geschrieben am 8. Dezember 2009 mit einem Kommentar
Besitzer einer Eigentumswohnung haben ein grundsätzliches Recht auf Satellitenfernsehen und die Anbringung einer Satellitenantenne. Die Eigentümergemeinschaft muss die Anbringung der Schüssel dulden, kann aber über deren Anbringungsort entscheiden. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

"ästhetisch beeinträchtigend": Die Satellitenschüssel
Während der Nutzen von Satellitenschüsseln für Information und Entertainment nicht in Zweifel gezogen wird, ist ihre Funktion als zierendes Fassadenelement durchaus umstritten. Das sah auch eine Wohnungseigentümergemeinschaft so, als sie, durch eine vorherige Abstimmung auf der Eigentümerversammlung ermächtigt, eine Miteigentümerin auf Entfernung der Parabolantenne verklagt hatte.
Die beklagte polnischstämmige Frau mit deutschem Pass installierte im Vorfeld der Klage eine Satellitenschüssel an einem Fenster ihrer Wohnung, um damit einige Sender aus ihrer Heimat empfangen zu können. Die WEG sah aber die Fassade des Hauses „ästhetisch beeinträchtigt“ und verlangte die Demontage des Gerätes – zu Recht, wie der BGH nun entschied. [mehr » ]
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geschrieben am 7. Dezember 2009 mit 3 Kommentaren
Es sollte nach elf Jahren Trennung eine Liebeshochzeit werden, doch die Koalition aus CDU, CSU und FDP vermittelt eher den Eindruck eines alten, zänkischen Ehepaares. Von Harmonie sind die Wiederverbündeten jedenfalls weit enfernt – bestes Beispiel ist das Mietrecht, bei dem sich vor allem CSU und FDP konträr gegenüberstehen. Die Kanzlerin lässt die strittigen Punkte lieber unerwähnt.
Das konnte die FDP nicht auf sich sitzen lassen: Vergangene Woche forderten sowohl Verbraucherministerin Ilse Aigner als auch Generalsekretär Alexander Dobrindt (beide CSU), Änderungen an den Kündigungsfristen für Mietverträge zu unterlassen. “Forderungen nach einer drastischen Verkürzung der Kündigungsfristen wären das falsche Signal, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, so Aigner zur Bild-Zeitung. Der soziale Charakter des Mietrechtes solle erhalten bleiben, eine Meinung, die auch ihr Parteikollege Dobrindt vertritt – und damit auf Konfrontationskurs zum Koalitionspartner FDP geht, der gerne gleiche Kündigungsfristen für Mieter als auch Vermieter hätte und dies auch so im Koalitionsvertrag notierte. [mehr » ]
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geschrieben am 6. Dezember 2009 mit einem Kommentar
CSU probt die Konfrontation mit der FDP in Sachen Mietrecht. Während die Liberalen gerne ein vermieterfreundlicheres Mietrecht hätten, sieht die CSU dessen sozialen Charakter gefährdet hat und die Koalition vor einer Aushöhlung gewarnt. Die Aussagen von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt im Hamburger Abendblatt wurden von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (ebenfalls CSU) bekräftigt und vom Mieterbund begrüßt.
Gerichtsurteil: Abschlussprämie bei Bausparverträgen rechtens. Verbraucherschützer hatten gegen die Erhebung von Abschlussgebühren bei Bausparverträgen geklagt, da sie keine Leistung dafür sahen. Das OLG Stuttgart hat nun entschieden, dass die Gebühren rechtmäßig sind. [FTD] [mehr » ]
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geschrieben am 4. Dezember 2009
Die Zahl der Wohngeldempfänger in Gesamtdeutschland geht zurück. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt hat, bezogen Ende des vergangenen Jahres noch 569.309 Haushalte die staatliche Unterstützung bei der Miete – ein Rückgang um 1,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Im Osten Deutschlands sind dagegen immer mehr Mieter auf die Zahlung von Wohngeld angewiesen.

