-Weg 9
    93055 Regensburg
    Tel. 0941 77 501
    e-mail : [email protected]
    http://www.monopole.de

  3. G sagt:

    Alles wird gut!!!

  4. G.Lotzenoff sagt:

    Erstaunlich, die Reflexe beider Seiten scheinen sehr gut zu funktionieren.

  5. Schneemann sagt:

    @ Joachim Datko,

    wie gut das der Kollege in Regensburg dann sie ab 2013 nicht mehr betreuen muss.
    Und wie gut, das dies dann auch das Ordnungsamt übernimmt.

  6. Paul Theisen sagt:

    Wer das deutsche Schornsteinfegersystem gutheißt, sollte sich die folgenden sechs Fragen stellen:

    1. Warum fand unser – in der NS-Zeit entstandenes – Schornsteinfegerwesen keine Nachahmer?
    Ist doch Deutschland sonst in vielerlei Hinsicht tonangebend!

    2. Warum werden die von der Schornsteinfegerlobby veröffentlichten Daten über auftretende Mängel, deren erfolgreiche Beseitigung sie sich anmaßen, durch den Gesetzgeber ungeprüft übernommen?
    Das gleiche gilt aber auch für die hinausposaunte Rückständigkeit in Sicherheitsaspekten in anderen Ländern.

    3. Sind die Regierungen anderer Länder etwa nicht um die Sicherheit ihrer Bürger besorgt?

    4. Warum sind die Schornsteinfeger hundertprozentig Mitglieder Ihrer Innung?
    Dies ist bei keinem im Wettbewerb stehenden anderen Handwerk der Fall!

    5. Warum sind die Innungsbeiträge der Schornsteinfeger viel höher als bei anderen Handwerken?
    Wozu dienen diese enormen Summen – von WIWO als Kriegskasse tituliert?

    6. Warum maßt sich die Bundesregierung an, über die Köpfe seiner Bürger hinweg, ein mit mafiosen Strukturen durchsetztes System wegen angeblicher Sicherheitsbedürfnissen aufrecht zu erhalten?

  7. Zu “14. Januar 2009 um 15:47 @ Joachim Datko, wie gut das der Kollege in Regensburg dann sie ab 2013 nicht mehr betreuen muss.”
    ===
    Er wird auch mit der modifizierten Gesetzeslage “seine Finger in meinem Geldbeutel haben”. Die ab 1935 eingeführten Bezirke für Schornsteinfeger bleiben erhalten.

    Siehe auch:
    http://62.111.66.178/sixcms/list.php?page=gea_suche_druckversion&skip=5&svvt=obermeister

    Geschäftsführer der Innung Sanitär-Heizung-Klima – Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Reutlingen
    Ewald Heinzelmann

    Gebremster Kehraus im Kehrbezirk
    ( Modifikation Schornsteinfegergesetz ): »Das ist etwas, das eigentlich nicht mehr in unsere Zeit passt« … »Die Chance wurde vom Gesetzgeber nicht genutzt. Offensichtlich ist es ein reines Schutzgesetz«
    ==========================
    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker – Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol – Sektion Bayern –
    Portal : http://www.kontra-schornsteinfeger.de
    Forum: http://www.schornsteinfeger-ko.de

  8. Socyl sagt:

    Was haben die Bundesbürger den Politikern angetan, dass Sie sie mit einem solchen Schwachsinn (Schornsteinfegergesetz usw.) bestraften. Reicht es nicht, dass sie (die Politiker ) auf Kosten der Bevölkerung ein wohlbehütestes und hochdotiertes Leben führen können? Muss die Bevölkerung den technischen Unsinn dieser Kostümträger und Sozialschmarotzer auch noch mitfinanzieren? Wir leben nicht mehr im Mittelalter, sondern im 21. Jahrhundert mit entsprechenden Bauten und technischem Gerät. Wenn die Politiker eine Clownstruppe für den Jahreswechsl benötigt, soll sie dies von der unversteuerten Pauschale ihrer Diäten finanzieren. Die Bevölkerung hat andere Möglichkeiten ihr Geld auszugeben, als die Angehörigen dieser mafiösen Vereinigung fürstlich zu ernähren. Von dem herrschaftlichen Getue dieser schwarzen Bande einmal ganz abgesehen. Dass diese schwarzen Gesellen jedes Jahr rund 19.000.000. Kg CO2 für Nichts in die Umwelt blasen, sei am Rande festgestellt.

