geschrieben am 18. November 2009
Verkürzte Kündigungsfristen und saftige Mieterhöhungen: Vermieterfreundliche Urteile des Bundesgerichtshofs und nicht zuletzt die politischen Vorhaben der Liberalen sorgen in letzter Zeit für reichlich Diskussionsstoff und Kritik aus der Bevölkerung und von Mietervereinen. Schnell wird aus dem Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ein Kampf zwischen Gut und Böse gemacht – obwohl die „Bösen“ es auch nicht immer leicht haben, wie eine Studie zeigt.
Immerhin: Die Hälfte der befragten Vermieter hatte keine Beschwerden über Mieter vorzubringen. Das bedeutet aber eben auch, dass die andere Hälfte durchaus von schlechten Erfahrungen zu berichten wusste. Eine Umfrage von von Immoro, einem Verband von Maklern und Hausverwaltungen, ergab, dass Zahlungen, bzw. deren Fehlen, am häufigsten zum Problem zwischen Vermieter und Mieter werden. Demnach nehmen ausbleibende und wiederholt verspätete Mietzahlungen mit 29 bzw. 26 Prozent die Plätze eins und zwei der Liste der Beschwerdegründe ein. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 17. November 2009 mit einem Kommentar
Wenn eine Mieterhöhung ins Haus flattert, ist das schon unangenehm genug. Wenn die Erhöhung dann noch auf einem Mietspiegel basiert, den man sich selbst besorgen soll, weil der Vermieter ihn nicht beigefügt hat, vergeht auch dem verständnisvollsten Mieter schnell die Lust, der Mieterhöhung zuzustimmen. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschied, muss er das aber – selbst dann, wenn er für den Mietspiegel zahlen soll.
Bereits im März dieses Jahres hatte der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass der Vermieter im Fall einer Mieterhöhung, die auf dem Mietspiegel basiert, diesen dem Erhöhungsschreiben nicht beilegen muss, sofern er allgemein zugänglich ist. Ist der Mietspiegel z.B. beim Mieterverein erhältlich oder kann dort eingesehen werden, ist das Mieterhöhungsschreiben wirksam. [mehr » ]
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geschrieben am 16. November 2009 mit einem Kommentar
Die neue Energieeinsparverordnung ist gerade einmal 6 Wochen alt, schon werden weitere Verschärfungen geplant – dieses Mal allerdings auf EU-Ebene. Was Energieversorger wenig freuen dürfte, bedeutet auch für Bauherren mehr Aufwand. In Sachen Klimaschutz allerdings wäre es ein gewaltiger Schritt nach vorn: Das Nullenergiegebäude soll zum europaweiten Standard für Neubauten werden.
Obwohl man den Begriff „Niedrigenergiehaus“ immer noch häufig hört, ist er seit dem 1.Oktober 2009 eigentlich überholt. Was bis zu diesem Zeitpunkt als Niedrigenergiehaus bezeichnet wurde, ist mit dem Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) zum Standard für Neubauten geworden. Soll heißen: Gebäude, die mehr Energie verbrauchen als ein „Niedrigenergiehaus“, dürfen gar nicht mehr gebaut werden. Wer jetzt also sparsamer bauen will als vorgegeben, muss wohl oder übel in Richtung Nullenergiehaus denken – Gebäude, die ebenso viel Energie produzieren wie sie verbrauchen. Doch selbst das soll in nicht allzu ferner Zukunft zum Normalfall werden. [mehr » ]
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geschrieben am 15. November 2009 mit einem Kommentar
Kein Grund zum Feiern. Die offenen Immobilienfonds in Deutschland werden 50 – doch eingefroren sind sie immer noch, und mit ihnen rund fünf Milliarden Euro. Was zur Öffnung fehlt, ist – wie sollte es anders sein – das liebe Geld. Und um das zu beschaffen, müssen sich die Fonds wohl oder übel von einigen Immobilien trennen, denn Investoren üben weiter Zurückhaltung. Doch auch potentielle Käufer stehen nicht gerade Schlange. [FTD]
