Überhöhte Maklerprovision: lange Rückforderungsfrist für Mieter

7. Februar 2009 | von

Hat ein Mieter eine überhöhte oder zu Unrecht gezahlte Maklerprovision entrichtet, so kann er als Geschädigter diese Provision bis zu drei Jahre nach Vertragsabschluss zurückfordern. Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin.

Der Anspruch auf Rückzahlung verjährt demnach erst nach Ablauf dieser drei Jahre. Laut Wohnungsvermittlungsgesetz kann ein Makler keinen Provisionsanspruch geltend machen, wenn er gleichzeitig Eigentümer, Vermieter, Verwalter oder Mieter der von ihm zu vermittelten Wohnung ist. Des Weiteren müssen Mieter nur Provision zahlen, wenn die Arbeit des Maklers zum Erfolg geführt hat und er entsprechend eine Wohnung vermitteln konnte. Sollte ein Makler mehr als zwei Monatsmieten als Provision verlangen, so verstößt er gegen das Gesetz: es gilt für alle Makler die Obergrenze von maximal zwei Monatsmieten der fraglichen Wohnung. Nur diesen Betrag darf er in Rechnung stellen – ohne Vorauszahlungen für Heizungs- oder Betriebskosten, aber mit der gesetzlichen Mehrwertsteuer.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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3 Kommentare zu Überhöhte Maklerprovision: lange Rückforderungsfrist für Mieter

  1. Herman Koszyk sagt:

    Habe einen Makler beauftragt mein Grundstück zu verkaufen. Nach einem Jahr hat sich ein Kaufer gemeldet und der Verkauf kamm zu stande. Nach den Formalitäten bekamm ich vom Makler eine Rechnung von 5 % der Kaufsumme plus die Mehrwertsteuer.Die provision habe ich in voller Höhe bezahlt. Bei der Übergabe des Grundstückes an den Kaufer hat Er mir mitgeteilt das Er auch die 5% ,aber ohne die Mehrwertsteuer an den Makler bezahlt hat.Somit hat der Makler 10% Provision kassiert. Ist das in Ordnung?

  2. Dan A. sagt:

    Das ist definitiv zu viel. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass die Maklerprovisionen bei Kaufimmobilien/Grundstücken frei verhandelbar sind. Es ist also immer Spielraum für Verhandlungen gegeben. Zu der Maklerprovision kommt immer die MwSt. hinzu, sollte der Käufer insgesamt 5% der Kaufsumme bezahlt haben, so beträgt sein Teil der Maklerprovision den um die anteilige MwSt. reduzierten Prozentsatz, also 4,2%.

  3. Roeke sagt:

    Hallo , ich habe mal eine fragen und evtl kann mir jemand weiter helfen.

    Wir haben uns am 03.10.13 ein Objekt mit dem verkäufer angesehen und dem Kauf per Handschlag zugestimmt und uns beim Verkäufer über einen Makler informiert, doch diese wollten keinen Makler einschalten.Im Dezember erhielten wir dann plötzlich einen Brief von einem Makler für dieses Objekt….da es sich hier um eine Erbengemeinschaft handelt….naja…lange rede kurzer sinn,,,,die Immobilie kosten ca 39.000 EUR und er will von uns fast 5.800 EU haben für die vermittlung??????? die erben bezahlen wohl auch etwas an ihn….ist das überhaupt rechtens??????????

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