In Deutschland werden immer weniger Wohnungen gebaut

11. März 2009 | von

Wenn es nach den Demografen geht, sind die Deutschen ein aussterbendes Völkchen. Immer mehr Menschen bleiben kinderlos, die Zahl der Geburten sinkt seit langer Zeit. Das hat scheinbar Auswirkungen auf den Wohnungsbau, die Anzahl der Baugenehmigungen im Jahr 2008 fiel nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

So wurde im Jahr 2008 der Bau von 151.641 neuen Wohnungen genehmigt, was einem Rückgang zum Vorjahr von 5,8 Prozent oder 9.327 Wohnungen entspricht. Zum Vergleich: Der Höchstwert der Baugenehmigungen liegt bei 713.000 Wohnungen im Jahre 1994.

Insbesondere der Bau von Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern ist überdurchschnittlich rückläufig. So wurden 2008 nur noch 73.269 Wohnungen in Einfamilienhäusern genehmigt, ein Rückgang von 6,9 Prozent zum Vorjahr. Das Eigenheim als Lebenstraum kommt damit scheinbar zunehmend aus der Mode.

Der Bau von Wohnungen in Wohnheimen nimmt dagegen prozentual gesehen deutlich zu. 2008 wurde ein Plus von 9,2 Prozent registriert, allerdings ist ihr Anteil am gesamten Wohnungsbau mit 1.433 Wohnungen eher gering.

Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden liegen dagegen im Trend. 23.090 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr eine Sanierungsmaßnahme zuteil, was die zunehmende Sensibilierung vor allem zur energetischen Sanierung verdeutlicht.




Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0
Dieser Beitrag wurde unter News abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>