KfW: 750 Millionen Euro mehr für Gebäudesanierung

28. August 2009 | von

Für sinnvolle Dinge kann man immer Geld ausgeben – auch in Zeiten wie diesen. In diesem Sinne wird die KfW Bankengruppe für ihr CO2-Gebäudesanierungsprogramm 750 Millionen Euro mehr locker machen – und zwar noch in diesem Jahr, wie heute vom Bundesbauministerium verkündet wurde. Der Zeitpunkt für diesen zusätzlichen Anreiz zur energetischen Sanierung ist günstig: Am 1. Oktober kommt die neue Energiesparverordnung, und mit ihr verschärfte Anforderungen.

Dass die KfW bisher geizig gewesen wäre, kann man wirklich nicht behaupten, immerhin konnte im Juli dieses Jahres die millionste Förderzusage gefeiert werden. Jeden Tag werden sage und schreibe 1.200 Zusagen verteilt –Sanierungsmuffel sind die Deutschen also offensichtlich nicht. Tatsächlich sei die Nachfrage 2009 im Vergleich zum bereits starken Vorjahr nochmals gestiegen, so das Bundesbauministerium. Doch so sinnvoll eine energetische Sanierung auch ist, sie ist ein teurer Spaß. Und mit dem Inkrafttreten der neuen Energiesparverordnung (EnEV) steigt der Effizienzstandard, die Ansprüche an die Eigentümer, und damit wohl auch der Preis. Die Aufstockung der Fördermittel wurde deshalb auch von vielen Seiten als logische Konsequenz gutgeheißen, unter anderem vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) sowie dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V. (BFW).

Nicht nur die Umwelt, auch die Wirtschaft soll sich freuen können über die hübsche Summe, die die KfW zusätzlich bereitstellt. Wenn schon das Konjunkturpaket II nicht die gewünschte Wirkung zeigt, ist jede Investition, jede Ankurbelung umso willkommener. Durch die Aufstockung der Mittel wird die CO2-Gebäudesanierung 2009 mit insgesamt über sechs Milliarden Euro gefördert. Seit Beginn des Förderprogramms 2006 sind bereits mehr als eine Million Wohnungen saniert worden.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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