Mieten in Berlin: zunehmend teures Pflaster

12. März 2010 | von

Die Preise für Neuvermietungen in Berlin sind innerhalb eines Jahres um 4,5 Prozent gestiegen – und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Wohnungssuchende müssen dabei besonders in nachgefragten Bezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg tiefer in den Geldbeutel greifen als noch zuletzt. Der Plattenbaubezirk Marzahn-Hellersdorf hingegen bleibt der günstigste Wohnort.

Der Wohnungsmarkt in der Hauptstadt wird zunehmend bedrängter. Eine zurückgehende Anzahl leerstehender Wohnungen steht einer steigenden Zahl von Haushalten gegenüber, gepaart mit einem seit Langem stagnierenden Wohnungsneubau. Logische Konsequenz sind höhere Mieten: Die Preise für Neuvermietungen stiegen 2009 um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Dies und ein „deutlicher Aufwärtstrend“ bei Berliner Mieten sind das Ergebnis des aktuellen Wohnmarktreports der Wohnungsbaugesellschaft GSW.

Vor allem in besonders begehrten Bezirken wie Prenzlauer Berg, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf ist der Wohnungsmarkt für Normalverdienende preislich am oberen Limit angelangt.
In Friedrichshain-Kreuzberg in der östlichen Stadtmitte sind die Mieten mit rund 7,2 Prozent dabei am meisten gestiegen. Wer hier eine Mietwohnung bezieht, muss im Durchschnitt 7,20 Euro pro Quadratmeter zahlen – bei älteren Mietverträgen ist es nur etwas mehr als die Hälfte.

Der Berliner Mieterverein sieht in der Mietsteigerung, gerade in Anbetracht des durchschnittlichen Einkommens der Bewohner ein Problem. „Selbst, wenn nur die durchschnittliche Mietsteigerung von 4,5 Prozent zugrunde gelegt wird, verteuern sich die Mieten doch erheblich“, so der Geschäftsführer des Mietvereins Reiner Wild.

Insgesamt haben sich die Mieten in elf der zwölf Berliner Bezirke erhöht; nur Wohnungssuchende in Pankow können von leicht fallenden Preisen profitieren.
Preiswert wohnen kann man in Berlin jedoch noch immer: Wohnungen für Kaltmieten von vier Euro pro Quadratmeter seien weiterhin erhältlich, so die GSW. Günstigstes Stadtgebiet ist immer noch die Plattenbauhochburg Marzahn-Hellersdorf mit Wohnungen für durchschnittlich 4,80 Euro pro Quadratmeter.




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