geschrieben am 20. Juli 2009
Die Baupreise steigen moderat, trotzdem werden nur noch wenig Wohnbauten erstellt. Townhäuser sind dagegen “IN”. Ebenfalls im Trend liegen Urteile des BGH rund ums Mietrecht - davon gab es vergangene Woche gleich mehrere. Dass Richter und Kläger durchaus auch kreativ sein können, zeigen die Top-10 der skurrilsten Mietrechts-Urteile.
US-Immobilienmarkt: Es sieht weiter trübe aus. Keine guten Nachrichten für den US-amerikanischen Immobilienmarkt. Nach Ansicht von LaSalle Investment Management, einem Tochterunternehmen der Beratungsgesellschaft Jones Lang LaSalle, wird auch 2009 kein gutes Jahr - im Gegenteil. Schlechte Rahmendaten lassen es für Investoren wohl sogar zu einem der schlechtesten überhaupt werden. [FAZ]
Erdrutsch in Sachsen-Anhalt verschlingt Häuser und kostet Menschenleben. Im Sachsen-Anhaltinischen Nachterstedt brach am Sonnabend morgen ein circa 120 mal 350 Meter großes Stück Land ab und rutschte in einen angrenzenden Baggersee. Drei Menschen werden derzeit noch vermisst. [Focus]
Wohnungsbau-Tiefstände sind alarmierend. Die Minusrekorde beim Wohnungsneubau rufen die Mahner auf den Plan. Nachlassende staatliche Förderung und die restriktive Kreditvergabe seien ursächlich für die schlechten Zahlen. [FAZ]
Öde Innenstädte nach dem Karstadt-Insolvenz? Die ersten Experten beschwören nach dem Aus für Karstadt und Woolworth angesichts leerwerdender Kaufhäuser schon den schleichenden Tod der Innenstädte herauf. Doch können die Innenstädte wirklich so schnell zur Shopping-Diaspora veröden? [Welt]
Von immobilo_mb
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geschrieben am 18. Juli 2009 mit einem Kommentar
Es ist eine Absage an den teuren Brennstoff: Wie die Financial Times Deutschland berichtet, geht aus einer bisher unveröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor, dass der Anteil der Neubauten mit Gasheizung einen neuen Tiefstand erreicht hat. Und das ist nicht die einzige schlechte Nachricht für die Gasbranche: Auch der Absatz in der Industrie leidet.
Bei Neubauten in Deutschland wird zunehmend auf Gas verzichtet: Laut FTD lag der Anteil der im Jahr 2008 genehmigten gasbeheizten Wohnungen bei nur noch 58,4 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit über zehn Jahren. Während auch mit Öl immer seltener geheizt wird (2,7 Prozent der Neubauten 2008), erfreuen sich alternative Heizarten steigender Beliebtheit: Wärmepumpen sind heute beispielsweise schon in fast einem Viertel aller Neubauten zu finden. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 17. Juli 2009
Großwohnsiedlungen gelten in den meisten Städten nicht gerade als Vorzeigeviertel. In den dicht gedrängten Wohnsilos gehen günstige Mieten oft mit sozialen Problemen einher – von der Bausubstanz mal ganz abgesehen. Die hat in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts gelitten und auch die energetischen Standards entsprechen nicht mehr heutigem Niveau. Anlass genug, einen Preis für die vorbildliche „energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage von integrierten Stadtteilentwicklungskonzepten“ zu vergeben. Diese Woche wurden die Sieger gekürt.

