geschrieben am 31. August 2009 mit einem Kommentar
Hitzerekorde, Unwetter und bald kein Holland mehr: Dass der Klimawandel bereits in vollem Gange ist und wohl gravierende Auswirkungen auf den Planeten hat, bestreiten selbst die größten Ignoranten nur noch selten. Doch wenn es um konkrete Maßnahmen zum Schutz des Klimas geht, wird oft nur der kleinste gemeinsame Nenner gefunden – wenn überhaupt. Ein gutes Anschauungsbeispiel dafür ist das Berliner Klimaschutzgesetz. Hier befürchtet der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) eine rasante Mietsteigerung durch geplante Vorschriften für den energetischen Zustand von Wohngebäuden.
Seitdem die Berliner Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) den Entwurf des Klimaschutzgesetzes zur Senkung des CO2-Ausstosses eingebracht hat, herrscht helle Aufregung, schließlich enthält es viele Zumutungen und Entbehrungen für Dinge, an die man sich so schön gewöhnt hat. Zum Beispiel sollen Heizpilze verboten werden, die das draussensitzen auch bei milden Minustemperaturen so angenehm machen, dabei aber wahre Energiefresser sind.
Das Hauptaugenmerk richtet das Gesetz allerdings auf die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden. Hier liegt nach Ansicht des Senates das größte Einsparungspotential, und demensprechend umfangreich fallen auch die geplanten Regelungen aus. [mehr » ]
Von immobilo_mb
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geschrieben am 31. August 2009 mit 2 Kommentaren
Solarenergie ist sauber, kostenlos und unbegrenzt - doch um sie nutzen zu können, muss erst einmal eine entsprechende Anlage her, und die ist trotz diverser Fördermöglichkeiten nicht ganz billig und deshalb für viele überhaupt keine Option. Wäre es nicht toll, wenn man die Solarzellen einfach auf das Dach aufsprühen könnte? Was zunächst nach Spinnerei klingt, könnte in nicht allzu ferner Zukunft gang und gäbe sein - die “gedruckte Photovoltaik” macht’s möglich.

Solaranlagen, wie wir sie kennen, könnten schon bald der Vergangenheit angehören
Gasphasenabscheidung in Vakuumkammern - die heute gängige Herstellungsweise von Solarzellen ist für Otto Normalverbraucher nicht nur unverständlich, sondern auch ziemlich aufwendig und dementsprechend teuer. Ein Forscherteam der University of Texas in Austin hat sich zum Ziel gesetzt, eine einfache und vor allem günstige Produktionsalternative zu entwickeln - mit Erfolg. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 30. August 2009
Pinkelnder Nachbar, weniger Miete. In welcher Position Mann sein kleines Geschäft verrichtet, ist allein seine Sache.Wenn er sich allerdings für die Steh-Variante entscheidet und der Nachbar regelmäßig akustisch daran teilhat, hat letzterer ein Recht auf Mietminderung, wie das Landgericht Berlin entschied. [NTV]
Es kann nur besser werden. Eine Umfage unter Arbeitgebern ergab: Mit einem Stellenabbau in der Immobilienbranche rechnen deutlich weniger als noch vor wenigen Monaten. 14 Prozent sind noch optimistischer und rechnen sogar mit Neueinstellungen. [Haufe]
Wo sind all die Kredite hin? Die Auftragszahlen in der Baubranche gehen weiter zurück, während es für Immobilienunternehmen immer schwieriger wird, ihre Projekte finanziert zu bekommen – denn die Kreditinstitute haben selbst ihre liebe Not mit dem Geld. [SPIEGEL]
Wohnen ohne Riester. Unübersichtliche Besteuerung, komplizierter Wechsel von anderen Verträgen: Die Nachfrage beim Wohn-Riester lässt zu wünschen übrig. 95 Prozent der Immobilienkäufer informieren sich nicht einmal über diese Möglichkeit der staatlichen Förderung. [Cash Online]
Arme reiche Frau. Erst sorgte Madeleine Schickedanz mit der Aussage für Schlagzeilen, sie lebe von 600 Euro im Monat, jetzt droht ihr der Totalverlust: Als nachrangige Gläubiger bleiben die Arcandor-Anteilseigner möglicherweise auf ihren Verlusten sitzen. [WELT]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 29. August 2009 mit einem Kommentar
Es klingt wie ein Spruch aus einem mittelmäßigen Film: Die Wohnung wird geräumt, noch heute müssen Sie draußen sein. Ihn im wahren Leben hören zu müssen, wünscht man wohl niemandem – doch für mehr als 50 Mieter in Wiesbaden wurde die Blitzräumung diese Woche Ernst. Der Grund war allerdings weder eine Bombendrohung noch eine anstehende Invasion aus dem All, sondern einsturzgefährdete Häuser.