  9. Holger Schmidt sagt:

    Anwort zu Joachim Datko
    Die Kehrbezirke wurden schon vor 1935 eingeteilt.
    Das was Sie und die IG`ler hier verbreiten entspricht nicht der wahrheit.
    Wir wissen alle das Sie ein großer Schornsteinfegerhasser sind.
    Halten Sie sich an die gültigen Gesetze dann brauchen Sie auch keine Bußgelder bezahlen.
    Wie bei Ihren Kollegen Hern Theißen ca. 14.000 DM an Bußgeld.

    E 165 II Bü 147
    Kaminfeger, Kaminfegerordnung
    Enthält u.a.: Zusammenstellung der persönlichen Verhältnisse von Bewerbern auf Kaminfegerstellen, Disziplinarverfahren gegen Kaminfeger, Rechtsverhältnisse der Kaminfegergehilfen, Bericht der Oberämter über die Handhabung der geänderten Kaminfegerordnung, Neueinteilung der Kehrbezirke, Zusammenstellung der Kehrbezirke im Donau-Kreis, Kaminreinigungsgebühren, Broschüren, Aushang der Berufsgenossenschaft mit Unfallverhütungsvorschriften, Meisterbeschwerdeliste, Gehilfenbeschwerdeliste
    Darin: Der Teckbote Nr. 75, 87. Jhg., 1918; Karte: “Skizze zum Entwurf der Kehrbezirks-Neueinteilung im Donau-Kreis”, 1918; Waldseer Tagblatt Nr. 56, 87. Jhg., Waldsee 1919; Süddeutsche Kaminfeger-Zeitung Nr. 17, Stuttgart 1919; Karte der Kehrbezirke im Donaukreis o.D..
    1 Bü. 1838-1919

    E 165 II Bü 146
    Kaminfeger, Kaminfegerordnung
    Enthält u.a.: Neuregelung der Kehrgebühren, Besetzung der Kaminfegerbezirke, Gehilfen-Bewerbungslisten, Übersicht über die Kehrbezirke des Schwarzwaldkreises, Änderung der Kaminfegerordnung, Disziplinarverfahren gegen Kaminfeger, Zusammenstellung der Handhabung der Kaminfegerordnung in den Oberämtern
    Darin: Süddeutsche Kaminfeger-Zeitung Nr. 24, Stuttgart 1918.
    1 Bü. Qu. 1-196 1865-1920

    E 165 II Bü 145
    Kaminfeger und Kaminfegerordnung
    Enthält u.a.: Änderung der Kaminfegerordnung, Unfallverhütungsvorschriften, Pensionierung der Kehrbezirksinhaber mit 70 Jahren, Kaminfegergebühren, Satzungen der Berufsgenossenschaft der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reichs und des Württembergischen Kaminfeger-Innungs-Verbandes
    Darin: Süddeutsche Kaminfeger-Zeitung Nr. 17, 21. Jhg., Dornstetten 1921; Deutscher Schornsteinfeger, Nr. 22, 25. Jhg., Berlin 1931; Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Bayern Nr. 18, München 1930.
    1 Bü. Qu. 1-156 1930-1935