Die unendliche Geschichte. Die Hypo Real Estate ist ein heißer Kandidat auf den Titel der meisten Negativ-Schlagzeilen im Jahr 2009. Und auch nach der Verstaatlichung geht es weiter. Zwar schrumpfen die Zahlen leicht, doch tiefrot sind sie nach wie vor: Während bis September Verluste von 1,71 Milliarden Euro zu verbuchen waren, wird bis Jahresende mit einem weiteren Minus von einer halben Milliarde Euro gerechnet. [WELT]
Regierung im Gesetzesfieber. Das von der neuen Bundesregierung beschlossene Wachstumsbeschleunigungsgesetz hat nicht nur ziemlich viele Buchstaben, sondern auch einige Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft. Eine Senkung der Zinsschranke ist ebenso vorgesehen wie eine höhere Freigrenze, die Erweiterung der ESCAPE-Klausel und Änderungen bei der Grunderwerbs- sowie bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Dann kann das Wachstum ja kommen. [Property Magazine]
Alles hat seine guten Seiten? Auch wenn es ein sehr schwacher Trost ist: Wie eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) ergab, führt eine steigende Arbeitslosigkeit zu fallenden Mietpreisen. Für das kommende Jahr wird erwartet, dass die Miete bei Neuverträgen günstiger ist als zuvor. Wer einen Job hat, kann sich darüber sicher freuen. [Focus]
Staufen hebt sich weiter. Seit einer Erdbohrung vor Monaten hebt sich der Boden der Stadt im Breisgau. Weit über 200 Gebäude sind durch Risse stark beschädigt. Dass jetzt auch das Bauamt seine Büros räumen musste, klingt wie bittere Ironie. Immerhin sind jetzt schon die ersten Sanierungsarbeiten geplant. [Südkurier]
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geschrieben am 13. November 2009 mit einem Kommentar
Seit Monaten sorgt das Hamburger Gängeviertel für Gesprächsstoff: Erst soll das sanierungsbedürftige Künstlerviertel an einen Investor verkauft werden. Dann folgt eine Welle des Protests aus der Bevölkerung, Hausbesetzungen und Initiativen gegen den Verkauf. Jetzt will die Stadt Hamburg das Gängeviertel zurückkaufen.
Gemütliche enge Gassen und Höfe, Ateliers und zahlreiche Künstler – so kannte man das Hamburger Gängeviertel bisher. Allerdings war das historische Arbeiterviertel auch dringend sanierungsbedürftig. Der niederländische Investor Hanzevast hatte aber keineswegs eine Sanierung im Sinne des Kultur- und Denkmalschutzes ins Auge gefasst. Vielmehr war geplant, das Gängeviertel zu einem Szeneviertel zu machen – Büros und vor allem kostspielige Wohnungen inklusive. Wie viele Gebäude dem Abriss zum Opfer gefallen wären, ist unbekannt. Die Begriffe Ausverkauf und Totsanierung sind jedoch allgegenwärtig. [mehr » ]
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geschrieben am 12. November 2009 mit einem Kommentar
Der Vermieter darf die Kosten für die Reinigung des Öltanks auf die Mieter umlegen. Das gilt auch dann, wenn sie in einem Abstand von mehreren Jahren anfallen – sie müssen dabei auch nicht auf mehrere Abrechnungsperioden verteilt werden, sondern dürfen in dem Zeitraum berechnet werden, in dem sie entstehen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch.
In dem betreffenden Fall hatte sich ein Mieter geweigert, die Kosten für die Reinigung des Öltanks zu tragen, die der Vermieter in der Betriebskostenabrechnung aufgeführt hatte. Als Betriebskosten dürfen ausschließlich laufende Kosten angerechnet werden – Kosten, die nur einmalig anfallen, sind nicht umlagefähig. Der Mieter war der Auffassung, dass es sich bei den Kosten für die Öltankreinigung um nicht umlagefähige Instandsetzungskosten handelte. [mehr » ]
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geschrieben am 11. November 2009 mit einem Kommentar
Den Traum vom Eigenheim haben viele – um ihn sich erfüllen, nimmt man dann auch in Kauf, dass man mit der Finanzierung dieses Traums meist jahrelang beschäftigt ist. Ist alles gut geplant und durchgerechnet, ist das in der Regel eine durchaus zu bewältigende Aufgabe – wenn allerdings alles immer teurer wird, kann das selbst den ordentlichsten Finanzierungsplan gehörig durcheinanderbringen.
