Mieter muss Schönheitsreparaturen nicht immer hinnehmen

11. April 2009 | von

Fehlen in einem Mietvertrag Klauseln zu Schönheitsreparaturen und etwaigen Kleinreparaturen beim Auszug, so gilt die gesetzliche Regelung, dass Vermieter für diese Arbeiten aufkommen müssen.

Meistens ist es jedoch so, dass ein Vermieter genau diese Aufgaben schriftlich fixiert und auf den Mieter abwälzt. Dies ist zwar erlaubt, doch sind manche Schönheitsreparaturen selbst bei einer schriftlichen Erwähnung im Mietvertrag nicht auf den Mieter übertragbar, soll heißen, der Mieter muss nicht jede Arbeit hinnehmen.

So gilt zum Beispiel das äußere Streichen von Fenstern als Schuss über die Ziellinie hinaus und muss vom Mieter nicht erledigt werden. Laut Deutschen Anwaltsverein sind pauschale Klauseln, die besagen, dass Fenster und Türen gestrichen werden müssen, unwirksam. Der Verein beruft sich auf ein Urteil des Kammergerichts Berlin, das entschieden hatte, dass eine solche Formulierung Mieter unangemessen benachteiligen würde. (Az.: 8 U 77/07).

Der Begriff Schönheitsreparaturen bestimmt alle Arbeiten, die ein Mieter mit Pinsel, Farbe und Spachtel erledigen kann. Dazu zählen Decken und Wände, das Streichen der Innentüren, Fenster und Heizungen und deren Leitungen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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