    E 165 II Bü 144
    Kaminfeger und Kaminfegerordnung
    Enthält u.a.: Einführung von Kehrbüchern, Zuweisung von Kehrbezirken, Änderung der Kaminfegerordnung, Lehrlingsausbildung, Verringerung der Kehrtermine
    Darin: Hessisches Regierungsblatt Nr. 4, Darmstadt 1921; Badisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 75, Karlsruhe 1921; Sächsisches Gesetzblatt Nr. 6, Dresden 1922; Zeitschrift “Organ für Schornsteinfegerwesen” Nr. 22/23, 50. Jhg., Berlin 1923; Nr. 1, 2, 31. Jhg., Berlin 1924, Nr. 12, 50. Jhg., Berlin 1923, Beilage “Schornsteinfeger und Technik” Juni 1923, Nr. 14, 52. Jhg., Berlin 1925; “Ohne Kehrbezirke kein Kehrzwang – ohne Kehrzwang keine Feuersicherheit” von Dr. Ludwig Eugen Richter, Druck, Berlin 1925; “Rechtsfragen des Schornsteinfegerhandwerks” von Dr. Ludwig Richter; “Fragen des Kehrbezirkswesens” von Dr. Sander; “Wohin führt der Weg der Heizungstechnik” von Dr. Ludwig Eugen Richter, Mecklenburg-Strelitzscher Amtlicher Anzeiger Nr. 70, Neustrelitz 1923.
    1 Bü. Qu. 1-570 1922-1930

  10. G.Lotzenoff sagt:

    @ Holger Schmidt

    Was bringt es denn, dass sie, genauso wie Herr Datko, ihre vorgefertigten, ellenlangen Sermons runterbeten? Eine Diskussion ist das jedefalls nicht, es erinnert eher an die Stellungskriege aus dem 1.WK, die keine Seite auch nur einen Zentimeter voran brachten. Und ob die Einteilung nun aus der NS-Zeit stammt oder noch älter ist – wen juckts?

    Man muss doch auch zugeben, daß die Schornsteinfeger ein absolut seltsames Monopol besitzen, daß weder durch irgendwelche Superqualifikationen noch besondere Leistungen gerechtfertigt ist, nicht mal das Argument “Wartung und Kontrolle nicht in einer Hand” zieht da wirklich. Es gibt doch mehrere Betriebe, die jeweils eins davon übernehmen können. Dazu braucht es keinen Zwangsdienst der Schornsteinfeger.

    Wie im Artikel schon beschrieben scheint es so, daß einige Schornsteinfeger einfach nur Schiss vor Veränderung und Wettbewerb haben. Wenn sie in den letzten Jahren ein Vertrauensverhältnis zu ihren Kunden aufgebaut und auch schon mal was von Service und Dienstleistung gehört haben, brauchen sie auch sicherlich keine Angst vor dem Wettbewerb haben.

  11. Schneemann sagt:

    # Schneemann sagt:
    14. Januar 2009 um 15:47

    @ Joachim Datko,

    wie gut das der Kollege in Regensburg dann sie ab 2013 nicht mehr betreuen muss.
    Und wie gut, das dies dann auch das Ordnungsamt übernimmt.

    gilt natürlich auch für Herrn Theisen…

  12. Zu “G.Lotzenoff sagt: 15. Januar 2009 um 07:38″
    ================
    Viele Menschen halten das Schornsteinfegermonopol für eigennützig. Es kann doch nicht meine Aufgabe sein, den Schornsteinfegern ein Luxusleben zu finanzieren. Ich brauche keinen Schornsteinfeger, ich habe eine Erdgasheizung.

    – Dr. Dr. Horst Poller von Haus & Grund Württemberg hat die Schornsteinfeger ein Symbol für nutzlose Beschäftigung, für Monopolisten und für Lobbyisten genannt.
    Siehe:
    http://www.sueddeutsche-wohnwirtschaft.de/sites/artikel.php?artikel_id=126

    http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3530297
    25.11.2008
    Kabarettist Ramon Chormann

    “Er zürnt über teure Schornsteinfeger: “Der braucht drei Minute um festzustellen, dass mein Heizung funktioniert, obwohl er durch e warm Wohnung geschlappt ist. Und dafür kassiert er 33,88!” So nimmt er Alltägliches auf die Schippe, Situationen eben, die jeder im Publikum kennt und nachvollziehen kann.”

