Neues Vergnügungszentrum für St.Pauli?

1. April 2009 | von

Hamburgs buntester Stadtteil soll ein neues kulturelles Highlight erhalten. Mit der neuen „Music Hall“ soll das Vakuum zwischen der großen Color Line Arena (11.000 Plätze), der altehrwührdigen Alsterdorfer Sporthalle (7.000 Plätze) und den kleinen Clubs mit 1.500 Plätzen geschlossen werden. Doch bevor die Träume vom neuen Szenetempel Realität werden, gilt es noch einige Klippen zu umschiffen.

Am Willen soll es jedenfalls nicht scheitern. Eine ganze Gruppe von namhaften Initiatoren aus der Hamburger Musikwirtschaftsszene hat sich gefunden, um das Projekt einer knapp 4.000 Zuschauer fassenden Halle zu forcieren, darunter Konzertveranstalter Jahnke, Christian Gerlach vom in Hamburg ansässigen Label Warner-Music; sogar Vertreter anderer Hamburger Veranstaltungsorte wie die Color-Line-Arena, der Mojo-Club sowie der Stage-Club sitzen mit im Boot. Der Tenor ist einhellig: Die Stadt braucht einen mittelgroßen Veranstaltungsort, um mit Städten wie Köln (E-Werk, Palladium) und Berlin (Columbiahalle) mithalten zu können.

Um dem kreativen, brodelnden und szenetypischen Charakter St.Paulis gerecht zu werden, soll die Halle keine reine Abspiellocation werden, die alle paar Tage für ein Konzert öffnet und nach der Veranstaltung die Pforten bis zum nächsten Event schließt. Die Ideen für den Tagesbetrieb der „St.Pauli Music Hall“ reichen von einem Restaurant über ein Café bis hin zu einem Musikinstrumente-Shop. Auch eine Probebühne für vorbereitungswillige Musiker ist angedacht.

Ein potentieller Standort für den neuen Musiktempel ist auch schon gefunden. Das Gelände der ehemaligen Rindermarkthalle bietet optimale Bedingungen auf über 31.000 m², auch der derzeitige Nutzer, ein Lebensmittelmarkt, will demnächst ausziehen.

Ein Problem gibt es dennoch: Teile der Hallenfassade sind denkmalgeschützt und ein Abriss stößt beim Leiter des Denkmalschutzamtes nicht gerade auf Begeisterung. Auch werden für die Music-Hall lediglich 4.000 m² des Geländes benötigt, für die Nutzung des restlichen Areals gibt es derzeit noch keine Pläne. St.Paulis neues Highlight ist also noch nicht in trockenen Tüchern.




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