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    West LB muss sich von Westimmo trennen

    geschrieben am 18. Mai 2009 mit einem Kommentar

    Harte Auflagen für die West LB: Nachdem letzte Woche bereits über mögliche Konsequenzen für die Genehmigung von Milliardenbeihilfen spekuliert wurde, die im Zuge von Spekulationsskandal und Finanzkrise benötigt wurden, ist es nun beschlossene Sache: Die West LB muss sich von ihrer ertragsstarken Tochter Westimmo trennen.

    EU-Auflage: WestLB muss sich von WestImmo trennen.

    EU-Auflage: WestLB muss sich von WestImmo trennen.

    Die Westdeutschen ImmobilienBank AG (Westimmo) gilt als eine der lukrativsten Töchter der Nordrhein-Westfälischen Bank. Im vergangenen Jahr legte die Immobilienbank trotz Wirtschaftskrise eine glänzende Bilanz hin. So legte das Ergebnis nach Steuern um knapp 15,5 Prozent auf 121,2 Millionen Euro zu und bescherte der Bank das beste Jahr der Firmengeschichte.

    Nach dem Verkauf der Baufinanzierungssparte Anfang des Jahres konzentrierte sich die Westimmo auf die Finanzierung von Gewerbebauten und hofft trotz der Krise an den Gewerbeimmobilienmärkten auf ein solides Ergebnis für 2009.

    Der Verkauf der Westimmo ist eine von mehreren Auflagen durch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission. Um milliardenschweren Rettungsschirm in Anspruch nehmen zu dürfen, muss die Bank einen radikalen Schrumpfkurs fahren und sich von zahlreichen Tochterunternehmen trennen. Erst am Freitag wurde der Verkauf der Werberbank an die Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam bekanntgegeben.

    -> Baufinanzierung



    Immobilien-News und Themen Kalenderwoche 20-2009

    geschrieben am 18. Mai 2009 mit einem Kommentar

    Neue Berliner Messehalle, neuer Stadtpark in Berlin Moabit, neuer Berliner Flughafen und alter Berliner Flughafen - in Deutschlands Hauptstadt war diese Woche wieder mächtig was los. Aber auch Hamburg und Ansbach hatten Neuigkeiten parat.

    Berlin: Zweite Miete steigt. In den letzten zwei Jahren stiegen die Nebenkosten in der Hauptstadt nach Angaben des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) um 11 Prozent. Vor allem durch die Erhöhung der Grundsteuer und die Kosten für Wasser und Abwasser sind in Berlin überdurchschnittlich teuer. [Tagesspiegel]

    Augsburger Mieten steigen durch Zuzug von Münchnern. Immer mehr Münchner ziehen wegen der horrenden Mieten von der Isarmetropol in die Fuggerstadt am Lech, schließlich ist man dank der guten Eisenbahnverbindung in knapp 40 Minuten in der bayerischen Landeshauptstadt. Für die Augsburger hat dies allerdings den Nachteil, daß die Neu-Augsburger die Mietpreise in die Höhe treiben. So stieg der Quadratmeter Kaltmiete in den letzten Jahren von 5,50 Euro auf 6,50 Euro [TZ]

    Leverkusen: BayArena feiert Richtfest

    Nach einer bescheidenen Bundeslige-Rückrunde hatte Bayer Leverkusen mal wieder etwas zu feiern – auch wenn es nur das Richtfest der neuen BayArena war. Knapp ein Jahr nach Baubeginn steht der Rohbau der erweiterten Arena. Für Bayer bleibt da nur zu hoffen, daß auch der restliche Ausbau möglichst termingerecht vonstattengeht – im Ausweichstadion in Düsseldorf hat der Verein eine äusserst magere Bilanz. [Rheinische Post]

    Duisburger Freiheit: neues Stadtviertel für Duisburg Nicht nur in Berlin werden demnächst ausgediente Güterbahnhöfe umgestaltet. Doch während in Moabit „nur“ ein Park entsteht, wird in Duisburg gleich ein ganzer Stadtteil neu gebaut. Auf einem knapp 35 m² grossen Gebiet wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren ein Mix aus Wohn- und Bürogebäuden mit einer Parklandschaft errichtet. Bei Fertigstellung sollen bis zu 10.000 Menschen in der „Freiheit“ leben. [Westdeutsche Allgemeine Zeitung]

