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    Immobilien-News und Themen Kalenderwoche 16-2009

    geschrieben am 19. April 2009 mit einem Kommentar

    Einzelhändler in der Krise: Immer mehr Kaufhäuser wollen oder müssen sich von ihren Filialen trennen. Neue Projekte stehen auf der Kippe, alte werden zur riesigen Litfaßsäule, Städte wachsen plötzlich gen Himmel. Es gibt nichts, was es nicht gibt:

    Zwei Wochen Bedenkzeit für HRE-Aktionäre. Die HRE-Aktionäre haben nach der Genehmigung des Angebotes von 1,39 Euro pro Aktio durch die Bafin nun bis zum 05.05.09 Zeit, ihr Aktien zu verkaufen. Nach Ablauf der Frist wird der Sofin versuchen, durch Kapitalerhöhung, Zwangsabfindung und Enteignung eine vollständige Übernahme der Bank zu erreichen. [Welt]

    Immobilien bieten keinen Schutz vor Inflation. Einer aktuellen Studie durch Bulwien Gesa im Auftrag des Wohnungsunternehmens GBW-Gruppe zufolge bieten Immobilien meist keinen Schutz vor Inflation. Während die Verbrauchspreise seit 1975 und 130 Prozent stiegen, legten Mieten und Kaufpreise für Häuser im gleichen Zeitraum lediglich um 105 Prozent zu. [FTD]

    Pfandbriefe wieder im Kommen. Der Staats- und Immobilienfinanzierer Eurohyp stockt einen Jumbo-Hypothekenpfandbrief nachträglich um 125 Millionen auf 1,125 Milliarden Euro auf. Der mit Immobiliendarlehen oder Krediten an die öffentliche Hand unterlegte Pfandbrief ist bei Investoren beliebt, da er als relativ sicher gilt. [Reuters] [mehr » ]



    Woolworth Filialen heiß begehrt

    geschrieben am 18. April 2009

    Winterschlussverkauf mal anders: die Filialen des angeschlagenen Warenhausriesen Woolworth scheinen bei der Konkurrenz auf großes Interesse zu stoßen.

    In der Samstagsausgabe der Zeitung „die Welt“ äußern sich die ersten Interessenten für die Filialen der insolventen Warenhauskette Woolworth. Neben der Drogeriemarktkette Rossmann und der Schuhhandelskette Deichmann melden auch der Textildiscounter KiK sowie Deichmann-Konkurrent Reno großes Interesse an zahlreichen Standorten des Traditionsunternehmens.

    Ein Sprecher von „KiK“ bestätigte dem Blatt, dass man durchaus Interesse an den Standorten habe, aber „nicht zu den aktuellen Mietpreiskonditionen“. Derzeit seien noch keine Gespräche mit dem Insolvenzverwalter von Woolworth forciert worden.

    Woolworth stellte vor einer Woche wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag. Von einer Pleite wären in über 300 Filialen rund 9000 Mitarbeitern betroffen. Der Insolvenzverwalter bestätigte bereits Interesse einiger möglicher Investoren, ohne weiter auf Details einzugehen.



    Passivhaus-Messe öffnet ihre Pforten

    geschrieben am 17. April 2009

    In Frankfurt am Main startet heute die internationale Leitmesse für Passivhäuser. Neben zahlreichen interessierten Bauherren werden vor allem Experten und Fachleute aus aller Welt erwartet.

    Energieeffizientes Bauen gepaart mit Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit – diese Komponenten zeichnen Passivhäuser aus. Durch richtigen Einbau verschiedener energiesparender Module kann man so bis zu 90 Prozent an Heizenergie gegenüber normalen Häusern einsparen. Solche Vorzüge werden derzeit auf dem Frankfurter Messegelände dem breiten Publikum näher gebracht und kommen in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise bei Bauwilligen sicher gut an.

    Alle Interessierten Bauherren und Fachleute können sich an den Ständen der verschiedenen Unternehmen aus der Wohnungs- und Bauwirtschaft sowie Energieversorger über den aktuellen Entwicklungsstand und Preisspiegel von Passivhäusern informieren. Dass sich die Organisatoren für Frankfurt entschieden haben, hat einen guten Grund: In den letzten Jahren entstanden allein im Raum Frankfurt mehrere hundert Passivhäuser. Weltweit wurden bereits mehr als 16.000 Einheiten dieses Typs gebaut, die meisten davon in Deutschland.

