Gas: Etliche Anbieter erhöhen die Preise

1. April 2010 | von

Die Gastarife werden laut dem Verbraucherportal toptarif.de im Frühjahr bei mindestens 41 Anbietern um bis zu 13,8 Prozent steigen. Da die Preisentwicklung bei den Unternehmen allerdings sehr uneinheitlich ist, können Verbraucher sich den zunehmenden Wettbewerb auf dem Gasmarkt zunutze machen.

Bereits seit Jahresbeginn macht sich ein leichter, aber deutlicher Aufwärtstrend bei den Gaspreisen bemerkbar. Diese Entwicklung soll sich in den kommenden Wochen noch verstärken. Eine Analyse des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de hat jetzt ergeben, dass die Preise in den beiden Frühlingsmonaten April und Mai voraussichtlich um im Schnitt 6,2 Prozent steigen werden – und das bei mindestens 41 Unternehmen.

Energieexperte Thorsten Bohg von toptarif.de merkt an: „Auffällig ist, dass 10 Unternehmen im April und Mai bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Preise in der gesetzlichen Grundversorgung erhöhen werden. In der Regel fallen die mehrmaligen Erhöhungen bei den Versorgern aber eher moderat aus, während die meisten Anbieter, die jetzt erstmalig erhöhen, größere Preisschritte nach oben machen.”
So einem Familienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas durch die Preissteigerungen entstehen den Prognosen zufolge zusätzliche Kosten von durchschnittlich 79 Euro jährlich. Bei den höchsten Mehrbelastungen werden jährlich zusätzlich 167 Euro fällig, eine Steigerung um satte 13,8 Prozent.

Auch Preissenkungen sind möglich

Gleichzeitig zum Aufwärtstrend reagieren 15 regionale Gasanbieter allerdings genau gegenteilig: Sie senken die Preise um durchschnittlich 5,1 Prozent.
So können Endkunden in einigen Regionen von weiterhin sinkenden Gaspreisen profitieren. Unter anderem in Großstädten wie Münster und Freiburg, müssen Verbraucher bei einer jährlichen Abnahmemenge von 20.000 kWh Gas durchschnittlich 65 Euro weniger zahlen. Am günstigsten ist die Energieversorgung Sylt, die ihre Heizgas-Preise um 124 Euro beziehungsweise 9,4 Prozent senkt. Allerdings gelten die Immobilienpreis hier als nicht gerade erschwinglich
Laut Thorsten Bohg ist die unterschiedliche Entwicklung durch die verschiedenen Einkaufsstrategien und Beschaffungskosten der Unternehmen begründet. So hätten einige Gasversorger höhere Bezugskosten aufgrund gestiegener Ölpreise, während Kunden anderer Unternehmen von niedrigeren Einkaufspreisen profitieren könnten.

Insgesamt ist die Gaspreisentwicklung in diesem Jahr bisher allerdings recht stabil. Zwar hat jeder fünfte Anbieter die Preise für die Verbraucher erhöht, rund ein Zehntel hat sie jedoch gesenkt. Im Vergleich zum Frühjahr 2009 ist das Gas zudem bundesweit durchschnittlich fast 11 Prozent günstiger.
In den nächsten Monaten sei zwar nicht mit sinkenden Gaspreisen zu rechnen, die Verbraucher könnten aber momentan vom steigenden Wettbewerb auf dem Gasmarkt profitieren, da ein Anbieterwechsel einfach und ohne Risiko möglich sei. Auf diesem Wege würden sich die Kosten für einen vierköpfigen Haushalt um rund 200 Euro im Jahr reduzieren lassen.




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4 Kommentare zu Gas: Etliche Anbieter erhöhen die Preise

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