Gasheizungen werden immer seltener

18. Juli 2009 | von

Es ist eine Absage an den teuren Brennstoff: Wie die Financial Times Deutschland berichtet, geht aus einer bisher unveröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor, dass der Anteil der Neubauten mit Gasheizung einen neuen Tiefstand erreicht hat. Und das ist nicht die einzige schlechte Nachricht für die Gasbranche: Auch der Absatz in der Industrie leidet.

Bei Neubauten in Deutschland wird zunehmend auf Gas verzichtet: Laut FTD lag der Anteil der im Jahr 2008 genehmigten gasbeheizten Wohnungen bei nur noch 58,4 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit über zehn Jahren. Während auch mit Öl immer seltener geheizt wird (2,7 Prozent der Neubauten 2008), erfreuen sich alternative Heizarten steigender Beliebtheit: Wärmepumpen sind heute beispielsweise schon in fast einem Viertel aller Neubauten zu finden.

Die Gasbranche stellt diese negative Entwicklung vor nicht unwesentliche Probleme: Mehr als 40 Prozent ihres Umsatzes macht sie mit Kleingewerben und Haushalten. Und damit nicht genug: Auch in der Industrie sinkt der Verbrauch merklich – was nicht zuletzt auf den Rückgang der Produktion aufgrund der Wirtschaftskrise zurückzuführen ist.

In der nahen Zukunft wird sich dieser Trend voraussichtlich nicht ins Positive wenden: Der Erdgasabsatz hat im ersten Quartal 2009 mit sieben Prozent doppelt so stark abgenommen wie der Energieverbrauch insgesamt. Der Geschäftsführer EGT Energiehandel GmbH, Jörg Spicker, geht davon aus, dass der Gasabsatz in drei bis vier Jahren wieder den Stand von 2008 erreichen könnte, so die FTD.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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