    Auch über mögliche Fördermöglichkeiten einen Passivhausbaus kann man sich informieren. Die Förderbank KfW, die für die Vergabe von zinsgünstigen Darlehen bei energieeffizienten Alt- und Neubau verantwortlich ist, wird ebenfalls auf der Messe vertreten sein.



    Vermieter müssen keine Mietspiegel versenden

    geschrieben am 17. April 2009

    In einem kürzlich bestätigten Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe wurde entschieden, dass Vermieter auf den Versand des aktuellen Mietspiegels an Mieter verzichten können, wenn dieser allgemein zugänglich ist.

    Mit dem Urteil stärkte der BGH Vermieter, die aufgrund steigender Mietpreise eine Mietanhebung mit Verweis auf den gestiegenen Mietspiegel vornehmen, ohne eine explizite Kopie des aktuellen Mietspiegels an den Mieter zu versenden.

    Im vorliegenden Fall hatte eine Wiesbadener Vermietergesellschaft die Mieten in einem Mehrfamilienhaus um gut acht Prozent angehoben und auf den für die Stadt Wiesbaden angestiegenen Mietspiegel verwiesen. In dem Mieteranschreiben lag keine Kopie des Preisspiegels bei, sondern der Verweis für die Mieter, sich bei Interesse an das Kundencenter des Unternehmens oder den örtlichen Mieterschutzbund zu wenden. Die obersten Richter entschieden, dass dieser Verweis ausreichend sei und die Formalien einer Mieterhöhung somit erfüllt sind. Man könne Mietern zumuten, sich ohne weiteres allgemein zugängliche Mietspiegel selbst zu beschaffen, so die Begründung des Gerichts. (Az. VIII ZR 74/08)



    Telekom verhüllt Berliner Fernsehturm

    geschrieben am 16. April 2009

    Der Berliner Fernsehturm hat es wahrlich nicht leicht. In mäßig unterhaltsamen TV-Produktionen wurde er schon Opfer von Tornados und Großfeuern; während der Fussball-WM 2006 musste er gar als Magenta-farbener Fussball herhalten. Nun wird Berlins höchstes Gebäude für eine neue Marketing-Aktion verhüllt.

    Der Berliner Fernsehturm wird verhüllt. Foto: Business-on

    Der Berliner Fernsehturm wird verhüllt. Foto: Business-on

    Die Würde des Fernsehturms ist unantastbar – so steht es scheinbar in keinem Gesetz. Die Deutsche Telekom, über ihre Tochterfirma Deutsche Funkturm Besitzer des in den 60er Jahren erbauten Fernsehturms, verhüllt derzeit den Turmschaft des Bauwerks. Wobei „verhüllt“ doch eher übertrieben erscheint, denn es wird einfach eine Plane drübergestülpt, die sich vom Betongrau des Restes nur minimal abhebt. Die Berliner sind seit der Verhüllung des Reichstages 1995 durch Christo wirklich ganz anderes gewohnt.

    Und als wolle der Konzern die schlechten Nachrichten der vergangenen Wochen einfach verdecken, lautet das Motto denn auch „Wir kleiden Berlin mit Liebe ein“, [mehr » ]



    Hertie, Woolworth und Adessa drohen massenhafte Filialschließungen

    geschrieben am 16. April 2009

    Abwrackprämie für alte Kleider und Hosen – vielleicht wäre das eine Maßnahme um den deutschen Einzelhandel in Zeiten der Wirtschaftskrise wieder auf Vordermann zu bringen. Dieser ist nicht davor gefeilt, ebenfalls Opfer der Rezession zu werden und verabschiedet sich langsam aber stetig von immer größeren und traditionsreichen Namen wie Hertie, Woolworth oder Adessa.

    „Zum Glück gibt´s Hertie“ so der Slogan der Essener Warenhauskette - für die 2800 Mitarbeiter derzeit alles andere als Glück. Bedenkt man den seit acht Monaten anhaltenden Insolvenzmarathon, gehen viele der Angestellten auf seelischem Zahnfleisch und fordern vehement eine Entscheidung pro Hertie. Derzeit streiten sich investitionswillige Geldgeber aus der Schweiz mit dem britischen Eigentümer um den Erhalt der Warenhauskette. [mehr » ]



    Bodenhebung in Staufen beschädigt 167 Häuser

    geschrieben am 15. April 2009

    In der südbadischen Stadt Staufen geht derzeit die Angst um: eine wahrscheinlich durch Erdbohrungen verursachte Bodenhebung beschädigt immer größere Teile der historischen Altstadt. Viele Gebäude sind inzwischen stark beschädigt, das Rathaus muss demnächst evakuiert werden.