Die gute Nachricht ist, dass die Betroffenen nun vorerst die Vorzüge von Hotelzimmern genießen dürfen und anschließend Ersatzwohnungen zur Verfügung gestellt bekommen. Da hören die positiven Seiten der Geschichte aber auch schon wieder auf: Die Menschen wissen weder, was mit ihren Wohnungen bzw, den Häusern passiert, noch wann sie ihre Ersatzunterkunft wieder verlassen und ob sie überhaupt in ihre Wohungen zurückkehren können. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 28. August 2009
Für sinnvolle Dinge kann man immer Geld ausgeben – auch in Zeiten wie diesen. In diesem Sinne wird die KfW Bankengruppe für ihr CO2-Gebäudesanierungsprogramm 750 Millionen Euro mehr locker machen – und zwar noch in diesem Jahr, wie heute vom Bundesbauministerium verkündet wurde. Der Zeitpunkt für diesen zusätzlichen Anreiz zur energetischen Sanierung ist günstig: Am 1. Oktober kommt die neue Energiesparverordnung, und mit ihr verschärfte Anforderungen.
Dass die KfW bisher geizig gewesen wäre, kann man wirklich nicht behaupten, immerhin konnte im Juli dieses Jahres die millionste Förderzusage gefeiert werden. Jeden Tag werden sage und schreibe 1.200 Zusagen verteilt –Sanierungsmuffel sind die Deutschen also offensichtlich nicht. Tatsächlich sei die Nachfrage 2009 im Vergleich zum bereits starken Vorjahr nochmals gestiegen, so das Bundesbauministerium. Doch so sinnvoll eine energetische Sanierung auch ist, sie ist ein teurer Spaß. Und mit dem Inkrafttreten der neuen Energiesparverordnung (EnEV) steigt der Effizienzstandard, die Ansprüche an die Eigentümer, und damit wohl auch der Preis. Die Aufstockung der Fördermittel wurde deshalb auch von vielen Seiten als logische Konsequenz gutgeheißen, unter anderem vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) sowie dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V. (BFW).
Nicht nur die Umwelt, auch die Wirtschaft soll sich freuen können über die hübsche Summe, die die KfW zusätzlich bereitstellt. Wenn schon das Konjunkturpaket II nicht die gewünschte Wirkung zeigt, ist jede Investition, jede Ankurbelung umso willkommener. Durch die Aufstockung der Mittel wird die CO2-Gebäudesanierung 2009 mit insgesamt über sechs Milliarden Euro gefördert. Seit Beginn des Förderprogramms 2006 sind bereits mehr als eine Million Wohnungen saniert worden.
Von immobilo_mi
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geschrieben am 27. August 2009 mit einem Kommentar
Stadt klein, Gebäude klein: Mit dieser Logik wollte sich das nordrhein-westfälische Ochtrup nicht zufrieden geben. Gegen das Verbot im Rahmen des Landesentwicklungsprogramms, das Outlet-Center in Ochtrup auszubauen, wurde geklagt - und gewonnen. Die Begründung der Richter: Das Verbot verstößt gegen die kommunale Selbstverwaltung.
Sie gehören wohl zu den Dingen dieser Welt, die man nur lieben oder hassen kann: Auf tausenden von Quadratmetern warten tausende von günstigen Kleidungsstücken darauf, von Sparfüchsen mit nach Hause genommen zu werden. Für die einen die perfekte Freizeitgestaltung, für die anderen zu groß, zu unübersichtlich, zu zeitaufwendig. Bis man seine Meinung über die riesigen Outlet-Center fällen kann, müssen sie allerdings erst einmal gebaut werden - und das war in Nordrhein-Westfalen bisher nicht überall möglich. Nur in Orten mit mindestens 100.000 Einwohnern durfte die Verkaufsfläche der Center 5000 Quadratmeter überschreiten. Diese Regelung ist seit gestern Vergangenheit. [mehr » ]
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geschrieben am 26. August 2009
Gern und oft wird die Bauwirtschaft als Stabilitätsfaktor gerühmt, doch auch sie ist gegen die Krise nicht immun: Die Aufträge werden weniger, die Zahl der Beschäftigten nimmt ab. Laut der gestern veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat es den Hochbau besonders hart getroffen, während beim Tiefbau sogar ein kleines Plus verzeichnet wurde - allerdings nur im Juni. Das gesamte erste Halbjahr 2009 bringt auch hier Negativentwicklungen mit sich.

