Bund legt Übernahmeangebot für Hypo-Real-Estate vor

9. April 2009 | von

Die Bundesregierung hat die Karten auf den Tisch gelegt: Die Anteilsinhaber der dahinsiechenden Immobilienbank sollen 1,39 Euro pro Aktie bekommen. Damit liegt das freiwillige Übernahmeangebot knapp 19 Cent über dem Kurs des Vorabends.

Die Bundesrepublik will mit dem am Donnerstagabend vorgelegten Angebot mehr zahlen, als in den letzten Tagen kolportiert wurde. In Börsenkreisen ging man von einem Preis von rund 1,26 Euro je Aktie aus. Ingesamt will der Bund damit knapp 290 Millionen Euro für die schwer angeschlagene Bank bieten, was einem Aktienpreis von 1,39 Euro entspricht.

Gegenüber dem Vortageskurs des Papiers wäre das ein Aufschlag von 16 Prozent, als das Papier zu Börsenschluss im MDax bei 1,20 Euro notierte. Im Verstaatlichungsgesetz ist als Mindestprämie ein Aufschlag von 10 Prozent vorgeschrieben.

Erst am Dienstag hatte Bundespräsident Köhler mit der Unterzeichnung des sogenannten Rettungsübernahmegesetzes den Weg für die Verstaatlichung der Bank freigemacht. Der Bund benötigt noch 42,3 Prozent der Aktien, um auf einer einzuberufenden Aktionärsversammlung eine Kapitalerhöhung zu beschließen. In einem ersten Schritt übernahm der Bund bereits 8,7 Prozent der Anteile.
Der Bund strebt eine 100%ige Übernahme der Bank an, um den Immobilienfinanzierer langfristig zu stabilisieren. Dem steht allerdings noch die ablehnende Haltung des Großaktionärs JC Flowers entgegen, der auch weiterhin Anteilseigner der Bank bleiben will.




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