Das Bundeskanzleramt muss abgerissen werden

1. April 2010 | von

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) muss für längere Zeit ihren Arbeitsplatz wechseln. Nachdem bereits vor längerer Zeit gravierende Mängel am Bundeskanzleramt festgestellt wurden, empfehlen Bauexperten nun, das Gebäude abzureißen. Die Sicherheit sei nicht mehr gewährleistet.

Schlechte Nachrichten für Angela Merkel: Nicht nur die Regierungskoalition mit der FDP zeigt, nur wenige Monate, nachdem Horst und Guido „Du“ zueinander sagen, erste Zersetzungserscheinungen, auch ihr Arbeitsplatz befindet sich in einem alles andere als guten Zustand. Risse in den Wänden, undichte Dächer und wellige Böden setzen dem vor knapp 10 Jahren erbauten und knapp 250 Millionen Euro teuren Kanzleramt schon seit geraumer Zeit zu.

Bereits vor wenigen Wochen musste Merkel kurzfristig ihr Büro räumen, um die Schäden ausbessern zu lassen. Doch jetzt droht ein längerer Umzug, denn Experten schlagen Alarm: Die Probleme mit der Betonwanne seien so gravierend, dass Auswirkungen auf die Standfestigkeit des kompletten Gebäudes nicht ausgeschlossen werden können. Angesichts der aktuellen Ereignisse beim U-Bahn-Bau in Köln empfehlen sie nun, das Gebäude sicherheitshalber abzureißen.

Das Kanzleramt: vom Sanierungsfall zum Abrisskandidaten

Wie aus internen Unterlagen hervorgeht, führen Bauspezialisten die Probleme mit der Betonwanne auf die Verwendung mangelhaften Baumaterials zurück. So sei der gleiche Beton genutzt worden, wie beim Bau der Berliner Mauer – und schon der erwies sich mit einer Haltbarkeit von 28 Jahren – entgegen der Beteuerung des DDR-Staatschefs Erich Honecker (SED), die Mauer würde auch noch weitere hundert Jahre stehen – als alles andere als besonders langlebig.

Die Kanzlerin steht nun vor den Trümmern ihres Kanzleramtes. Nachdem der ganz in der Nähe gelegene „Palast der Republik“ vollständig abgerissen wurde und somit als Regierungszentrale ausfällt, sehen eilig entworfene Pläne einen temporären Umzug der Regierung nach Bonn vor. Dort bietet sich der nach 13 Jahren Bauzeit bereits vor einiger Zeit fertiggestellte „Schürmann-Bau“ als Ausweichquartier an. Auch dieses Gebäude hat bereits eine wechselhafte Geschichte hinter sich: Im Jahr 1993 fügte das Rheinhochwasser dem Gebäude schwere Schäden zu.

Merkel (CDU) kommentierte den erneuten Umzug gefasst. Aus dem Umfeld der Kanzlerin verlautete, dass man gemeinsam eine Lösung finden werde. Sie sei davon überzeugt, dass diese schwierige Situation gemeistert werden könne. Hilfsangebote aus Griechenland lehnte Merkel mit Hinweis auf die Bausubstanz der Akropolis allerdings dankend ab.

Weitere Ministerien könnten folgen

Ob neben dem Kanzleramt noch weitere Ministerien zurück nach Bonn ziehen müssen, ist derzeit noch unklar. So laufen derzeit die Sanierungskosten des Bauministeriums immer weiter aus dem Ruder, auch in diesem Fall könnte ein Abriss günstiger sein als der Gebäudeerhalt. Die Pannen am Kanzleramt fügen sich nahtlos in eine schlechte Woche für die Kanzlerin ein. So berichtete der Spiegel bereits vor wenigen Tagen über die marode Luftflotte der Bundesregierung.

Update 02.04.2010: Mit ein bisschen Spachtelmasse und Silikon konnten die schlimmsten Schäden provisorisch repariert werden. Und da Provisorien bekanntlich am längsten halten, ist ein Abriss jetzt wohl doch nicht mehr notwendig.




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