Steigende Mieten durch krisengeplagte Heuschrecken?

16. März 2009 | von

Immer mehr auf Rendite getrimmte Investoren kaufen Wohnungsbestände deutscher Kommunen auf. Damit die “Heuschrecken” auch in Krisenzeiten genug Geld verdienen, könnten demnächst Mieterhöhungen ins Haus stehen, befürchtet der Deutsche Mieterbund.

Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise könnte demnächst gänzlich unerwartete Folgen für Millionen von Mietern in Deutschland haben. Denn während die Lebenshaltungskosten derzeit so niedrig wie schon lange nicht mehr sind, drohen ihnen trotzdem massive Mieterhöhungen. Der Grund sind ausländische Investoren, die in Deutschland tausende Wohnungen erworben hätten und nun „zunehmend sämtliche Mieterhöhungsspielräume ausschöpfen, um die erwarteten Renditen zu erzielen“, so der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Doch nicht nur höhere Mieten drohen. Um Geld zu sparen, würden auch Modernisierungen sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten massiv heruntergefahren. Risp krisitsierte in diesem Zusammenhang Kommunen, die ihren Wohnungsbestand leichtfertig an Investoren veräusserten, und forderte, den „weiteren Ausverkauf von Wohnungen zu bekämpfen“. Mieter, denen eine Mieterhöhung ins Haus stehe, sollten genau prüfen, ob die Forderungen auch tatsächlich berechtigt sind.




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