Die Dächer Berlins: Solarenergie für die Landeskasse

8. Juli 2009 | von

Schulden tilgen und das Klima schützen – Berlin ist zwar leider immer noch arm, dafür aber auch ziemlich clever: Die Bezirke stellen ihre Dächer privaten Investoren zur Verfügung, damit diese dort Photovoltaikanlagen installieren lassen: Das bedeutet Geld für das Land, sichere Einnahmen für die Investoren, und nicht zuletzt eine deutliche Einsparung an CO2.

Die Idee ist so einfach wie überzeugend: Die Investoren zahlen den Bezirken jährlich einen festen Betrag für die Nutzung der Dächer und bekommen dafür die vollen Einnahmen aus dem Solarstrom. Für den hoffentlich sehr unwahrscheinlichen Fall, dass sich die Sonne im Laufe eines Jahres kaum sehen lässt, gibt es eine Versicherung, dank der sich die Anleger auf einen Mindestbetrag verlassen können. So leicht kann man also alle Beteiligten glücklich machen.

Die Suche nach Investoren gestaltet sich erfahrungsgemäß nicht gerade schwierig, denn Photovoltaikanlagen sind eine durchaus interessante Anlage: Nicht nur, dass die Preise für die Solarmodule gesunken sind, auch die Einspeisevergütung ist attraktiver geworden. Die ist außerdem gesichert – auch in der Krise. Und wer hat schon etwas gegen renditestarken Klimaschutz einzuwenden?

Diese “Solardachbörse” des Landes Berlin gibt es schon seit fünf Jahren. Jetzt werden wieder einige Dächer umweltfreundlich umgestaltet: in Friedrichshain/Kreuzberg, Charlottenburg/Wilmersdorf und Pankow werden demnächst Dächer von Schulen die Sonnenenergie in Strom umwandeln. Die Ausstattung von insgesamt 29 Schuldächern mit Solaranlagen wurde von den Bezirken bereits bei zwei Berliner Unternehmen für erneuerbare Energien in Auftrag gegeben. Ein Projekt, für das man wirklich die Zahlen sprechen lassen muss: auf 40.000 Quadratmetern werden in Zukunft jährlich 1,25 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, was für über 300 Haushalte reicht. Die CO2-Einsparung beträgt dabei stolze 139.000 Tonnen.

Erst kürzlich hatte das Projekt „Solarstrompark Berliner Schulen“ insgesamt zwölf Photovoltaikanlagen in Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Spandau und Steglitz-Zehlendorf installiert. So kann es weitergehen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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