Betrug bei Ostsee-Immobilien richtet Schaden von mehreren Millionen Euro an

3. Februar 2009 | von

Mit Schein-Immobilien am Timmendorfer Strand hat ein Hamburger Kaufmann Interessenten, Architekten und Makler gefoppt – und einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. Die Lübecker Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wohnen, wo andere Urlaub machen – diesen Traum vieler Menschen machte sich ein Hamburger Geschäftsmann zunutze. Er warb mit dem Vorhaben, 60 Wohnungen im beliebten Küstenort Timmendorfer Strand bauen zu wollen. Mit einem notariell beglaubigten Kaufvertrag für das Grundstück beauftragte er eine Timmendorfer Maklerin, die Immobilien an den Mann zu bringen – für einen Kaufpreis zwischen 70.000 und 150.000 Euro. Über 100 Interessenten leistete so bereits eine Vorauszahlung von 30.000 Euro.
Doch nicht nur Käufer und Makler fielen auf die Masche herein, auch Architekten und Bauunternehmer gehören zu den Opfern. So entwarf eine Architektin erste Bauzeichnungen und Modelle der Häuser, ein Abrissunternehmer entfernte ein altes Bauernhaus vom Grundstück.
Erst als sich die Bauarbeiten immer weiter hinauszögerten und eine Baufirma, in deren Name der Betrüger auftrat, Insolvenz anmelden musste, kamen erste Zweifel am Projekt auf. Die Maklerin erstattete Anzeige, doch der Mann war nicht auffindbar – seine Hamburger Adressen waren lediglich Briefkastenfirmen.
Die Geprellten von Timmendorf sind aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die einzigen Opfer. Auch in der Türkei, auf Sylt sowie Mallorca hat die Firma Schein-Immobilien in Spitzenlagen angeboten.




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