Aufbruchstimmung in der Immobilienbranche: Im Dezember hat die Befragung von 1.000 Marktakteuren durch das unabhängige Marktforschungsinstitut BulwienGesa AG für den monatlich erscheinenden King Sturge Immobilienkonjunkturindex eine deutliche Verbesserung der Stimmungslage verzeichnet.
Sowohl die subjektiven Stimmungsbarometer als auch die makroökonomisch ermittelte Immobilienkonjunktur zeigten dabei einen klaren Aufwärtstrend. Allein das auf Umfragen basierende Immobilienklima legte im Dezember 2009 um ingesamt 6,6 Prozent zu und stieg von 79,8 auf 85,1 Zählerpunkte. Verglichen mit dem Vorjahresmonat hat sich das Stimmungsbarometer sogar verdoppelt. Ende 2008 dümpelte der Wert noch bei 42,2 Punkten. Zurückzuführen ist der Anstieg vor allem auf ein deutlich verbessertes Ertragsklima, da Immobilienexperten 2010 eine erhöhte Flächennachfrage und Bewegung bei der Mietentwicklung erwarten. Die zweite Säule des Immobilienklimas, das Investmentklima, steigt im Gegensatz zur 10-prozentigen Verbesserung des Ertragsklimas mit einem Plus von 4,6 Punkten auf 95,0 Punkte allerdings nur moderat.
Vorsichtiger Optimismus für 2010
Trotz der optimistischen Zahlen warnen die Experten vor zuviel Optimismus. „Die Prognosen für die Konjunktur 2010 sind alles andere als euphorisch“, so Managing Partner Sascha Hettrich von King Sturge Deutschland. „Die konjunkturelle Erholung wird verhalten bleiben. An den Finanzmärkten verbergen sich möglicherweise noch immer unkalkulierbare Risiken, und am Arbeitsmarkt droht weiterhin Ungemach.“ Hettich hat dennoch die „berechtigte Hoffnung, dass 2010 mit Optimismus angegangen werden kann“, da sowohl beim besonders krisengeschüttelten Büromarkt mit einer Belebung gerechnet werden kann, als auch der Anstieg der makroökonomisch erhobenen Immobilienkonjunktur auf eine Erholung hindeutet.






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