Bienvenue im Donaupark: 82 Wohnungen für französische Familien

25. Juni 2009 | von

Das baden-württembergische Immendingen liegt idyllisch an der oberen Donau und hat eine überschaubare Einwohnerzahl von knapp unter 6000. Doch es hat etwas, was die wenigsten Orte vorweisen können: Ein echtes Stück Frankreich. Wer jetzt an eine Invasion denkt, kann beruhigt sein: Die europäischen Nachbarn sind zwar Soldatenfamilien, in der Gemeinde aber ausdrücklich erwünscht. Am Mittwoch wurde ihnen offiziell eine neue Wohnanlage übergeben.

Ab 1. Juli könnte über den zwölf neuen, in rekordverdächtiger Bauzeit von 15 Monaten erricheten Häusern mit insgesamt 82 Wohnungen bald der Duft von Baguette und Croissants schweben, wenn die französischen Familien ihre neuen Bleiben beziehen. Die rasche Fertigstellung des zwölf Millionen Euro-Projektes sei der vorbildlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken: Die Gemeinde Immerdingen, die MIB AG Berlin/Leipzig, das Unternehmen Mörk Bau, die Auf der Höh’ Immobilien GmbH aus Wuppertal sowie das heimische Handwerk wurden bei der Übergabefeier von allen Seiten für die gute Arbeit gelobt.

Die insgesamt 7.330 Quadratmeter werden in Zukunft von französischen Soldatenfamilien bewohnt. Insgesamt sind an drei Standorten in Baden-Württemberg 5.000 Mann der deutsch-französischen Brigade stationiert, Immendingen ist seit 50 Jahren eine Garnison. Für 2013 ist der Rückzug der französichen Soldaten geplant, Immendingens Bürgermeister Helmuth Mahler werde sich jedoch für den “Erhalt des binationalen Standorts” einsetzen. Die Mietverträge für die 82 Wohnungen sind vorerst über 13 Jahre abgeschlossen, doch auch das bedeutet natürlich nicht, dass die Anlage danach geräumt werden muss. Bei dem Bauprojekt Donaupark wurde außerdem auch an eine Schule und eine Kindertagesstätte gedacht. Diese soll zweisprachig werden, damit sich die Immendinger Kinder, egal welcher Herkunft, von klein auf “als Europäer fühlen”.

Im Donaupark sind übrigens noch Flächen frei: vor der Errichtung der Siedlung war hier eine Industriebrache, die dank des Bauprojekes beseitigt und die Baufläche saniert werden konnte. Von dieser ist mit den 82 Wohnungen bisher aber nur ein Teil bebaut. Für (kultur)interessierte Bauherren heißt es also: Zugreifen, und bonne courage!




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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