Großwohnsiedlungen: viel Energiesparpotential
Der von Bundesbauminister Tiefensee (SPD) ausgerufene Wettbewerb befasste sich daher vorrangig mit der Sanierung von Großwohnsiedlungen unter energetischen Aspekten. Gerade diese sind nach Ansicht des Ministers „hervorragend geeignet, die erheblichen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebereich schnell und effizient zu nutzen“, schließlich können hier oft tausende Wohnungen, zumeist bereits einige Jahrzente alt und damit oft alles andere als gut gedämmt, auf einen zeitgemäßen energetischen Stand gebracht werden. Das Ministerium beziffert die Einsparpotentiale für Energie bei unsanierten Gebäuden auf bis zu 50 Prozent. Nach einer Sanierung lassen sich so pro Quadratmeter bis zu 100 kwh Energie sparen – bei ständig steigenden Energiepreisen nicht das schlechteste Argument. Aber nicht nur das Portemonnaie könnte davon profitieren. Mit einer jährlichen Einsparung von 4 Tonnen CO2 pro Wohnung hätte auch die Umwelt etwas davon. [mehr » ]
Von immobilo_mb
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geschrieben am 17. Juli 2009
Wenn eine Miet- in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, musste man als Mieter bisher keine Angst vor einer schnellen Kündigung haben - nach dem gestrigen Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe gilt das jetzt nur noch mit Einschränkungen: Handelt es sich bei dem Käufer um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), ist eine Eigenbedarfskündigung zulässig.
Im verhandelten Fall hatte sich eine Münchnerin geweigert, ihre Wohnung zu räumen, nachdem die GbR, die zuvor das Wohnanwesen erworben hatte, ihr wegen Eigenbedarfs eines der ingesamt acht Gesellschafter gekündigt hatte. Die Frau berief sich dabei auf das Gesetz, demzufolge der Mieter nach Umwandlung seiner Wohnräume in eine Eigentumswohnung Kündigungsschutz genießt. Der BGH gab jetzt nicht ihr, sondern der GbR Recht. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 16. Juli 2009
Banken verteilen wieder Boni, die Auftragslage in der Wirtschaft verbessert sich und auch der Autoabsatz ist wieder gestiegen. Kein Wunder also, dass auch die Immobilienwirtschaft erste Hoffnungssignale sendet – der Büroimmobilienmarkt scheint sich zu stabilisieren.
Immerhin – und das zählt schon einiges in diesen Tagen - gingen die Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien im zweiten Quartal dieses Jahres nicht weiter nach unten, sondern verharrten auf dem Niveau des ersten Quartals. Von Januar bis Juni 2009 wurden ingesamt 24 Milliarden Euro investiert, was einem Rückgang um satte 42 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2008 entspricht.
Nach Ansicht Tony Horrells, Leiter European Capital Markets bei Jones Lang LaSalle, ist damit aber die Untergrenze des Transaktionsvolumen in Europa erreicht. „Aufgrund des Investoren-Interesses rechnen wir im zweiten Halbjahr mit einem Umsatzwachstum. Die Spitzenrenditen für Büroflächen waren im 2. Quartal erstmals seit Mitte 2007 weitgehend stabil“, so Horrell weiter.
Derzeit werden die Märkte von finanz- und vor allem eigenkapitalstarken Investoren dominiert, da auf dem Kreditmarkt weiterhin Flaute herrscht. „Neue Kredite werden nach wie vor nur eingeschränkt und zu hochzinsigen Bedingungen vergeben“ erklärt Horrell.
Der britische Markt bleibt mit acht Milliarden Euro weiterhin der größte europäische Markt für Investitionen. Andere europäische Märkte wie Frankreich oder Italien erholten sich und konnten die Volumina etwas erhöhen.
Von immobilo_mb
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geschrieben am 15. Juli 2009
Das heutige Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe betrifft Tausende von Verbrauchern - und die dürfen sich freuen: Beliebte und weitverbreitete Klauseln zu Gaspreiserhöhungen wurden für unzulässig erklärt. Das bedeutet, dass Kunden ungerechtfertigte Erhöhungen verweigern können - und in Zukunft auch sinkende Preise möglich sind.

