Der Vorstandsvorsitzende des Essener Mischkonzern Evonik, Klaus Engel, kündigte in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ an, die Immobiliensparte des Unternehmens an den Kapitalmarkt zu bringen.

Evonik will sich von seiner Immobilien-Sparte trennen
Vorher müsse der Bereich allerdings noch „fit für den Kapitalmarkt“ gemacht werden. Um den Wert der Immobilien-Sparte zu erhöhen sind Mieterhöhungen aber scheinbar noch nicht das Mittel der Wahl: „Mieterhöhungen als Mittel, um kurzfristig die Kasse zu füllen, lehne ich ab. Das widerspricht der Tradition, in der Evonik steht.“
Zudem scheint bei den derzeitig herrschenden Bedinungen auf dem Immobilienmarkt der richtige Zeitpunkt für einen Verkauf noch nicht gefunden. Engel: “In die Selbstständigkeit wollen wir sie entlassen, wenn die Märkte in einer entsprechenden Verfassung sind“.
Mit knapp 65.000 eigenen Wohnungen und einen 50%igen Anteil am Wohnungsunternehmen THS (75.000 Wohnungen) ist Evonik derzeit eine der größten deutschen Wohnungsgesellschaften. Die restlichen 50% der THS-Anteile werden von der Gewerkschaft IG BCE gehalten.
Pläne, auch den Rest der THG-Wohnungen zu verkaufen, lehnt IG-BCE-Chef Hubertus Schmoldt in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung jedoch ab: „Es gibt keine Überlegungen zu einer Abgabe unseres Anteils“.






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