Die gute Landluft hat ihren Preis: In Gebieten ausserhalb der Ballungszentren müssen die Stromkunden für das wertvolle Gut zum Betrieb der liebgewonnenen elektrischen Helferlein tiefer in die Tasche greifen, wie das Vergleichsportal Toptarif in einer Studie festgestellt hat. Grund sind die weiten Wege, die der Strom zum Kunden zurücklegen muss.

Verteuern den Strom: Masten und Leitungen
Durchschnittlich müssen die Stromkunden auf dem Land knapp 4,2 Prozent mehr für Strom zahlen als ihre Mitbürger in den Ballungszentren und Großstädten der Republik. Exemplarisch rechnet Thorsten Bohg von toptarif.de anhand der preisgünstigsten normalen Grundversorger-Tarife einen Preisunterschied von 37 Euro aus: „Der durchschnittliche Strompreis für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom liegt in den 25 größten deutschen Städten bei 853 Euro, bei den 25 größten Flächenversorgern in der Bundesrepublik müssen bei gleichem Verbrauchswert dagegen im Schnitt 890 Euro bezahlt werden.”
Spitzenreiter bei den Preisunterschieden ist Mecklenburg Vorpommern. Rostocker, Schweriner und Neubrandenburger zahlen durchschnittlich 829 Euro für 4.000 kWh Strom, während in den ländlichen Gegenden wie der Uckermark und Mecklenburger Schweiz bis zu 993 Euro für das billigste Angebot fällig werden.
Begründet werden die Preisunterschiede durch die weiten Wege, die der Strom hier zum Endkunden benötigt. Die Unterhaltung der nötigen Infrastruktur wie Überlandleitungen kostet Geld und wird natürlich an den Endkunden weitergegeben. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten für Ländler: etliche überregionale Stromanbieter bieten einheitliche Preise für Stadt und Land an. Es muss also nicht unbedingt der teure Grundversorger sein.