Die Glücklichen, die das Eigenheim eben einmal so per Überweisung bezahlen, sind bekanntlich in der Unterzahl. Für die Mehrheit heißt das Ziel vielmehr: Schuldenfrei sein bei Renteneintritt. Bei einem Blick auf die verbleibenden Verbindlichkeiten rückt dieses Ziel manchmal aber in die Ferne: Laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes lastet auf Wohnimmobilien, bei denen die Finanzierung noch läuft, eine durchschnittliche Restschuld von 101.000 Euro. Bei knapp einem Drittel der Befragten lag die Restschuld gar bei Beträgen zwischen 100.000 und 250.000 Euro.
Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland sieht ein großes Problem in den immer weiter steigende Abgaben, aufgrund derer eine langfristige Finanzierungsplanung nicht mehr möglich ist. Eine besondere Belastung stellten in diesem Zusammenhang die steigenden Grundsteuern sowie Gebühren für Müll, Abwasser und Straßenreinigung dar.
Der Präsident von Haus & Grund Deutschland, Ralf Kornemann, kritisierte in diesem Zusammenhang die steigenden Steuern und Gebühren. „Die verbreitete Vorstellung von unbegrenzt belastbaren Hauseigentümern“ sei „ein Märchen“, so Kornemann. Besonders Länder und Kommunen, aber auch der Bund müssten aufhören, „an der Steuer- und Gebührenschraube“ zu drehen.
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geschrieben am 9. November 2009 mit einem Kommentar
Am Samstag wurde die frisch sanierte Stuckfassade eines Hauses in Berlin-Friedrichshain enthüllt. Noch sehenswerter ist allerdings, was in dem Altbau steckt: Es ist das erste Gebäude aus der Gründerzeit, das sich Niedrigenergiehaus nennen darf - dank einer Komplettsanierung durch die Dr. Wilke Projektentwicklungs GmbH & Co. KG.
In der Hauptstadt gibt es sie zu genüge: Altbauten, die mit Stuck und hohen Räumen ihren Charme versprühen. Wenn es nur um die Optik ginge, würde sich wohl kaum einer gegen eine Altbauwohnung entscheiden, doch sie haben einen entscheidenden Nachteil: Die so schönen hohen Räume zu heizen, und das auch noch bei oft nicht ganz dichten Fenstern und mangelhafter Wärmedämmung, kann teuer werden und der Spaß an der hübschen Wohnung schnell vergehen. [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 8. November 2009 mit 2 Kommentaren
Landflucht - Immer mehr ziehen zurück in die Städte. Landleben ade: In einer regelrechten Welle zieht es die Menschen wieder in die Städte. Die Gründe dafür sind vielfältig - und Grundstücke auf dem Land werden in Zukunft schwerer zu verkaufen sein. [Focus]
Koalitionspläne polarisieren. Nicht nur der Mieterbund kritisiert die Veränderungen im Mietrecht, auch von anderer Stelle regt sich Kritik. So vermisst die Immobilienwirtschaft Investitionsanreize. [FTD]
Wärmedämmung – weniger Energie, mehr Komfort. Familie Schwab saniert ihr 50 Jahre altes Eigenheim, um die Energiekosten zu senken. Welche Probleme und Vorteile sie und andere erwartet: [FAZ]
Handballer mit Schrott-Immobilen reingelegt? Immobilien-Investments sollten stets gründlich überprüft werden, schließlich handelt es sich dabei meist und Beträge im sechsstelligen Bereich. Gerade dies scheinen einige Handballer vernachlässigt zu haben, als sie zum Beispiel ungesehen Immobilien in der „Boomtown Paderborn“ erstanden. [Bild]
Höchster Turm der Welt wird eingeweiht. In weniger als drei Monaten soll nach fünf Jahren Bauzeit der höchste Turm der Welt eingeweiht werden. Der „Burj Dubai“ besitzt 160 Etagen und ist 800 Meter hoch. [AFP]
Hamburger Gängeviertel: Weiter Ärger mit dem Investor. Gar nicht nordisch unterkühlt geht es derzeit in Hamburg beim Streit um das Gängeviertel zu. Nachdem der Investor nun doppelt so viel Geld für einen Ausstieg aus dem Projekt fordert wie noch vor zwei Wochen, verschärft die Hamburger Politik nun ihren Ton. [Abendblatt]
Von immobilo_mb
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