Berlin: Denkmalgeschütztes Schimmelpfeng-Haus wird abgerissen

18. März 2009 | von

Nach langem Hin- und Her rückt das Ende des Berliner Schimmelpfeng-Hauses immer näher. Schon in zwei Wochen sollen die Bagger anrollen und mit dem Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes am Kurfürstendamm beginnen.

Dabei ist der Abriss des erst 1960 fertiggestellten Gebäudes schon lange beschlossene Sache. Bereits 1999 entschied sich der Senat für eine Aufwertung des Stadtquartiers rund um den Kurfürstendamm und dem damit verbundenen Neubau verschiedenster Gebäude. Der erste Versuch ging allerdings schief: Als die Planierungsarbeiten am benachbarten Gelände bereits in vollem Gange waren, trat der Hauptpächter des geplanten Neubaus, die Hotelgruppe Hilton, vom Vertrag zurück. Seitdem wird die Baugrube von einer riesigen Plakatwand vor Einblicken geschützt.

Nun wird es allerdings wirklich ernst: Das Schimmelpfeng-Haus mit seinem markaten Brückengebäude über der Kantstrasse ist inzwischen komplett entmietet und wartet auf die Abrissbagger.

Neues Quartier für den Kudamm

An seiner Stelle soll nun das Zoofenster entstehen, ein dreiteiliges Gebäudeensemble mit einem knapp 118 Meter hohen Turm, der auf über 40.000 m² Fläche Platz für Büro- und Ladenflächen, Wohnungen und dem Luxushotel Waldorf-Astoria als Ankermieter bietet. Für den Hotelbereich sind ein Ballsaal, ein Restaurant sowie 242 Suiten vorgesehen.

Das Zoofenster ist dabei nur der Auftakt für eine ganze Reihe von Neubauprojekten rund um den Bahnhof Zoo. Die „City West“, wie der Bereich auch genannt wird, soll aufgewertet und von seinem Schmuddelimage befreit werden. Gleich nebenan soll so ein weiteres 120 m hohen Gebäude entstehen; der “Zoobogen” im Norden des Breitscheidplatzes mit dem Kino „Zoo-Palast“ und dem „Bikinihaus”soll umfassend saniert werden. Nur wenige Schitte weiter ist der Bau eines über 175 Meter hohen Aussichtsrades nach dem Vorbild des „London Eye“ geplant.

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