Der Wintergarten: Glaspalast für jederman

30. Januar 2010 | von

Trotz Kälte, Wind und Wetter „draußen“ sitzen und bei angenehmen Temperaturen den Kaffee geniessen – das funktioniert nur mit einem Wintergarten. Doch bevor man sich den Glaspalast ans Haus baut, sollten einige Dinge berücksichtig werden. Das beginnt bei der Planung und hört bei der Ausstattung auf.

Zu allersteht steht die Frage: Pflanzendschungel oder Sitzecke – soll der Wintergarten als Teil der Wohnung oder überwiegend für die Haltung von Pflanzen genutzt werden? Entscheidend ist neben der äußeren Form auch die Ausrichtung (am besten Richtung Süden), die Gestaltung, die Farben und der Lichteinfall. Außerdem muss vorab geklärt werden, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist. In den allermeisten Fällen bleibt dem Bauherren der Gang zum Bauamt nicht erspart.

Wintergärten bestechen durch eine Vielfalt an Formen und individuellen Ausprägungen. Die Frage, ob rechteckig oder rund, ist nur eine in einer ganzen Reihe von Möglichkeiten. So können sie in den Wohnbereich integriert werden oder freistehend sein. Dies ist abhängig von der Flächenplanung, bei der festgelegt wird, wieviel Platz für den Ruhebereich, den Pflanzenbereich und den Verkehrsbereich zur Verfügung stehen soll. Die Größe hängt davon ab, ob Sie den Wintergarten als separaten Raum nutzen oder ob er in den Wohnbereich integriert wird.

Im nächsten Schritt sollte festgelegt werden, nach welcher Himmelsrichtung der Garten ausgerichtet werden soll. Die Südseite ist im Winter sicher die ideale Seite, im Sommer gleicht der Wintergarten dagegen oft einer Sauna. Die nördliche Ausrichtung eignet sich für inbesondere für eine Nutzung als Arbeits- oder Büroraum, wogegen ein Wintergarten im Osten des Gebäudes ideal für die Pflanzenhaltung ist. Im Westwintergarten kann man im Frühling und Herbst noch bis in den Abend hinein die Wärme der Sonne geniessen.

Erst wenn diese grundlegenden Entscheidungen gefallen sind, sollte man sich um die Details kümmern. Dazu gehören vor allem die Gestaltung, die Farben und die Beleuchtung.
Einen ausschlaggebenden Einfluss auf den Stil des Wintergartens haben Sprossen in den Glasflächen, da sie den Fenstern eine bestimmte Optik verleihen. Mindestens genauso entscheiden ist die Wahl des Fußbodenbelages. Wer Stein- oder Keramikboden verwendet, könnte vor allem im Sommer heiße Füsse bekommen, da sich dieses Material enorm aufheizen kann. Holzfussboden dagegen bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung mehr oder weniger kühl.

Die Wahl einer Farbe für den Wintergarten ist dagegen abhängig vom benutzten Material. Da sich Kunststoff bei Hitze ausdehnt, sollte man sich hier ausschließlich für Weiß entscheiden. Bei Holz oder Metall steht dagegen die ganze Farbpalette zur Auswahl. Bei der Beleuchtung muss dagegen nichts Besonderes beachtet werden, da die gleiche Technik wie in anderen Räumen genutzt werden kann. Wer wert auf Privatspähre legt, sollte bedenken, dass der überwiegend aus Glas bestehende Raum unter Umständen von außen einsehbar ist.




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