160.000 Euro pro Quadratmeter – Sylt hat das teuerste Haus der Welt

4. August 2009 | von

Sylt ist beliebt bei den Reichen und Schönen und denen, die sich wenigstens im Urlaub ein bisschen Luxus gönnen möchten. Die Häuser auf der knapp 100 Quadratkilometer großen Insel sind dementsprechend gefragt. Eine Immobilie steht jetzt zu einem Quadratmeterpreis von 160 000 Euro zum Verkauf – ein Vielfaches der höchsten Preise in Top-Lagen von New York, London oder Tokio.

Es gibt Menschen, die das Wort Finanzkrise nur aus den Nachrichten kennen. Oder solche, die zwar stolze Summen verloren haben, deren Konto aber immer noch mehr bereithält, als ein Normalbürger in einem Leben ausgeben kann. Diese Zeitgenossen tümmeln sich nicht nur in den Hollywood Hills und St. Tropez, sondern zum Beispiel auch auf Sylt – wo jetzt mit 4,8 Millionen Euro die die teuerste Immobilie der Welt zum Verkauf steht.

Eine zweistellige Anzahl an Badezimmern und jede Menge Gold und Marmor sucht man im “Waterküken” auf Sylt vergebens: vielmehr bietet das Häuschen roten Backstein und eine ordentliche Portion Bescheidenheit. Denn der putzige Name kommt nicht von ungefähr: Mit nicht mehr als 30 Quadratmetern muss sich der zahlungskräftige Käufer zufriedengeben – und das nicht ohne Grund. Denn das Waterküken liegt einsam auf einem traumhaften Grundstück am Kampener Watt. Zur Erholung trägt die Stille des Naturschutzgebietes sicher bei – doch einen Nachteil hat die Lage: Es darf nicht angebaut werden, weil sich Haus und Grundstück außerhalb der geschlossenen Ortslage befinden. Gäbe es für die 4,8 Millionen Euro eine Baugenehmigung dazu, hätte das Häuschen womöglich schon einen neuen Besitzer gefunden. Ein einziger Raum, in dem es mit drei Personen schon extrem eng wird, ist den meisten dann aber doch zu wenig.

Vielleicht ist ein Verkauf des Waterkükens aber doch gar nicht so abwegig, wie man zunächst denkt: Betuchte Sylt-Liebhaber investieren nur allzu gern in Immobilien, und die Nachfrage reißt nicht ab. Ein Objekt unter 5 Millionen Euro zu finden grenzt schon jetzt an unmöglich. Die wenigen – verhältnismäßig – erschwinglichen Häuser sind heiß begehrt. Wenn sie alle vom Markt sind, so hofft der Verkäufer, ist vielleicht das Waterküken an der Reihe.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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