Wo Wohnen besonders teuer ist

11. September 2009 | von

Gewohnt wird immer – auch in der Krise. Kein Wunder also, dass auch im vergangenen Jahr die durchschnittliche Wohnungsmiete in Deutschland teurer wurde, wenn auch eher moderat. Bei ihrer Analyse von 500 amtlichen Mietspiegeln stellten die Immobilienexperten von F & B zudem ein weiterhin anhaltendes Ost-West-Gefälle fest.

Wohnungsmieter werden es vielleicht schon beim Blick auf ihren Kontoauszug und anhand des Briefes vom Vermieter gemerkt haben: im vergangenen Jahr sind die Mieten nur leicht gestiegen. Die F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH belegt dies mit ihrem „F+B-Mietspiegelindex“ nun auch Schwarz auf Weiß.

So verteuerte sich 2008 eine 65-m²-Wohnung in mittlerer Lage und mit mittlerer Ausstattung im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich noch 0,6 Prozent, während die Teuerungsrate in den vergangenen Jahren zum Teil mehrere Prozentpunkte betragen hat. Erfahrungsgemäß gibt es hier aber regionale Unterschiede, bei denen es die Süddeutschen meist härter trifft als den Rest des Landes. Das war auch in 2008 nicht anders: In Bayern und Baden-Württemberg waren die Mieterhöhungen mit 1,5 Prozent mehr als doppelt so hoch als der deutsche Durchschnitt. So hatten zum Beispiel Norddeutsche gar keine Mietsteigerungen zu beklagen, während in Ostdeutschland lediglich 0,4 Prozent mehr gezahlt werden musste.

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei den Netto-Kaltmieten. Hier müssen vor allem die Einwohner großer Wirtschaftsmetropolen besonders tief in die Tasche greifen. Wie nicht anders zu erwarten belegt hier München unangefochten den wenig beliebten Rang der teuersten Stadt Deutschlands. Durchschnittlich 9,99 Euro pro m² muss ein Mieter in der bayerischen Landeshauptstadt für die Netto-Kaltmiete einer Wohnung aufbringen – das sind 71 % mehr als im bundesweiten Durchschnitt, der bei 5,84 Euro je m² liegt. Deutlich teurer als der Schnitt sind auch Städte wie Wiesbaden, Stuttgart, Köln, Düsseldorf oder Leinefelden-Echterdingen.In der deutschen Hauptstadt sind Wohnungen dagegen sogar etwas günstiger als im deutschen Durchschnitt, ebenso im Osten Deutschlands.

Für ihre Studie hat F & B die offiziellen Mietspiegel 500 deutscher Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern ausgewertet.




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