Tempelhof: Bagger rollen nicht vor 2011 an

15. Mai 2009 | von

Nach der Aufregung um die Schließung des Flughafens und die plötzliche Vermietung an die Modemesse „Bread & Butter“ ist es wieder ruhig um Tempelhof geworden. Unbeeinflusst von den Turbulenzen lief allerdings ein „Ideenwettbewerb“ zur Neugestaltung des Geländes, dessen Sieger nun gekürt wurde(n).

Insgesamt wurden während der Wettbewerbsphase 80 Vorschläge eingereicht, die von ernsthaften Entwürfen eines Wohnviertels über eher gewagte Pläne für ein Rotlichtviertel bis zu abstrusen Ideen wie einem 1000 Meter hohen Berg reichten. Letztere wurden schon während der ersten Runde aussortiert, sodass letztendlich eine überschaubare Anzahl an seriösen Vorschlägen übrigblieb.

Daß sich nun ingesamt drei Vorschläge den ersten Platz und somit auch die dotierte Prämie von 75.000 Euro teilen müssen, lässt die genaue Zukunft des Geländes weiterhin offen. Die siegreichen Ideen der Büros Graft/Kiefer (Berlin) Urban Essences/Lützow 7 (Berlin) sowie Chora/gross.max (London/Edinburg) sollen nach Vorstellung der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher (SPD) als Grundlage für die Weiterarbeit dienen und in einen Masterplan einfließen, der durch den „Entwicklungsträger Tempelhof“ weiter verfeinert wird.

Auch der Baustart für das Gelände rund um den Columbiadamm ist weiter ungewiss. Zunächst müssen noch die Eigentumsverhältnisse geklärt und der Flächennutzungsplan durch das Abgeordnetenhaus beschlossen werden, um die 104 Hektar als Bauland auszuweisen. Dementsprechend werden die ersten Bagger wohl nicht vor 2011 anrücken – über zwei Jahre nach der Schließung des Flughafens.




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