Flaute bei Gewerbeimmobilien: US-Investitionen bleiben aus

4. September 2009 | von

Man kann über die Vereinigten Staaten denken, was man will – dass US-Investoren für den deutschen und europäischen Immobilienmarkt von wesentlicher Bedeutung sind, kann man wohl kaum bestreiten. Das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) hat jetzt das Investitionsverhalten jenseits des Atlantiks untersucht. Die Kurzzusammenfassung des Ergebnisses: Die Amerikaner sind nicht in Investitionslaune.

Die US-amerikanischen Investitionen im ersten Halbjahr 2009 waren im Vergleich zu den Vorjahren verschwindend gering: 400 Millionen Euro wurden in europäische Gewerbeimmobilien investiert. Die Zahl hat zwar immerhin noch acht Nullen, beträgt aber gerade einmal zwei Prozent der Summe, die noch in 2007 in den hiesigen Markt floss. Damals machten die 20 Milliarden Dollar aus den USA den größten Teil des gesamten Investitionsvolumens aus.

Besonders deutlich merkt man die Zurückhaltung hierzulande. Zwar haben sich amerikanische Investoren in den vergangenen Jahren in Deutschland recht wohlgefühlt – hier fanden rund 50 Prozent aller Transaktionen statt. Dass diese zurzeit quasi gegen Null gehen, bekommt der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt natürlich umso mehr zu spüren. Wenn man der Analyse doch noch etwas Positives abgewinnen möchte, dann wohl, dass die Reserviertheit der Amerikaner nicht persönlich gemeint ist: Zwar gehen die Investitionen in Europa im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen extrem zurück, doch in den Vereinigten Staaten selbst sieht es auch nicht anders aus. Ob man dies als beruhigend empfindet oder nicht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Doch auch bei CBRE sieht man ein Licht am Ende des Tunnels: Man könne in Zukunft durchaus wieder mit mehr Investitionen aus den USA rechnen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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