    Hypo Real Estate: EU genehmigt Verstaatlichung. Eine der letzten Hürden zur Verstaatlichung des schwer angeschlagenen Immobilienfinanzierers ist genommen. Die Europäische Kommission genehmigte die Übernahme des Unternehmens durch den Staat und sieht keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken. [Spiegel]



    Tempelhof: Bagger rollen nicht vor 2011 an

    geschrieben am 15. Mai 2009

    Nach der Aufregung um die Schließung des Flughafens und die plötzliche Vermietung an die Modemesse „Bread & Butter“ ist es wieder ruhig um Tempelhof geworden. Unbeeinflusst von den Turbulenzen lief allerdings ein „Ideenwettbewerb“ zur Neugestaltung des Geländes, dessen Sieger nun gekürt wurde(n).

    Insgesamt wurden während der Wettbewerbsphase 80 Vorschläge eingereicht, die von ernsthaften Entwürfen eines Wohnviertels über eher gewagte Pläne für ein Rotlichtviertel bis zu abstrusen Ideen wie einem 1000 Meter hohen Berg reichten. Letztere wurden schon während der ersten Runde aussortiert, sodass letztendlich eine überschaubare Anzahl an seriösen Vorschlägen übrigblieb.

    Daß sich nun ingesamt drei Vorschläge den ersten Platz und somit auch die dotierte Prämie von 75.000 Euro teilen müssen, lässt die genaue Zukunft des Geländes weiterhin offen. Die siegreichen Ideen der Büros Graft/Kiefer (Berlin) Urban Essences/Lützow 7 (Berlin) sowie Chora/gross.max (London/Edinburg) sollen nach Vorstellung der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher (SPD) als Grundlage für die Weiterarbeit dienen und in einen Masterplan einfließen, der durch den „Entwicklungsträger Tempelhof“ weiter verfeinert wird.

    Auch der Baustart für das Gelände rund um den Columbiadamm ist weiter ungewiss. Zunächst müssen noch die Eigentumsverhältnisse geklärt und der Flächennutzungsplan durch das Abgeordnetenhaus beschlossen werden, um die 104 Hektar als Bauland auszuweisen. Dementsprechend werden die ersten Bagger wohl nicht vor 2011 anrücken – über zwei Jahre nach der Schließung des Flughafens.



    Deutsche Büroimmobilien auf Talfahrt

    geschrieben am 15. Mai 2009 mit einem Kommentar

    Der Deutsche Büroimmobilienmarkt rutscht massiv nach unten. Laut dem German Property Index (GPI) des Analyseunternehmens BulwienGesa werden sich 2009 die Preise im Bürosegment um ein Zehntel verbilligen. Dies berichtet die Online-Ausgabe der Immobilien Zeitung.

    Dies ist der stärkste Einbruch des GPI seit der Immobilien-Rezession Ende 2002, so BulwienGesa. Demnach sank die Gesamtrendite aller in dem Index erfassten Immobilieninvestments an insgesamt 127 bundesweiten Standorten um knapp fünf Prozent. Besonders stark ist der Einbruch bei Büroimmobilien. Hier verzeichnet das Trendbarometer einen Einbruch um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

    Besonders hart werden es die Büroinvestments in den sogenannten A-Städten Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, München und Stuttgart haben, denen das Unternehmen auch für 2010 eine negative Gesamtrendite prognostiziert. Erst ab 2012 sei wieder mit einem Aufschwung zu rechnen.



    Reeperbahn: neue Bauten verändern das Antlitz der berühmten Lastermeile

    geschrieben am 14. Mai 2009 mit einem Kommentar

    Die Hamburger Reeperbahn wird „aufgehübscht“. Der sich schon seit geraumer Zeit vollziehende Wandel des Rotlichtbezirks St.Pauli wird wohl bald auch auf der Amüsiermeile deutlich sichtbar werden – in Form von „tanzenden Türmen“. Auch die „Kulttankstelle“an der Reeperbahn wird wohl weichen müssen.

    Der erste Schritt ist bereits getan. Der Besitzer der „Esso“-Station hat sein Grundstück mitsamt den darauf befindlichen Gebäuden vor Kurzem an die Bayerische Bau und Immobilien-Gruppe aus München verkauft. Zwar wird der Tankstellenbetrieb wohl noch einige Jahre aufrecht erhalten, schließlich ist der einstige Inhaber immerhin noch Pächter, dennoch wird das Ende wohl nur eine Frage der Zeit sein. Niemand wird ernsthaft vermuten, dass der Investor dieses Filetgrundstück in Zukunft weiterhin zum Zapfen von Kraftstoff nutzen wird.

