Strompreise auch 2009 weiter auf Rekordjagd

21. Dezember 2009 | von

Private Stromverbraucher haben auch weiterhin nichts zu lachen: 2009 stiegen die Preise für den gelben Saft auf neue Rekordwerte. Auch fürs neue Jahr sind die Aussichten nicht besser. Bereits jetzt haben 160 Versorger Preiserhöhungen für 2010 angekündigt.

Während sich Verbraucher bei Lebensmitteln dank eines funktionierenden Wettbewerbes zurzeit über sinkende Preise freuen können, kennen die Strompreise seit Jahren nur eine Richtung: nach oben, und das kräftig. Auch in diesem Jahr verlief die Verteuerung des Stroms trotz der Wirtschaftskrise weiter ungebremst auf bisher nicht dagewesene Rekordwerte. Nach Analysen des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de stiegen die Strompreise in 2009 um durchschnittlich 6,9 Prozent.

Hochgerechnet auf 40,1 Millionen Haushalte in Deutschland beläuft sich die Summe, die sich dank der Preiserhöhungen zusätzlich auf den Konten der Versorger einfindet, auf 2,1 Milliarden Euro. Für die Verbraucher bedeutet dies, dass, berechnet am durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Haushaltes von 3.500 Kilowattstunden Strom, 2009 804 Euro gezahlt werden müssen. Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Rechnung der örtlichen Versorger noch 753 Euro.

Versorger kündigen weitere Preisrunde an

Wer nun erwartet, dass angesichts sinkender Preise an der Leipziger Strombörse im nächsten Jahr auch der Privatstrom wieder günstiger wird, sieht sich angesichts der bereits jetzt angekündigten Preissteigerungen getäuscht. Nicht weniger als 160 Versorger wollen an der Preisschraube drehen und bedienen sich dabei ähnlich kreativer Begründungen wie sonst nur die Mineralölunternehmen. So sind zum Beispiel langfristig geschlossenen Verträge schuld an der notwenigen Erhöhung, ebenso wie steigender Kosten für Stromtransport und Förderung erneuerbarer Energien – die aktuell günstigeren Preise an der Strombörse sind somit obsolet. Ein Schelm, wer dabei angesichts der Milliardengewinne der vier großen Energiekonzerne böses denkt.

Gegen den Trend schwimmen derzeit etwa 50 Anbieter, die ihre Preise senken wollen – was scheinbar allerdings kein Zukunftsmodell ist. „Insgesamt dürfte sich die Strompreisspirale in Deutschland 2010 weiter nach oben drehen. Etwaige Preisschritte der beiden Branchenriesen im kommenden Jahr werden eine Signalwirkung für viele kleinere Stadtwerke haben”, so Energieexperte Thorsten Bohg von toptarif.
Die einzige Handhabe der Verbraucher gegen Stromwucher ist ausser dem sparsamen Umgang mit Strom der Wechsel des Anbieters. Die clevere Wahl des Stromlieferanten kann die Haushaltskasse um bis zu 300 Euro jährlich entlasten.




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2 Kommentare zu Strompreise auch 2009 weiter auf Rekordjagd

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