Umweltfreundliche Architektur – Effizienzhäuser 2009 gekürt

30. Juni 2009 | von

Wenn sich Funktionalität und Chic vereinen ließen, wären High Heels so bequem wie Badelatschen und der 300PS-Flitzer hätte einen Verbrauch von fünf Litern auf 100 Kilometer. Aber so perfekt ist die Welt leider nicht. Obwohl: Immerhin gibt es Häuser, die nicht nur architektonisch überzeugen, sondern auch noch eine vorbildliche Energieeffizienz vorweisen können. Und was der Quadratur des Kreises so nahe kommt, hat natürlich einen Preis verdient.

“Effizienzhaus – Energieeffizienz und gute Architektur” heißt der Wettbewerb für zukunftsfähiges Wohnen, dessen Gewinner gestern in Berlin gekürt wurden. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee, der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH Stephan Kohler sowie die Wettbewerbs-Partner KfW Bankengruppe, der Bundesverband deutscher Fertigbau e.V. und die Yello Strom GmbH haben 18 Sieger prämiert. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 120.000 Euro vergeben.

Preisträger 2009

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Quelle: dena

In diesem Jahr haben sich 580 Architekten und Hauseigentümer angemeldet. Zum Wettbewerb wurden ausschließlich Wohngebäude zugelassen. Ob es sich bei diesen um sanierte oder neue Bauten handelt, ist dabei nebensächlich. Hauptsache ist, dass sowohl Architektur als auch Energieverbrauch preisverdächtig sind. In den fünf Kategorien “Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser”, “Neubau Mehrfamilienhäuser”, “Sanierung Ein- und Zweifamilienhäuser”, “Sanierung Mehrfamilienhäuser” und “Beste denkmalgeschützte Gebäude” gab es insgesamt 18 Gewinner. Überzeugen konnten unter anderem sanierte Mehrfamilienhäuser in Speyer und Mannheim, die außer ihrem Denkmalstatus jetzt auch eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung haben.

Wie Kohler feststellte, werden 40 Prozent der Gesamtenergie in Deutschland im Gebäudebereich verbraucht. Allein für die Heizung verbrauchen deutsche Haushalte drei Viertel ihrer Energie. Häuser mit geringem Energieverbrauch sorgten “langfristig für eine hohe Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung, für Kostensicherheit und Wertstabilität”, so Kohler. Der Wettbewerb soll die Aufmerksamkeit und das Interesse an energetischen Sanierungen wecken, denn das Energiesparpotential ist groß: Aktuell sind drei Viertel des Gebäudebestandes 30 Jahre oder älter und haben ungenügenden Wärmeschutz. Dass die Sanierungen nicht nur verhältnismäßig günstig sind, sondern auch noch mit einer optischen Aufwertung einhergehen können, soll ein Anreiz für Architekten und Bauherren sein, Sanierungsprojekte in Angriff zu nehmen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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