Baupreise für Wohnneubauten steigen langsamer

13. Juli 2009 | von

Häuslebauer können sich freuen: Wer gerade an den eigenen vier Wänden baut, gehört zwar scheinbar zu einer aussterbenden Spezies, kann sich aber derzeit über günstige Kredite freuen. Und was vielleicht sogar noch besser ist: auch die durchschnittlichen Preise fürs Bauen steigen weniger schnell als noch vor einem Jahr. Seit Februar sind sie sogar gefallen.

Die guten Nachrichten präsentierte das Statistische Bundesamt (Destatis) vergangene Woche in Wiesbaden. Deren Baupreisindex verzeichnete im Mai einen Anstieg der Kosten für verschiedene Arbeiten zum Bau eines Wohngebäudes um noch einen Prozentpunkt zum Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Februar sind die Baupreise sogar um 0,2 Prozent gesunken. Für das vergangene Jahr 2008 ergab sich eine Preissteigerung um durchschnittlich 2,9 Prozent.

Ganz unterschiedlich fällt dabei die Preisentwicklung für die einzelnen Arbeiten aus. So sind im Vergleich zum Mai 2008 besonders Betonarbeiten mit einem Preisnachlass von 1,1 Prozent deutlich günstiger geworden. Auch bei Zimmer- und Holzbauarbeiten wurden 0,8 Prozent weniger verlangt als noch vor einem Jahr, Parkettarbeiten verbilligten sich um 0,7 Prozent.

Relativ unberührt von der Krise blieben Arbeiten, die den Energieverbrauch der Gebäude senken können. So muss man für das Dämmen technischer Anlagen 4,7 Prozent tiefer ins Portemonnaie greifen als im Mai 2008. Auch die Installation von raumlufttechnischen Anlagen schlug mit 3,3 Prozent deutlich mehr zu Buche.
Wenn die gute Stube erstmal steht, muss natürlich gewartet werden. Diese krisensichere Weisheit sorgte dafür, dass auch hier die Preise trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage um 1,8 Prozent überdurchschnittlich anzogen.




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