München: 30 Prozent mehr Miete bis 2011?

8. Mai 2009 | von

Sinkende Wohnungsmieten, wie vom Mieterbund prophezeit, werden für Münchner wohl noch lange ein Wunschtraum bleiben. Stattdessen befürchtet Rudolf Stürzer vom Haus- und Grundbesitzerverein München sogar einen Anstieg der sowieso schon hohen Mieten um bis zu 30 Prozent bis 2011.

Die Gründe für den prophezeiten Anstieg sind nach Ansicht Stürzers vielfältig. So werden in der begehrten Metropole seit Jahren nicht genug neue Wohnungen gebaut, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Vom gesteckten Ziel von 7.000 neuen Wohnungen pro Jahr werden regelmäßig nur 2/3 realisiert, während die Bevölkerungzahl kontinuierlich ansteigt. Aber auch die Wirtschaftskrise trägt ihr Scherflein zur Verteuerung der Mieten bei. Immobilien gelten als krisensichere Investments und gerade in boomenden Metropolen mit geringem Leerstand ist „Betongold“ besonders attraktiv. Für Mieter hat ein Eigentümerwechsel allerdings den Nachteil, daß der neue Vermieter die Finanzierung der Immobilie zum Teil über höhere Mieten stemmen wird. Stürzer befürchet aus diesem Grund ein Weiterdrehen der Mietspirale um bis zu 20 Prozent bei Neu-und Weitervermietungen.

Anpassung des Mietspiegels sorgt für Mietschock

Für 2011 steht nach Stürzers Meinung auch für bestehende Mietverträge eine deutliche Mieterhöhung ins Haus. Die Mieten bei bestehenden Mietverträgen richten sich nach dem Mietspiegel, der sich an den allgemeinen Lebenshaltungskosten orientiert und zuletzt im Jahr 2007 angepasst wurde. Bei der Neuerstellung werden sie die Erhöhungen auf bis zu 30 % summieren und somit auch den Mietspiegel in die Höhe treiben, orakelt Stürzer.

Und als wäre das nicht schon genug, sieht der Vorsitzende des Grundbesitzervereins auch in der Straßenausbaubeitragssatzung einen Grund für höhere Mietkosten. Die Stadt München legt die Kosten für Sanierung und Bau von Straßen auf die Eigentümer um, die diese Kosten wiederum an ihre Mieter weitergeben. Mittefristig werden etliche Mieter auch die neue Straße mitfinanzieren – sobald die Stadt ihre Rechnungen verschickt.




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