Potsdamer Speicherstadt soll endlich schön werden

26. Juni 2009 | von

Potsdam gehört zu den begehrtesten Städten im Osten Deutschlands. Sie ist reich an Kultur und berühmten Einwohnern. Joop, Auermann und Jauch zählen zu den bekanntesten Wahl-Potsdamern. Doch auch bei Otto-Normalbürger steht die Stadt hoch im Kurs – das sorgt für niedrigen Leerstand und vergleichsweise hohe Mieten. Grund genug für die Brandenburger Landeshauptstadt, über die Sanierung und den Neubau eines ganzen Viertels nachzudenken.

Die Speicherstadt gilt trotz ihrer exponierten Lage unweit des Potsdamer Hauptbahnhofes nicht gerade als Vorzeigeareal. Verfallene Häuser geben sich hier ein Stelldichein mit Industrieruinen und Brachflächen. Doch die Zeit des ungenutzten städtebaulichen Potentials soll nun vorbei sein. Gestern stellte der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs ein neues Konzept für die Nutzung des großzügigen Areals an der Havel vor.

In den vergangenen Monaten erwiesen sich vor allem die baufälligen Gebäude als Stolpersteine für eine Neunutzung. Probleme mit dem Denkmalschutz behinderten mehrere Male den Fortgang des Projektes. Erst ein neues Konzept des Architekturbüros Krier und Kohl brachte eine Einigung zwischen Vermarkter, Stadt und Denkmalschutz. Für Begeisterung sorgte vor allem die stadttypische Quartierstruktur mit kleinen Wegen zwischen den Gebäuden, die das Gelände weniger massiv wirken lassen sollen als noch in den ersten Entwürfen. Zudem soll das Havelufer mit seiner Begrünung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und so für ein lebendiges Flair sorgen.

Nach den Verzögerungen der vergangenen Monate soll das Projekt nun zügig vorangebracht werden. Schon nächste Woche sollen die ersten 10.000 Quadratmeter des attraktiven Standortes für Investoren ausgeschrieben werden. Diesen wird zwar nahegelegt, sich an den städtebaulichen Vorgaben zu orientieren, dennoch wird ihnen freie Hand für eigene Konzeptionen gelassen. Neben Wohnungen sollen auch Büro- und Laborflächen entstehen.




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