Leichter Hoffnungsschimmer für die gebeutelte Baubranche: Nach langer Durststrecke stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im vergangenen Jahr erstmals wieder an. Das vermeldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Von alten Rekordwerten ist man allerdings noch immer weit entfernt.

Wohnungsneubau: leichter Anstieg der Baugenehmigungen in 2009.
Nach einem seit 2006 anhaltenden Sinkflug stieg deren Zahl mitten im Krisenjahr um 1,9 Prozent. In absoluten Zahlen ist dies ein Zuwachs um 3.300 Wohnungen auf ingesamt 178.000 Wohnungen. In den vergangenen Jahren musste der Wohnungsbau herbe Verluste hinnehmen. So sank die Zahl der Baugenehmigungen – jeweils verglichen mit den Vorjahreswerten - 2007 um deutliche 26,2% und im Jahr darauf nochmals um 4,4%.
Von den 178.000 neuen Wohnungen entfiel der Großteil von 154.140 Genehmigungen auf neu errichtete Wohngebäude. Verglichen mit dem Vorjahr waren es 5.865 Gebäude bzw. 4,0 Prozent mehr.
Besonders stark profitierte der Bau von Mehrfamilienhäusern. Mit einem Plus von 5,4 Prozent konnte er deutlich mehr zulegen als die Einfamilienhäuser (plus 2,1 Prozent) bzw. Zweifamilienhäuser (plus 1,6 Prozent). In absoluten Zahlen haben die Einfamilienhäuser allerdings mit 74.785 Genehmigungen weiterhin die Nase vorn. Mehrfamilienhäuser (61.674 Genehmigungen) und Zweifamilienhäuser (15.272 Genehmigungen) folgen hier mit deutlichem Abstand.
Weiterhin stark im Aufwind ist der Bau von Wohnheimen. Wie in den vergangenen Jahren wurden hier Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich erzielt, allein im vergangenen Jahr gab es einen deutlichen Zuwachs von 68,1%. Verglichen mit den anderen Gebäudearten nimmt sich die absolute Zahl mit 2.409 aber noch recht bescheiden.
Von alten Baugenehmigungs-Rekordwerten ist der Wohnungsbau allerdings noch weit entfernt. Dieser liegt bei 603.000 Wohneinheiten im Jahr 1995.






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