Immobilien: Horrende Preise in München

9. April 2010 | von

München bleibt die teuerste Region für Immobilienkäufer. Zu dieser wenig überraschenden Erkenntnis kommt der „erste echte deutsche Immobilienatlas“, den das Nachrichtenmagazin „stern“ in seiner Donnerstagausgabe veröffentlicht hat. Insgesamt wurden über 1 Million notarielle Kaufverträge ausgewertet.

Wer in München Wohneigentum erwerben will, muss tief in die Tasche greifen. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, da die bayerische Landeshauptstadt seit jeher die deutschen Miet- und Kaufpreisrankings deutlich anführt, doch der „stern“ belegt diese Tatsache nun anhand einer Auwertung von insgesamt einer Million notarieller Kaufverträge aus den Jahren 2007 und 2008. Dabei wurden die Daten für Häuser, Wohnungen und Grundstücke aus 400 Kreisen und Städten erfasst.

München gefolgt von München

Die Stadt München belegt dabei in allen drei Kategorien den ersten Platz, in zwei Fällen sogar gefolgt vom eigenen Landkreis. So beträgt bei Häusern der durchschnittliche Preis für einen Quadratmeter stolze 3.950 Euro, bei Eigentumswohnungen sind es noch 2.370 Euro und der Quadratmeter Bauland schlägt mit 650 Euro je Quadratmeter zu Buche.

Und während bei Eigentumswohnungen und Bauland jeweils der Landkreis München an zweiter Stelle rangiert, konnte sich bei den Häuserpreisen immerhin die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf mit 3.190 Euro pro Quadratmeter die Münchener Dominanz durchbrechen. Auf den Rängen dahinter erweisen sich Wiesbaden und der Kreis Starnberg mit jeweils 2.860 Euro pro m² als ebenfalls teures Pflaster.

Günstig: Der Osten und Rheinland-Pfalz

Am anderen Ende der Preisskala finden sich überraschend nicht nur Gegenden im Osten Deutschlands wieder. Auch in strukturschwachen Regionen Rheinland-Pfalz‘ sind Häuser günstig zu haben. So kostet der Quadratmeter eines Ein- bzw. Zwei-Familienhauses im Rhein-Lahn-Kreis und im brandenburgischen Kreis Prignitz durchschnittlich nur 490 Euro je Quadratmeter. Im Kreis Demmin (570 Euro), Görlitz (610 Euro) und im Altmarkkreis Salzwedel (630 Euro) sind die eigenen vier Wände nur wenig teurer.

Eigentumswohnungen sind dagegen im Elbe-Elster-Kreis des Landes Brandenburg mit Abstand am billigsten. Dort muss man für einen Quadratmeter 240 Euro zahlen. In Güstrow wird mit 470 Euro /m² immerhin schon fast doppelt so viel fällig. Aber auch hier findet man zwei Gegenden in Rheinland Pfalz auf den oberen Rängen: Pirmasens mit 490 Euro und der Kreis Birkenfeld mit 530 Euro.

Wer gerne sein eigenes Stück Land möglichst günstig erwerben möchte, sollte sich im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Kreis Märkisch-Oderland umsehen. Hier müssen für einen Quadratmeter durchschnittlich gerade mal 15 Euro bezahlt werden.

Reinhard Krumbholz, Vorsitzender des Gutachterausschusses, warnt vor einer zunehmenden Polarisierung des Immobilienmarktes. „Es gebe weniger Objekte zu mittleren Preise, dafür immer mehr Extreme: Auf der einen Seite stehe absoluter Luxus, auf der anderen “Wüsteneien”, so der Leiter der Untersuchung im „stern“.

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