Die Welt ächzt immernoch unter den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise, da droht nach einem Bericht des „Handelsblatt“ erneutes Ungemach. Der US-Markt für Gewerbeimmobilien wackelt bedenklich und könnte für ein erneutes Desaster sorgen.

Gewerbeimmobilien: Hoher Leerstand und Abwertungen treiben Banken den Schweiß auf die Stirn.
Nun sehen Experten ähnliche Tendenzen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt. Einkaufszentren und Bürogebäude stehen immer öfter leer oder werden schlechter bewertet. Bei mit Gewerbeimmobilien gedeckten Anleihen sorgt dies vor allem bei kleinen Banken für existenzbedrohend hohe Ausfallquoten. Wozu hoher Leerstand gepaart mit Wertverlust und einem nicht aufgehenden Plan von höheren Mieten führen kann, wurde zuletzt am Beispiel der New Yorker Stuyvesant Town deutlich - die Investoren Tishman Speyer und der Blackrock konnten die hohen Kredite nicht mehr bedienen und mussten das Objekt abstoßen. Selbst wenn die Mieten und Werte stabil bleiben, müssen die die Kredite irgendwann refinanziert werden, was sich unter den derzeitigen Bedingungen schwierig gestaltet.
Bereits jetzt warnen Experten wie die Harvard-Professorin Elisabeth Warren vor einem Zusammenbruch des US-Gewerbeimmobilienmarktes, der noch viel dramatischere Folgen für das noch immer angeschlagene Finanzsystem haben könnte. Zudem sei die gerade anlaufende Erholung der US-Konjunktur in Gefahr, wenn die Banken angesichts der bedrohlichen Situation die Kreditvergabe drosseln. „Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung, das Schlimmste kommt vermutlich noch“, orakelt die Standard & Poor’s Analystin Tanya Azarchs im Handelsblatt. Die Krise könne genauso schlimm werden wie die Anfang der 90er Jahre, die hunderte Banken in den Abgrund zog.





