Wiederaufbau des World-Trade Centers droht Baustopp

27. März 2009 | von

Die Terroranschläge am 11. September 2001 veränderten die Welt und rissen eine klaffende Lücke in das Zentrum Manhattens. Während der amerikanische Präsident Barack Obama aktuell entschieden hat, weitere Truppen unter dem Mantel der Terrorbekämpfung nach Afghanistan zu senden, gerät derweil der Wiederaufbau des WTC offenbar ins Stocken.

Derzeit laufen die Bauarbeiten noch wie geplant, einem Bericht des Nachrichtensenders n-tv zufolge aber drohe offenbar bald ein Baustopp. Grund für die möglichen Verzögerungen sind finanzielle Schwierigkeiten des New Yorker Immobilien-Tycoons und Bauherrn Larry Silverstein.

Der 78-jährige Silverstein, der sechs Wochen vor den Anschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Centers einen 99 Jahre laufenden Mietvertrag für das WTC unterzeichnete, bat deshalb die Eigentümergesellschaft „New York Port Authority“, die neben dem WTC-Gelände auch die New Yorker Flughäfen, Straßen, Brücken und U-Bahnen verwaltet, um finanzielle Hilfe.

Gegenseitige Abhängigkeit

Silversteins Vorhaben kommt natürlich der derzeitigen Spendierlaune der amerikanischen Regierung entgegen. Tatsächlich dürfte aber auch die Stadt New York ein gesteigertes Interesse an der zügigen Fertigstellung der Gebäude des neuen World Trade Centers haben. Zum einen rechnet die Port Authority bereits jetzt mit 3,7 Mrd. Dollar Wertschöpfung aus dem Baugelände bis 2016 – durch eine Bauverzögerung dürften diese Einnahmen ausbleiben – zum anderen hängen andere Projekte wie die Fertigstellung eines Transitzentrums unter den Türmen am Fortgang der Bauarbeiten – von bis zu 26.000 Arbeitsplätzen und Millioneneschweren Aufträgen für die schwächelnde Bauindustrie ganz zu schweigen.

Silverstein seinerseits droht bei einer nicht fristgerechten Fertigstellung der Verlust der Rechte an dem Bauplatz sowie höhere Gewinnforderungen der Stadt.
Offiziell wird ein Ende der Bauarbeiten bis 2013 angepeilt, obwohl eine Verzögerung um mehrere Jahre – derzeit ist sogar von 2020 die Rede, wohl nicht mehr zu verhindern ist.

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