Gebrauchtimmobilien sind gefragt – und werden teurer

5. März 2010 | von

Die LBS-Immobiliengesellschaften können über die Geschäfte im vergangenen Jahr nicht klagen. Die größte Maklergruppe Deutschlands konnte ein solides Plus verzeichnen. Vor allem Gebrauchtimmobilien sind derzeit stark gefragt – und ziehen im Preis wieder an.

Krise ist woanders: Während so ziemlich alle anderen Immobilien- und Maklerfirmen unter der angespannten wirtschaftlichen Lage zu leiden hatten, konnten die zehn Immobiliengesellschaften der Landesbausparkassen (LBS-I) für das Jahr 2009 das beste Ergebnis des vergangenen Jahrzehnts vermelden. Insgesamt 28.500 Immobilien im Wert von 4 Milliarden Euro wurden verkauft, ein Wachstum von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Gebrauchtimmobilien gefragt

Speziell bei gebrauchten Eigenheimen und Eigentumswohnungen brummte das Geschäft, während bei den Vermittlungszahlen von Neubauprojekten kein Zuwachs zu verzeichnen war. “Neun von zehn Interessenten für die eigenen vier Wände haben bei uns ein Objekt aus dem Bestand gekauft”, unterstrich LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm die Bedeutung der Bestandsimmobilien für das LBS-Geschäft. Hamm erklärt die hohe Attraktivität der Gebrauchtobjekte mit der vielfach guten Lage in gewachsenen Strukturen und „nicht zuletzt aber auch über den Preis”.

Zeit der günstigen Preise vorbei?

Wo eine hohe Nachfrage herrscht, zieht entsprechend immer noch geltender Marktgesetze auch der Preis an – trotz anhaltender Krise und Konsumflaute. Insgesamt verteuerten sich Gebrauchtimmobilien nach LBS-I-Angaben im vergangenen Jahr um bis zu zwei Prozent auf durchschnittlich 147.000, ein gebrauchtes Eigenheim kam auf einen Durchschnittspreis von 88.000 Euro. „Die Zeit der Schnäppchenpreise bei den Gebrauchtimmobilien geht langsam zu Ende“ analysiert Hamm die Marktlage.

Neubauten teuer, dafür energetisch auf dem neuesten Stand

Trotz der Preisverschiebungen bei den Bestandsbauten bleiben die von LBS-I angebotenen Neubauten ein ganzes Stück teurer. Jungfräuliche Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten im Schnitt mit 257.000 Euro etwa 75% mehr als eine vergleichbare Gebrauchtimmobilie, Eigentumswohnungen waren mit einem durchschnittlichen Preis von 188.000 sogar mehr als doppelt so teuer als ihre bereits bewohnten Widerparts. Allerdings sind Neubauten sowohl technisch als auch energetisch auf dem neuesten Stand, während bei gebrauchten Wohnungen und Häusern oft saniert und nachgerüstet werden muss, um die Nebenkostenabrechnung nicht in astronomische Höhen schnellen zu lassen. Diese Kosten sind im Kaufpreis allerdings noch nicht enthalten und können sich schnell auf erstaunliche Summen addieren.




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