    Die Katastrophe für Staufen verläuft im Zeitlupentempo und die Betroffenen können nur tatenlos zusehen, wie immer mehr Häuser beschädigt werden. Monat für Monat hebt sich der Boden auf einer Fläche von knapp 300 mal 300 Metern um einen Zentimeter, seit den Erdbohrungen im September 2007 sind es bereits 15 Zentimeter. Inzwischen sind die Schäden durch Hebungsrisse an 167 Gebäuden bereits so groß, daß sie abgestützt werden müssen und zum Teil einsturzbedroht sind. [mehr » ]



    Mieter darf Wohnungsbesichtigungen nicht verbieten

    geschrieben am 15. April 2009

    Vermieter haben das grundsätzliche Recht, dreimal im Monat für je 30 bis 45 Minuten eine Wohnung zu besichtigen, die zum Verkauf oder zur Weitervermietung angeboten wird. Laut Deutschem Mieterbund haben Mieter demnach nicht das Recht, diese Besuche zu verbieten.

    Der DMB beruft sich dabei auf ein aktuelles Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main (Az.: 2/17 S 194 01). Der Vermieter muss sich bei seinen Besichtigungen ebenfalls an einige Regeln und gesetzliche Vorgaben halten. So kann er laut DMB einen Architekten oder Sachverständigen mitbringen, darf aber nicht „eine Vielzahl an Personen“ zu seinem Termin mitnehmen.

    Sollte der Vermieter während seines Aufenthaltes in der Wohnung Fotos von den Zimmern und Räumlichkeiten machen, verstößt er ebenfalls gegen das Gesetz. Er ist nicht befugt, ohne Erlaubnis des Mieters, Fotos von der Mietsache zu machen. Mieter wiederum dürfen vom Vermieter und etwaigen Kaufinteressenten nicht fordern, dass diese sich die Schuhe während der Besichtigung ausziehen. Allerdings haben Mieter das Recht, von den Besuchern das Überstreifen von Filzpantoffeln oder Überschuhen aus Plastik oder Stoff zu fordern.



    Wüstenrot übernimmt Bauspar-Tochter der HypoVereinsbank

    geschrieben am 14. April 2009

    In der Bausparbranche bahnt sich ein großer Deal an: die Wüstenrot Bausparkasse AG will die Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB) übernehmen, um ihre Marktposition zu stärken. 500.000 Kunden wären betroffen.

    Damit der Kaufertrag unterzeichnet werden kann, muss allerdings erst noch das Kartellamt zustimmen. Alexander Erdland, Chef der Wüstenrot-Muttergesellschaft Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) betonte deshalb, dass mit der beabsichtigten Übernahme „die älteste deutsche Bausparkasse jetzt eine aktive Rolle in der Konsolidierung der Bausparbranche spielen wird“.

    Die HypoVereinsbank, derzeit 70prozentiger Eigner der VVB, will sich nach eigenen Aussagen zufolge von Töchtern außerhalb ihres Kerngeschäfts trennen. Stattdessen sollen in den HVB-Filialen zukünftig Bausparverträge von Wüstenrot verkauft werden. Auch bei der ERGO-Versicherungsgruppe, dem zweiten Anteilsinhaber der VVB, sollen demnächst Wüstenrot-Produkte vertrieben werden.

    Derzeit ist die Wüstenrot mit knapp 6 Millionen Kunden und einer Bausparsumme von zehn Milliarden Euro die drittgrößte Bausparkasse Deutschlands hinter Schwäbisch Hall und BHW. Mit dem Zukauf der VVB würden 500.000 Kunden mit einer Bausparsumme von knapp einer Milliarde Euro hinzukommen.



    Kippt das Berliner Großprojekt am Kudamm?

    geschrieben am 14. April 2009

    Es soll Berlins berühmtester Shoppingmeile neuen Glanz verleihen: Das neugestaltete Kudamm-Karree. Doch bisher ist seitens der Stadt noch keinerlei Baugenehmigung für das 500 Millionen teuer Unterfangen eingegangen.

    Der Investor Ballymore will eine halbe Milliarde Euro in das Großprojekt stecken und habe mit einem offenen Brief an die Stadt gedroht, dass er den Bau des Karrees stoppen werde, sollte er bis Oktober 2009 nicht die notwendigen Papiere und Genehmigungen erhalten. [mehr » ]