    Der Verkauf der weit über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus bekannten Tankstelle ist nur ein weiterer Mosaikstein in der Umgestaltung des Rotlichtviertels. Bereits jetzt ist auf dem Gelände der Bavaria-Brauerei zwischen Hopfen- und Bernhard-Nocht-Straße ein ganzes Quartier mit neuen Büros, edlen Eigentumswohnungen und einem Luxushotel entstanden. Ähnlich edel wird es auch am nördlichen Ende der Reeperbahn zugehen. Dort sollen anstelle der abbruchreifen Bowlingbahn zwei „tanzende Bürotürme“ nach einem Entwurf des Architekten Hadi Teherani entstehen. Was aus dem sich ebenfalls dort befindenden Mojo Club wird, ist derzeit allerdings noch unklar.

    Mehr zu Kult und Charme der Hansestadt.



    EU genehmigt Finanzierung für Berliner Großflughafen

    geschrieben am 14. Mai 2009 mit einem Kommentar

    BBI startet durch: die EU hat dem Finanzierungskonzept des neuen Berliner Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) zugestimmt.

    Riesenbaustelle mit großen Träumen – Berlins neuer Hauptstadtflughafen hat nun auch alle Finanzierungshürden überwunden und für die 100-prozentige Bürgschaft von Bund und Länder grünes Licht aus Brüssel bekommen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit begrüßte die Entscheidung und sieht in der Genehmigung eine Absicherung der Kreditlinie durch Berlin, Brandenburg und Bund für das „wichtigste Verkehrs- und Zukunftsprojekt der deutschen Hauptstadtregion.“ Flughafen-Chef Dr. Rainer Schwarz stimmt Wowereit zu und blickt optimistisch in die Zukunft: „Die Entscheidung gibt uns und den zahlreichen Banken Planungssicherheit.“ Außerdem definiert Schwarz die Ziele des BBI: [mehr » ]



    Urteil: Da steht kein Pferd auf dem Flur - Pferdestall im Wohngebiet verboten

    geschrieben am 13. Mai 2009

    Urteil: Pferdestall in reinem Wohngebiet unerwünscht.

    Urteil: Pferdestall in reinem Wohngebiet unerwünscht.

    Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde – für viele Reiter ist ein Ausflug in die weite Natur mit ihren Gäulen das wahre Paradies. Allerdings liegt auch das Glück der Pferde auf dem Rücken der Erde und versprüht für die empfindlichen Nasen so mancher Anwohner von Pferdekoppeln ein unangenehmes Bouquet, weshalb nach einem Urteil des Verwaltungesgerichts Koblenz in reinen Wohngebieten keine Pferdeställe gebaut werden dürfen.

    Nicht jeder erfreut sich am Pferdegeruch.

    Nicht jeder erfreut sich am Pferdegeruch.

    Während Pferdenarren gerne von der Eleganz, Kraft und Leichtigkeit ihrer Rösser schwärmen, fühlen sich Anwohner, die in unmittelbarer Nähe von Bestallungen wohnen, von den zumeist typischen Gerüchen eher nur belästigt. Im vorliegenden Rechtsstreit klagte ein Ehepaar aus der 7.000-Seelen Gemeinde Asbach (Kreis Neuwied) gegen die ihrer Ansicht nach rechtswidrige Baugenehmigung eines Stalles für drei Pferde, der in knapp zehn Metern Abstand zu ihrem Wohnhaus errichtet werden sollte. Das Verwaltungsgericht Koblenz folgte der Argumentation der Kläger.

    Die mit der Haltung von Pferden einhergehende Geruchsbelästigung sei den Anwohnern nicht zuzumuten, so die Richter. Zudem ist selbst bei sorgfältiger Pflege der Pferde mit dem gesteigerten Auftreten von Fliegen und Ungeziefer zu rechnen.

    Dies verletze nach Ansicht des Verwaltungsgerichts die Rechte der Bewohner in der näheren Umgebung, weshalb in allgemeinen und reinen Wohngebieten die Pherdehaltung in der Regel nicht erlaubt sei.