    – Hans-Udo Granzner, Innungsobermeister der SHK-Innung
    “Findet der Goldgräber kein Gold mehr in seinem Claim, dann verlässt er ihn. Findet der Schornsteinfeger keinen Ruß mehr in seinem Kehrbezirk, dann lassen sich andere etwas für ihn einfallen”
    ====================
    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker – Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol – Sektion Bayern – Portal : http://www.kontra-schornsteinfeger.de – Forum: http://www.schornsteinfeger-ko.de

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  15. Nicole Heit sagt:

    Mit allen Mitteln gegen Freie
    In der Übergangsphase zum neuen Schornsteinfeger-Handwerksgesetz besteht die Möglichkeit, einen Schornsteinfegerbetrieb (sogenannte Freie Schornsteinfeger) der Europäischen Union oder der Schweiz mit Kehr- und Überprüfungsarbeiten zu beauftragen. Erlaubt heißt aber längst nicht, daß die Kaminkehrer aus dem Ausland bei den Schornsteinfeger-Innungen in Deutschland willkommen sind.
    Roman Heit, angestellter Schornsteinfegergeselle bei dem Wolfsberger Rauchfangkehrmeister Jürgen Maier aus Österreich, bekam und bekommt diese offene Mißbilligung zu spüren. Dreimal kehrte er im Auftrag seines Arbeitgebers in Berlin. Prompt flatterte Heit ein Schreiben von Rußtizia e. V. ins Haus, in dem ihm die „Einleitung von Maßnahmen“ angedroht wird, sollte er keine Unterlassungserklärung abgeben. Präsident dieses Vereins, der, wie es im Brief heißt, „auf die Einhaltung wettbewerbs- und berufsrechtlicher Vorgaben hinwirkt“, ist Heiko Kirmes, Bezirksschornsteinfeger- und Landesinnungsmeister im Vorstand der Berliner Schornsteinfegermeister-Innung.
    Nachdem die Drohung ihre Wirkung verfehlte, folgte eine Untersagungsverfügung mit Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von 500 Euro von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Wie Roman Heit dem VDGN mitteilte, beschäftigen sich derzeit sowohl das Verwaltungsgericht als auch die Europäische Kommission Binnenmarkt und Dienstleistungen mit seinem „Fall“. Er würde sich gern außergerichtlich einigen, doch ein Berufsverbot könne er nicht einfach akzeptieren. Und von Drohungen wolle er sich auch nicht einschüchtern lassen.
    Unterstützung und Rückhalt findet Roman Heit bei Kunden, wie beispielsweise bei Georg Linke in Berlin-Karow. „Es kann nicht sein, daß mir vorgeschrieben wird, welcher Schornsteinfeger zu mir kommt“, sagte er verärgert. Mit seinem zuständigen Bezirksschornsteinfeger habe er Ärger wegen zu hoher Rechnungen gehabt. Und für Antworten auf seine Fragen sollte er zudem auch noch bezahlen. Er wünsche sich bei den Schornsteinfegern ein System, daß dem TÜV ähnlich ist – bei freier Auswahl des TÜV-Anbieters versteht sich.
    Werner Jurisch aus Berlin-Hellersdorf engagiert sich ebenfalls gegen die Monopolstellung der Schornsteinfeger. „Derzeit ist das ein Überwachungsverein mit der Lizenz zum Gelddrucken“, äußerte er ärgerlich. Deshalb sei er zu einem „Freien“ gewechselt. Den notwendigen Feuerstättenbescheid bekam er reibungslos für 12,50 Euro.
    Kleinbeigeben will keiner von ihnen – bis das Monopol wirklich abgeschafft ist. Nicole Heit, Inhaberin der Firma „Freie Schornsteinfeger Wahl“ (EU-Schornsteinfegermaklerin) und Ehefrau von Roman Heit, setzt sich ebenfalls für die Auflösung des Monopols ein. Sie berät interessierte Kunden und vermittelt Freie Schornsteinfeger: „Ich möchte, daß der Schornsteinfeger wieder seinen guten Ruf von früher zurückgewinnt. Da haben sich die Leute richtig gefreut, wenn der Glücksbringer ins Haus kam und versucht ein wenig Ruß an ihre Fingerspitzen zu bekommen. Aber heute, nur Abzocke.“

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