Weniger als drei Euro pro Aktie für HRE-Aktionäre

2. April 2009 | von

Finanzminister Peer Steinbrück hat Spekulanten eine deutliche Abfuhr erteilt und will den Aktionären des kränkelnden Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate weniger als den Nennwert von drei Euro pro Aktie zahlen.

Dem Handelsblatt sagte Steinbrück: „Wer denkt, der Bund wird den Aktionären ein Angebot von drei Euro pro Aktie machen oder diesen Preis bei einer möglichen Enteignung zahlen, hat das neue Finanzmarktstabilisierungsgesetz nicht gelesen oder verstanden. Ehrlich gesagt hätte ich von den Spekulanten etwas mehr Verstand erwartet“. Anteilsinhabern werde nur so viel gezahlt, dass die Interessen des Bundes gewahrt blieben.

Der Finanzminister hofft auf die Zustimmung des Bundesrates zum Bankenrettungsgesetz, wenn dieses am Freitag zur Abstimmung steht. Im Anschluss daran werde der Bund schnell die notwendigen Maßnahmen veranlassen, um die Kontrollmehrheit an der Hypo Real Estate zu bekommen.

Nach Ansicht Steinbrücks würde ein Scheitern der Verstaatlichung ein Vielfaches der bisher und zuküftig in die Bank gesteckten Steuergelder kosten: „Ich kann Ihnen nur sagen, dass der volkswirtschaftliche Kollateralschaden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag hinauslaufen würde, wenn der Bund nicht die Kontrollmehrheit an der HRE erreichen sollte“, so der Finanzminister.




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