    Hamsterkäufe bei Glühbirnen

    geschrieben am 13. Mai 2009

    Willkommen im Osten: weil Energieleuchten teurer sind als konventionelle Glühbirnen, stürmen deutsche Kunden derzeit bundesweit Lampengeschäfte, um sich einen möglichst großen Vorrat an Glühbirnen zu verschaffen. Diese wird ab dem 1. September nach EU Verordnung vom Markt verbannt und durch umweltschonende Energiesparlampen vollends ersetzt.

    Verblüffend, wie schnell dem Deutschen ein Licht aufgeht: Seit dem im Dezember verabschiedeten und ab 1. September geltenden EU-Handelsverbot für Glühlampen, registrieren Händler einen wahren Run auf das Auslaufmodell. Ein Erster will nun Konsequenzen ziehen und fordert drastische Preisaufschläge.

    Der Unternehmer Werner Wiesner verlangt eine Preissteigerung für Glühbirnen von je fünf Euro pro Stück. Er sieht in den Hamsterkäufen die Gefahr, dass sich deutsche Verbraucher den umweltschonenden Lampentechnologien von Energieleuchten auf Jahre hin verschließen würden.

    Mit der geforderten Verteuerung konventioneller Glühbirnen sieht Wiesner die Chance, dass sich der Umstieg auf Energiesparlampen für den Verbraucher sofort und nicht erst nach Jahren rechnen würde. Das „de-facto-Verbot“ ist seiner Meinung nach „für viele Verbraucher nicht nachvollziehbar und wird als staatliche Gängelung angesehen“. Wiesner wolle den durch einen Preisanstieg erzielten Gewinn nicht bei den Unternehmen lassen, sondern staatliche Umweltprojekte fördern und finanzieren. Zudem würde das Verursacherprinzip gewahrt werden.

    Die EU hatte im vergangenen Dezember beschlossen, dass herkömmliche Glühbirnen vom Markt verschwinden sollen und durch stromsparende Lampen wie Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Leuchten ersetzt werden. Die EU rechnet damit, durch den Erlass mehrere Millionen Tonnen Kohlendioxid zu sparen.



    Flower-Power statt Industrial: Berliner Stadtteil Moabit bekommt Stadtgarten

    geschrieben am 12. Mai 2009 mit 2 Kommentaren

    Im Moment ist es nur schwer vorstellbar: wo derzeit noch die Vegetation zwischen Schotter und Gleisen emporwächst und verwitterte Bahnsteige von der ehemaligen Nutzung als Güterbahnhof zeugen, sollen in zwei Jahren schon Kinder spielen und Senioren verweilen.

    Natürlich könnten sie das theoretisch auch jetzt schon, aber das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Moabit entspricht mit seinem Industriebrachen-Charme doch eher einem riesigen Abenteuer-Spielplatz, auf dem sicher nur die wenigsten Eltern ihre Kinder spielen lassen würden. Auch auf ältere Menschen wird das Areal derzeit nur bedingt einlandend, zu groß ist die Verletzungsgefahr.

    Grund genug für das Bezirksamt Mitte, die Industrie-Ödnis in blühenden Landschaften zu verwandeln. Dazu wurde im vergangenen Jahr ein kooperatives Werkstattverfahren mit drei verschiedenen Landschaftsplanungsbüros unter Beteiligung der Moabiter Bürger durchgeführt, aus dem sich nun der finale Entwurf des Landschaftsplanungsbüros Glasser und Dagenbach herauskristallisierte. [mehr » ]



    Nachbarschaftslärm im üblichen Maß erlaubt

    geschrieben am 12. Mai 2009

    Das Oberlandesgericht in Dresden hat entschieden, dass Nachbarschaftslärm in einem üblichen Maß von anderen Mietern hingenommen werden muss. (Az.: 5 U 1336/08).

    Liebe deine Nächsten wie dich selbst: Das Oberlandesgericht Dresden hat die Klage eines Anwalts zurückgewiesen, der sich über den Lärm in der über seiner Kanzlei liegenden Wohnung beschwert hatte. Laut Aussage des Anwalts nervten ihn die ständigen Polter-, Hüpf-, Stapf-, Scharr- und Rollgeräusche sowie Musik, die aus der überliegenden Familienwohnung drangen.

    Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die in der Wohnung installierte Trittschalldämmung dem üblichen Standard entsprechen würde. Nach einer persönlichen Besichtigung der betreffenden Kanzlei entschieden die Richter, dass das Maß der Geräusche in einem hinnehmbaren Rahmen liegen würde und wiesen somit die Klage ab.