Gaspreiserhöhungen sind unzulässig
Preise erhöhen: Ja. Preisvorteile an die Kunden weitergeben: Nein. Mit solchen Verträgen katapultieren sich Energieversorger auf der Sympathieskala nicht gerade nach oben. Das findet auch der BGH, der jetzt sogenannte einseitige Preiserhöhungsklauseln für unwirksam erklärt hat. Zwei Energieversorger hatten sich das Recht auf Erhöhung der Gaspreise vorbehalten, gleichzeitig aber die Pflicht zur Senkung der Preise ausgeschlossen. Der BGH sieht hierin eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 15. Juli 2009 mit 3 Kommentaren
Die aktuelle wirtschaftliche Lage macht auch nicht vor den Immobilienfonds halt. Nachdem zuletzt zwölf offene Immobilienfonds verschiedener Anbieter nach massiven Mittelabflüssen vorübergehend geschlossen werden mussten, stoppt Morgan Stanley die Ausgabe von Anteilen seines „P2 Value“-Fonds – wegen zu erwartender Abwertungen des Immobilienbestandes.
Bereits die ersten Ergebnisse der Neubewertung des Immobilienbestandes hatten auf eine deutliche Abwertung hingedeutet, woraufhin Morgan Stanley die Ausgabe von Anteilen des 1,7 Milliarden Euro schweren „P2 Value“ Fonds an Anleger gestoppt hat. Der „P2 Value“ gehörte zu den 12 Fonds, die nach hohen Mittelabflüssen im vergangenen Jahr geschlossen wurden und keine Anteile zurücknahmen. Bis heute können Anleger von sieben Fonds, darunter auch der P2 Value, ihre Anteile nicht zurückgeben. [mehr » ]
Von immobilo_mb
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geschrieben am 15. Juli 2009
Dass illegale Geschäfte in der Mietwohnung zur fristlosen Kündigung führen können, ist schon seit Längerem bekannt. Wie aber sieht es mit “normalen” geschäftlichen Bürotätigkeiten aus? Immer mehr Menschen arbeiten zumindest teilweise von zuhause aus, die Zustimmung des Vermieters haben nicht alle - obwohl sie sie einholen müssten. Wenn es sich beim Home-Office hauptsächlich um Schreibtisch und Drucker handelt, stimmt der Vermieter meist schnell zu - schwierig wird es, wenn Kunden ein- und ausgehen oder Angestellte in der Wohnung arbeiten.
In einem aktuellen Fall betreibt ein Frankfurter Mieter in seiner Wohnung, in der er mit Frau und Kind wohnt, ein Maklerbüro. Nach einer erfolglosen Abmahnung schickt der Vermieter eine Kündigung wegen vertragswidrigen Gebrauchs. Über Recht- oder Unrechtmäßigkeit dieser Kündigung hat gestern der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 14. Juli 2009 mit einem Kommentar
Lange galt: Wer ein Haus mit Garten will, muss raus aus der Stadt. Im Umland fanden sich meist günstige Grundstücke, viel Platz und wenig Lärm. Dafür haben viele auch gern den Nachteil der längeren Anfahrt zum Arbeitsplatz in Kauf genommen. Doch die Zeiten der Landflucht sind inzwischen vorbei, etliche wollen die ländliche Idylle wieder mit den kurzen Wegen der Innenstädte tauschen. Ein Townhouse bietet Rückkehrwilligen dafür optimale Bedinungen: Es verbindet Platz, Individualität und das liebgewonnene Grün mit den Vorteilen des urbanen Lebens.

Townhouses: Klassisch, Modern
Dabei ist es nicht so, dass es das Konzept der schmalen, nebeneinander gereihten Häuser mit kleinem Garten nicht schon früher gegeben hat. Insbesondere in den Niederlanden und Großbritannien können Townhouses auf eine lange Tradition zurückblicken, aber auch in Deutschland findet man die chicen Häuserreihen in den Hansestädten Bremen und Hamburg. Warum es diese praktische Bauform nicht in südlichere Gefilde der Republik geschafft hat, lässt sich heute nicht mehr genau erklären. Wahrscheinlich benötigten Industrialisierung und schnell wachsende Städte eher die hochverdichtete Bebauung der Mietskasernen und ließen so nur wenig Raum für die Individualität der Townhouses. [mehr » ]
Von immobilo_mb
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