RSS .92| RSS 2.0| ATOM 0.3
  • Startseite
  • Disclaimer
  • Empfehlungen
  • Impressum
  • Über immobilo
  •  

    Häuser aus Papier sollen nicht nur Afrika helfen

    10. Juli 2009 in News. Einen Kommentar verfassen.

    Teilen

    Häuser aus Papier, Luft und Harz – was zuerst nach einer wackligen Behausung anhört, entpuppt sich schnell als cleveres und vor allem stabiles High-Tech-Produkt. Eingesetzt werden soll es vor allem da, wo Menschen mangels Frieden, Geld und Material in Blechhütten oder Zelten hausen müssen – falls sie überhaupt ein Dach über dem Kopf haben.

    Wie bei vielen anderen Ideen orientiert sich auch die Konstruktion des „Elementarhauses“ an der Natur. Um die Kosten gering zu halten, besteht das Haus zu einem Großteil aus Luft und Papier, welches mit Kunstharz zu wabenförmigen Bauteilen gepresst wird. Diese besitzen eine hohe Stabilität und müssen nur noch mit einer dünnen Schicht abgedeckt werden. Nach Angaben des Erfinders Gerd Niemöller halten die Wände so pro Quadratmeter über 200 Tonnen Belastung aus. Hinzu kommen noch eine Bodenplatte und ein Dach – ingesamt sollen alle Teile mit dem Holz eines kleinen Baumes auskommen.

    Entwickelt hat Niemöller das Gebäude mit Experten der Bauhaus-Universität Weimar. Berücksichtigt wurden vor allem soziale und kulturelle Aspekte der Einsatzregionen. So gibt es auf 34 Quadratmetern statt vieler kleiner Zimmer einen großen Wohn- und Schlafraum, die sanitären Anlagen, die in Afrika auch gern mal als Schlachtraum genutzt werden, befinden sich ausserhalb des Gebäudes. Eine aufklappbare Wand öffnet das Haus nach aussen und bietet zudem einen Sonnenschutz.

    Eingesetzt werden soll das Haus vor allem in den Krisenregionen dieser Welt. „Wir wollen in den Entwicklungsländern eine Struktur schaffen, damit arme Menschen, die heute keinerlei Bleibe haben, ein unabhängiges Leben führen können, indem sie praktisch eigene Häuser haben, in einer gesunden Umwelt wohnen und energetisch autark sind“, so Niemöller zu swissinfo.ch. Produziert werden die Häuser vor Ort und sind innerhalb weniger Stunden aufgebaut. Für knapp 4.000 Euro ist das Haus zwar günstig, für Flüchtlinge und Hungernde trotzdem unbezahlbar. Hier setzt Niemöller auf die finanzielle Unterstützung von Hilfsorganisationen und Unternehmen.

    Aufbau des Elementarhauses: © The Wall AG




    Artikel geschrieben von immobilo_mb am 10. Juli 2009 .
    Diesen Artikel kommentieren | Trackback

    Diesen Artikel speichern und teilen:
    • Wikio
    • Webnews.de
    • MisterWong.DE
    • del.icio.us
    • LinkArena
    • Facebook
    • Google Bookmarks
    • BlinkList
    • Live
    • MySpace
    • Yahoo! Bookmarks
    • Technorati
    • Yigg
    • Shortnews
    • StumbleUpon
    • Twitter


    Ähnliche Artikel:

     

    Weitere Artikel aus der Kategorie News:


    nach oben

    Leave a Reply