1,4 Prozent aller Haushalte in Deutschland erhalten Wohngeld
Die Feierlichkeiten zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalles sind erst wenige Wochen her, da verdeutlichen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Wohngeld erneut, dass alte und neue Bundesländer noch weit von einer Angleichung entfernt sind. Während in den Ländern des früheren Bundesgebietes die Zahl der Privathaushalte, die Wohngeld beziehen, um 4,6 Prozent zurückging, stieg deren Zahl in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern um ingesamt 5,3 Prozent. Gleichzeitig ist auch der Anteil der Wohngeldhaushalte im Osten mit 2,5 Prozent doppelt so hoch wie im Westen, wo dieser, an allen Haushalten gemessen, 1,2 Prozent beträgt. [mehr » ]
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geschrieben am 3. Dezember 2009 mit 6 Kommentaren
Die sonst als konservative und risikoscheue Anleger bekannten Deutschen zeigen in der Krise ein ungewohntes Gesicht. Denn während die europäischen Mitbürger Immobilien mehrheitlich als Altersvorsorge und Wohnraum nutzen, sehen die Deutschen laut einer Studie Immobilien vor allem als Kapitalanlage.
In Krisenzeiten besinnen sich die Menschen wieder auf die alten Werte. Die Zockerei an der Börse ist derzeit nicht besonders gefragt, dafür erleben „handfeste“ Investments wie Gold oder auch die mit „Betongold“ etwas diffus umschriebenen Immobilien eine Renaissance. Nach einer vom britischen Beratungsunternehmen Absolute Strategy Research (ASR) im Auftrag der Vermögensverwaltung Janus Capital durchgeführten Studie, in deren Rahmen 6.011 Personen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden befragt wurden, denkt mehr als die Hälfte aller europäischen Verbraucher, [mehr » ]
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geschrieben am 2. Dezember 2009 mit einem Kommentar
Mit viel Elan ist die neue Bundesregierung in ihre Amtszeit gestartet, doch kaum ein Vorhaben kam ohne heftige Kritik aus – so auch die geplanten Reformen beim Mietrecht. In der MieterZeitung des Deutschen Mieterbundes (DMB) verteidigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die geplanten Änderungen und kündigt ein energisches Vorgehen gegen Mietnomaden an.
„Der soziale Charakter des Mietrechts soll erhalten bleiben“ – so umschreibt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eines der Ziele der Koalition um CDU, CSU und FDP in der Mietzeitung des DMB. Um den sozialen Frieden zu erhalten und ein, den Interessen der Mieter und Vermieter Rechnung tragendes Mietrecht zu gewährleisten, sollen daher „Fehlentwicklungen korrigiert“ werden. Darunter stellt sich Merkel vor allem den Kampf gegen Mietnomaden, die nicht selten neben der verwahrlosten Wohnung auch einen finanziell ruinierten Vermieter zurücklassen sowie ein Erschweren von Luxussanierungen, die vor allem der Entmietung dienen, vor. [mehr » ]
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geschrieben am 1. Dezember 2009 mit einem Kommentar
Wohnraum in München ist rar und teuer - und trotz regelmäßiger Appelle und zweifellos vorhandender Nachfrage bleibt der Wohnungsneubau auch in der Isarmetropole unter dem eigentlich benötigten Niveau.
Zwei neue Projekte in Karlsfeld und Obermenzing schicken sich nun an, die Situation ein wenig zu entspannen.

Ökologisch Wohnen in Karlsfeld. Visualisierung: JK Wohnbau
Die JK Wohnbau GmbH hatte in den vergangenen Wochen wahrlich Anlass, die Sektkorken knallen zu lassen.
Bei gleich zwei lange geplanten Projekten gab es den lange ersehnten Startschuss für die Bauarbeiten. Zuerst rollten die Bagger in Karlsfeld an - hier sollen in einem der größten Wohnbauprojekte ingesamt 574 Wohneinheiten errichtet werden, aufgeteilt in 161 Reihenhäuser und 413 Eigentumswohnungen.
Die Fertigstellung ist bis zum Jahre 2013 geplant, die ersten Eigenheimbesitzer können ihr Reihenhaus jedoch bereits im nächsten Jahr beziehen.
Einen besonderen Charakter erhalten die Gebäude am Prinzenpark durch ein ökologisches Grundkonzept, das auf Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit von Öl und Gas sowie soziale Nachhaltigkeit setzt. Und während die Häuser sämtlichst KfW-55-Standard darstellen, entsprechen die Eigentumswohnungen dem KfW-70-Standard - besonders umweltfreundliche Käufer können ihr Haus auf Wunsch sogar als Nullenergiehaus bauen lassen. Erreicht werden soll dies unter anderem durch die Nutzung von Biomasse und Photovoltaik.

La Provence: Mediterraner Stil in Obermenzing. Visualisierung: JK Wohnbau
Einen anderen, dennoch nicht weniger nachhaltigen Ansatz verfolgt ein anderes Projekt in Obermenzing, deren erster Spatenstich nur eine Woche später begonnen hat. Mit dem “La Provence” sollen vor allem gehobene Villen und Wohnungen entstehen, die - wie der Name bereits vermuten lässt - provenzalischen Stil nach München bringen sollen. “Hinsichtlich Charme, Flair und Esprit braucht diese Anlage keinen Vergleich mit mediterranen Wohnensembles zu scheuen” verspricht der Geschäftsführender Inhaber und Alleingesellschafter der JK Wohnbau, Dr. Josef L. Kastenberger. Die Preise für die Wohnungen beginnen bei 219.900 Euro für eine 54 m² Zweizimmer-Dachterassenwohnung und reichen bis zu 602.900 Euro für das 136 m² große Penthouse, die Spanne für die Doppelhausvillen reicht von 569.000 bis zu 594.000 Euro. Die Angebote für beide Projekte finden sie hier.
In keiner anderen deutschen Stadt ist die Wohnraumsituation wohl so prekär wie in München. Die Isarmetropole landet schließlich nicht nur bei diversen Städterankings meist auf den vorderen Rängen, sondern auch bei Mietpreisvergleichen. Mancher spricht sogar von einer drohenden Wohnungsnot, die, falls nicht deutlich mehr gebaut wird, die Mieten noch weiter in die Höhe schnellen lassen könnte.
Von immobilo_mb
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