Beim Hochbau sieht es besonders düster aus
Im Juni 2009 sank die Auftragszahl des Bauhauptgewerbes um insgesamt 7 Prozent, der Rückgang im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug sogar 11,7 Prozent. Zum Bauhauptgewerbe zählen alle Baubetriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern. Hier zeigt sich, dass der 7 Prozent-Rückgang im Juni besonders auf den Nachfragerückgang beim Hochbau zurückzuführen ist, denn hier ist der Einbruch besonders drastisch: 21,1 Prozent weniger Aufträge gingen hier ein, während beim Tiefbau sogar noch ein Auftragsplus von 8 Prozent verzeichnet werden konnte. [mehr » ]
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geschrieben am 26. August 2009 mit einem Kommentar
Vom Papier zum PDF: Mit AXXIO geht das erste Wohn- und Immobilienmagazin in ausschließlich elektronischer Form an den Start. Das E-Magazin wird im 2-Monats-Takt über Themen rund um die Themen Haus und Wohnen informieren. Die erste Ausgabe steht jetzt zum kostenlosen Download bereit - und weiß zu überzeugen.
Wer auf das Geräusch des Blätterns und Eselsohren nicht verzichten kann, für den wird es wohl gewöhnungsbedürftig sein. Diejenigen, die grundsätzlich nichts gegen das Lesen am Bildschirm haben, erwartet hingegen eine ansprechende Lektüre: Auf 77 Seiten werden Themen rund ums Wohnen behandelt, von Architektur und Immobilienangeboten über Garten, Möbel und Haushalt bis hin zu technischen Spielereien und aktuellen Mietrechtsurteilen. Einen hohen Stellenwert nimmt dabei stets die Umweltfreundlichkeit ein - so beinhaltet die erste Ausgabe Beiträge zur Photovoltaik, Fußböden aus Holz und natürlichen Farben aus Lehm und Kalk. Doch es wird auch über die eigenen vier Wände hinausgeschaut - so findet sich beispielsweise ein Artikel über das Wohnen in Europas lebenswertester Stadt Wien. [mehr » ]
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geschrieben am 25. August 2009 mit 2 Kommentaren
Schön sind sie in den Augen der meisten nicht, die grauen Klötze in ihren Vierzigern. Gespart wurde in den 60er Jahren an Farbe und architektonischen Spielereien, vielmehr waren Funktionalität und Geradlinigkeit gefragt. Modern wollte man bauen, nach einer Vergangenheit, von der man sich schnell und deutlich distanzieren wollte. Obwohl - oder gerade weil - sich diese Art der Modernität heute nicht gerade der größten Beliebtheit erfreut, startet jetzt die Ausstellung „Architektur im Aufbruch. Planen und Bauen in den 1960ern“.
Dass sie lange vergessen oder schlicht ignoriert wurden, sieht man den meisten von ihnen deutlich an. So deutlich, dass es an der Zeit ist, sich zwischen Sanierung und Abriss der Gebäude zu entscheiden. Schnell wird nach letzterem gerufen - die Sanierung der Betonbrocken wäre doch Verschwendung. Andererseits: Wenn die Menschen immer alles dem Erdboden gleichmachten, was ihnen nicht mehr zusagt, wäre die Kulturlandschaft heute wohl um einiges ärmer. Diese Überlegungen nimmt das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW zum Anlass für eine Ausstellung zu dem Thema, die gestern eröffnet wurde. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 24. August 2009 mit 9 Kommentaren
Das bekannte Prinzip von Angebot und Nachfrage, gepaart mit etwas Nostalgie - und schon hat man ihn, den Ansturm auf einen der Energiefresser in deutschen Haushalten: die Glühbirne. Sie verbraucht mehr Strom als eine Energiesparlampe, geht schneller kaputt - und trotzdem scheint sie zumindest hierzulande plötzlich jeder haben zu wollen. Damit ist Deutschland das einzige Land der EU, in dem Glühbirnen momentan reißenden Absatz finden.

Am 1. September geht für die ersten Birnen das Licht aus
Wer immer noch nicht mitbekommen hat, wie sehr man den heimischen Stromverbrauch durch den Verzicht auf Glühbirnen senken kann, der lebt wahrscheinlich abgeschieden im Wald oder in den Bergen und interessiert sich für dieses Thema ohnehin nicht - doch trotz allgegenwärtiger Predigen über die Nachteile des Klassikers wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2009 fast zehn Millionen mehr der Energiefresser verkauft als im Vorjahreszeitraum. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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