Mehr Generationen – Wohnen mit Zukunft

17. August 2009 | von

Statt arm und sexy bald nur noch arm und alt? Auch vor Berlin macht der demografische Wandel trotz Rekordgeburtenzahlen in Friedrichshain und der urbanen Hipness in Prenzlauer Berg und Mitte nicht halt. 2030 werden 25 Prozent aller Berliner Rentner sein – kaum vorstellbar, daß die alle in Altersheimen oder alleine für sich alt werden wollen. Grund genug für den Senat, neue Wohnformen wie das Mehrgenerationenhaus zu fördern.

In einem Altenheim nur unter sich – also alten Leuten – sein? Bespaßung mit Unterhaltungsprogrammen, für die sich jeder Achtjährige schämen würde? Für viele ist der Lebensabend im Altersheim oder allein zu Hause nicht gerade die Idealvorstellung vom Herbst des Lebens nach harten Jahren der Arbeit. Gerade auch in einer lebendigen Stadt wie Berlin möchten die meisten nicht in Isolation oder nur unter Gleichaltrigen leben, sondern weiter am Großstadtleben teilhaben, mit allem, was dazugehört: Verkehr, Hektik und natürlich auch mit jungen Leuten. Ein Mehrgenerationenhaus könnte für viele die Lösung sein.

Hier wohnen mehrere Generationen unter einem Dach und bilden eine Art Wohngemeinschaft, in der man sich gegenseitig unterstützt. Die Jungen helfen den Alten und Alten helfen den Jungen – je nach Befähigung. Dass die Nachbarsoma auf die Sprößlinge der jungen Mutter aufpasst, während diese am Abend ausgeht und dafür die Einkaufstüten hochbringt, ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Ganz nebenbei entsteht ein Dialog zwischen den Generationen – auch wenn dieser vielleicht erst einmal erlernt werden muss. Ganz so reibungslos funktioniert das Zusammenspiel zwischen Alt und Jung dann doch nicht, wie der Tagesspiegel berichtet.

Der Senat fördert die Bildung der Mehrgenerationenhäuser mit zinsgünstigen Krediten und Grundstücken – damit die Hauptstadt trotz demografischen Wandels eine dynamische Stadt bleibt.




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