Starker Anstieg der Heizkosten in 2008

2. Oktober 2009 | von

Etliche werden es bereits mit Schrecken an der Höhe ihrer Heizkostenabrechnung gemerkt haben: Im vergangenen Jahr haben sich die Kosten für das Heizen der Wohnung erneut deutlich erhöht. Als Gründe für den neuerlichen Preissprung gelten gestiegene Energiepreise, aber auch Väterchen Frost hatte seinen Anteil.

Jeder Bundesbürger musste 2008 durchschnittlich 17% mehr für das Heizen von Wohnung oder Eigenheim ausgeben als noch 2007. Das geht aus dem diese Woche vom Deutschen Mieterbund (DMB) und der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlichten Bundesweiten Heizspiegel hervor. So wurden für das Beheizen einer 70 m²-Wohnung mit Heizöl im vergangenen Jahr durchschnittlich 880 Euro fällig. Das entspricht einer Erhöhung von satten 26%, denn 2007 mussten die Verbraucher noch 700 Euro zahlen. Auch die an Fernwärme angeschlossenen Nutzer mussten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Hier stiegen die Preise um 130 Euro auf 840 Euro – ein Plus von 17%. Etwas günstiger kamen die Nutzer einer Erdgasheizung davon. Sie mussten 2008 im Schnitt 800 Euro zahlen, was einer Erhöhung von 8 Prozent bzw. 65 Euro entspricht.

„Das liegt vor allem an den gestiegenen Energiepreisen“, so der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten. Aber auch der vergleichsweise strenge Winter trug zu den gestiegenen Kosten bei: „Zudem musste mehr geheizt werden, weil der vergangene Winter kälter war als 2007“, so Siebenkotten. So wurde im vergangenen Winder drei Prozent mehr Heizenergie verbraucht als im Jahr zuvor.

Heizen weiter kostspielig

Hoffnung auf sinkende Preise dürfen sich die Verbraucher trotz gesunkener Preise für Heizöl und Gas nicht machen: „Auch 2009 bleibt das Heizen teuer“ so der Mieterbunddirektor. Die derzeit von den Gasversorgern angekündigten Preissenkungen hätten keinen Einfluss auf die meisten Verbraucher. Hohes Sparpotential sieht der Mieterbunddirektor weiterhin in einer energetischen Sanierung der Gebäude.

Der Bundesweite Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Dafür wertete co2online bundesweit 52.000 Gebäudedaten aus.

Download: Heizspiegel.




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